Hilfsnavigation

Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






07.11.2017 

Osterfeld: Neues Kanalnetz für eine zuverlässige Entwässerung entsteht

Die Zukunft Elmshorns entsteht hier: Seit dem 11. September lässt die Stadtentwässerung neue Kanäle im Osterfeld verlegen. Die 4,9 Millionen Euro teure Maßnahme gilt als Grundlage für alle weiteren Entwicklungen, die im Sanierungsgebiet stattfinden werden. Auch bei starken Niederschlägen soll das Regenwasser zukünftig zuverlässig abgeleitet werden.
Das Osterfeld: Während rechts die frisch fertiggestellte Wohnbebauung steht, wird auf der Straße der 4,9 Millonen Euro teure Kanal verlegt.

Das Osterfeld: Während rechts die frisch fertiggestellte Wohnbebauung steht, wird auf der Straße der 4,9 Millonen Euro teure Kanal verlegt.
Foto: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn

Das Osterfeld ist kaum wiederzuerkennen: Wo einst Kopfsteinpflaster lag, klafft ein 4,5 Meter tiefes Loch, türmen sich Sand- und Pflastersteinberge, haben Bauarbeiter und ihr schweres Gerät das Sagen. Stück für Stück verlegen sie hier insgesamt 1,2 Kilometer neue Regen- und Schmutzwasserkanäle, die im Gebiet rund um die Ansgarstraße,die Hebbelstraße und des östlichen Heidmühlenwegs bis zum Haus der Technik die Entwässerung sicherstellen sollen. Und das sogar besser, als je zuvor: „Wir verlegen einen Regenwasserkanal mit einem Durchmesser von 800mm im Osterfeld, und sogar bis 1300 mm im Vormstegen“, erläutert Rebekka Ahlborn-Sennholz, die Projektleiterin der Stadtentwässerung. Der Kanal ist damit fast vier Mal so groß, wie sein 70 80 Jahre alter Vorgänger, der zugleich auch noch für das Schmutzwasser zuständig war. „Mit dem größeren Durchmesser schaffen wir eine deutlich höhere Entwässerungssicherheit“, sagt Ahlborn-Sennholz. Auch der Umweltschutz werde gefördert, denn künftig könne das saubere Regenwasser direkt in die Krückau fließen. So wird das Klärwerk in Hetlingen entlastet. Das Ableiten in die Krückau soll selbst bei hohem Wasserstand problemlos funktionieren. Schließlich führt der neue Kanal zum Haus der Technik, dass mit seinen Pumpen das Regenwasser auch noch bei hohem Pegelstand in die Krückau drücken kann.

Die Arbeiten im Sanierungsgebiet finden indes unter hohen Sicherheitsauflagen statt: Das Gebiet gilt als Verdachtsfläche für Altlasten aus der Industrie und Blindgängern aus dem zweiten Weltkrieg. Regelmäßig wird der Aushub daher im Labor untersucht und jede Baggerschaufel von Kampfmittelexperten begutachtet. All das kostet – Geld, aber auch Zeit.

Dennoch liegt das Projekt gut im Plan. So gut, dass die Arbeiten in diesem Teil des Osterfelds noch vor Weihnachten abgeschlossen sein sollen. Und auch so gut, dass womöglich die Arbeiten in der angrenzenden Schloßstraße vorgezogen werden könnten.

Die Maßnahme im Osterfeld ist nur die erste von zahlreichen weiteren Baustellen, die in dem Gebiet anstehen. Bereits ab dem 20. November soll die Berliner Straße zwischen Schloßstraße und dem ehemaligen Sky-Markt halbseitig gesperrt werden. „Wir versuchen, so viel wie möglich zeitgleich abzuarbeiten, um Zeit zu sparen und auch die Sperrungen so gering wie möglich zu halten“, erläutert Ahlborn-Sennholz, „denn es schließen sich an diese Maßnahme weitere Projekte zur Umsetzung des Rahmenplans an“. Das Gesamtprojekt, das Kanalarbeiten im Osterfeld, in der Schloßstraße, der Berliner Straße und auf Vormstegen umfasst, soll dann im Mai 2019 beendet sein.

 

Autor/Autorin: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn