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Weißes Haus



09.03.2016 

Neue Integrationsbeauftragte nehmen die Arbeit auf

Für Elmshorner mit Migrationshintergrund gibt es jetzt so viel Hilfe, wie nie zuvor. Der Integrationsbeauftragte Riza Yurt wird seit März 2016 von Jumana Husseini und Mirela Gjoka unterstützt. Hilfe gibt es jetzt auch auf Arabisch und Albanisch.

Die Integrationsbeauftragten: Jumana Husseini (von links), Riza Yurt und Mirela Gjoka.

Die Integrationsbeauftragten: Jumana Husseini (von links), Riza Yurt und Mirela Gjoka.
Foto: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn

Selbst für Elmshorner ohne Migrationshintergrund kann es manchmal eine Herausforderung sein: Welche Ansprechpartner bei den Behörden sind für mein Anliegen zuständig? Wie muss ich ein Formular richtig ausfüllen? Gibt es dann auch noch eine Sprachbarriere, wird es richtig kompliziert. Abhilfe schaffen hier die Integrationsbeauftragten: Riza Yurt, Jumana Husseini und Mirela Gjoka erklären Formulare und Dokumente, verweisen an die richtigen Ansprechpartner oder geben wertvolle Tipps. In ihrer Arbeit sind die ehrenamtlichen Helfer dabei eng mit dem Rathaus verbunden: Sie vermitteln zwischen Migranten und Mitarbeitern, sollte es einmal Kommunikationsprobleme geben.

Das Angebot wurde auch vor dem Hintergrund der Flüchtlingssituation ausgeweitet. „Wir haben bemerkt, dass wir jemanden brauchen, der Arabisch, also die Sprache vieler Neuankömmlinge, spricht“, erläutert Elmshorns Integrationskoordinatorin Allegra Tekleab. Mit Jumana Husseini wurde die ideale Besetzung gefunden: Die 25-jährige Tochter libanesischer Eltern spricht nicht nur den libanesischen Dialekt des Arabischen, sondern lernte im Rahmen ihres Studiums (Sprache, Kultur und Geschichte des Vorderen Orients) an der Universität Hamburg auch Hocharabisch. Eine Sprache, die im gesamten arabischen Raum gesprochen wird. Die Situation der Flüchtlinge kann sie nachvollziehen: „Sie machen das durch, was meine Eltern auf ihrer Flucht 1988 erlebt haben“, so Husseini. „Ich habe die aktuelle Flüchtlingsproblematik mitbekommen und wollte einfach etwas tun für Elmshorn“, begründet sie ihre Bewerbung. Husseini bringt zusätzlich Erfahrungen in der Arbeit mit Flüchtlingen und Schülern ein, spricht außerdem etwas Türkisch.

Mit Mirela Gjoka ist erstmals auch eine Integrationsbeauftragte aus den Balkanstaaten in Elmshorn vertreten. „Auch, wenn viele Menschen aus der Region kein Asyl in Deutschland erhalten, haben sie vielfältige Probleme, bei denen wir helfen können“, berichtet Tekleab. Thema sei hier vor allem die Arbeitsmigration. „Viele verlassen Deutschland hochverschuldet, wenn sie das Land nicht freiwillig verlassen. Sollte ein Polizeieinsatz nötig sein, werden den Menschen die Kosten in Rechnung gestellt. Das wissen viele nicht“, so Tekleab. Gjoka ist studierte Grundschullehrerin und Sozialpädagogin, arbeitet heute als Bürokauffrau in einem Elmshorner Unternehmen. Seit 2006 lebt sie mit ihrer Familie in Elmshorn, spricht Deutsch, Albanisch und auch Italienisch. Bereits seit drei Jahren engagiert sich die 35-Jährige in der Flüchtlingsarbeit, hilft unter anderem im Flüchtlingscafé und beim Kinderschutzbund. „Eigentlich habe ich ohnehin schon viele Menschen beraten“, sagt Gjoka, da sei die Bewerbung als Integrationsbeauftragte nur naheliegend gewesen.

Die Integrationsbeauftragten in der Königstraße 36a sind zu den folgenden Sprechzeiten zu erreichen:

Riza Yurt (Türkisch): montags 8 bis 11 Uhr

Jumana Husseini (Arabisch, Englisch): donnerstags 10 bis 12 Uhr

Mirela Gjoka (Albanisch, Italiensich): mittwochs 15.30 bis 17.30 Uhr

 

Autor/Autorin: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn

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