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Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






11.11.2017 

19. November: Gedenkstunde für den Frieden

Nach dem Beinahe-Ausfall der Gedenkstunde für den Frieden 2016 sollte die Veranstaltung am Volkstrauertag auf neue Beine gestellt werden. Eine zu diesem Zweck gebildete Arbeitsgruppe hat nach Veränderungsmöglichkeiten gesucht. Doch die größte Veränderung ist kaum sichtbar: Erstmals wurde die Gedenkstunde gemeinsam von Vertretern der evangelischen, jüdischen, muslimischen und katholischen Gemeinden organisiert.
Der Gedenkstein für die verstorbenen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen, an dem die Veranstaltung beginnt.

Der Gedenkstein für die verstorbenen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen, an dem die Veranstaltung beginnt.
Foto: Herr Hitzler, Friedhofsverwaltung

Gemeinsam in Frieden leben – dieser Wunsch ist wohl so aktuell, wie seit langem nicht mehr. Wie auch in den Vorjahren lädt die Stadt Elmshorn gemeinsam mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Sonntag, 19. November, zu einer Gedenkstunde für den Frieden ein. Beinahe wäre diese Veranstaltung im Jahr 2016 ausgefallen, da Helfer und Besucher fehlten.

Seitdem wurde an einem neuen Konzept für die Veranstaltung gearbeitet. Bemerkenswert: „Die Arbeitsgruppe zur Vorbereitung bestand aus Vertretern der jüdischen, der muslimischen sowie der evangelischen und katholischen Gemeinden Elmshorns“, erläutert Claudia Baumann vom Amt für Kultur und Weiterbildung der Stadt Elmshorn. „Die Zusammenarbeit über die Religionen hinweg hat gut funktioniert“, resümiert sie. Festgestellt wurde jedoch auch, dass die Veranstaltung an sich bereits „gut geplant“ sei. Eine wesentliche Änderung ist die Verlegung des Ortes der Veranstaltung: Statt in einer Kirche soll die Veranstaltung nun direkt auf dem Friedhof an der Friedensallee beginnen. Treffpunkt ist der Gedenkstein für die verstorbenen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen.

Im Anschluss wird die Gedenkstunde in der Friedhofskapelle fortgesetzt, wo Pastor Willfrid Knees für die evangelische Kirche und Damian Zylla für die katholische Kirche Gebete sprechen werden. Bürgervorsteher Karl Holbach wird der Toten gedenken. Die musikalische Begleitung übernehmen Isolde Kittel-Zerer, Katharina Lawrenz und Matthias Wichmann. Unter anderem wird das für die Veranstaltung komponierte Stück „…auf den Weg zum Frieden“ uraufgeführt.

Der Weg zum Gedenkstein ist ausgeschildert. Beginn der Veranstaltung ist um 14 Uhr. Beendet wird die Veranstaltung mit einem Gedenken bei den Ehrenmalen für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges. Kränze werden dort bereitliegen. „Wir hoffen auf eine höhere Teilnehmerzahl als in den Vorjahren“, sagt Baumann. Auch im Anschluss an die Veranstaltung werde die Arbeitsgemeinschaft in Kontakt bleiben, denn weitere Veränderungen seien nicht ausgeschlossen, so Baumann.  

 

Autor/Autorin: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn