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Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






14.08.2017 

Markthalle: Erste Untersuchungen zur Sanierung beginnen

Die Markthalle auf dem Buttermarkt ist ein Wahrzeichen Elmshorns. Mit dem Stadtumbau West soll sie möglichst auch außerhalb von Markttagen mit Leben gefüllt werden. Zunächst aber muss ihr baulicher Zustand überprüft werden – die ersten Untersuchungen beginnen ab dem 15. August.

Und noch in diesem Jahr sollen die Elmshorner sich mit ihren Ideen einbringen.

In welchem Zustand ist die Markthalle? Diese Frage soll im Rahmen einer Modernisierungs- und Instandsetzungsuntersuchung jetzt geklärt werden. Sachverständige werden das Gebäude dafür auf Herz und Nieren testen. Hierfür werden punktuell ansonsten verborgene Gebäudeteile freigelegt und auf ihre Substanz hin überprüft – auch im Innern des Hauses, wo beispielsweise die Trägerbalken untersucht werden müssen. „Wir gehen der Gebäudesubstanz auf den Grund“, sagt Frau Henze, Architektin im Gebäudemanagement.

Ab dem 15. August wird zudem der Boden im Außenbereich sowie im Keller der Halle mit drei Bohrungen/Sondierungen untersucht. Das Areal gilt als Altlastenverdachtsfläche – ob sich der Verdacht bewahrheitet, muss zunächst geprüft werden. Denn im Zuge der Modernisierung könnte auch der Außenbereich neu gestaltet werden. „Denkbar ist etwa, dass der Außenbereich auch außerhalb der Marktzeiten genutzt wird“, sagt Jule Bade vom Gebäudemanagement der Stadt Elmshorn. Die bei den Bohrungen entstehenden Löcher werden umgehend wieder verschlossen, sodass auf dem Buttermarkt nur kurzzeitig mit Behinderungen wegen der Arbeiten zu rechnen ist.

Im September folgen weitere Untersuchungen. An zwei Stellen soll das Fundament freigelegt werden. „Wir gehen davon aus, dass die Markthalle auf Eichenpfählen gegründet ist“, erläutert Henze. Unbekannt sei jedoch der Zustand der Gründung. Mit den 1,5 bis 2 Meter tiefen Aushebungen soll der überprüft werden. Diese Arbeiten werden längere Zeit in Anspruch nehmen; der Bereich wird mit einem Bauzaun abgesperrt werden müssen.

Die Experten – Holzgutachter, Statiker, Vermesser und ein Architekturbüro – werden in ihrem Gutachten auch berücksichtigen, welche Nutzung angesichts des Gebäudezustands realistisch umsetzbar wäre – und zu welchem Preis. Für das Gutachten sind zunächst 60.000 Euro veranschlagt.

Bei der künftigen Nutzung haben sowohl die Elmshorner als auch die Marktbeschicker natürlich ein Wort mitzureden: „Wir planen eine Beteiligungswerkstatt“, sagt Bade. So sollen noch in diesem Jahr die Bürger ihre Ideen für die Entwicklung des historischen Gebäudes einbringen. Realistische Ideen sollen im Gutachten der Experten bereits auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft werden. Mögliche Termine stehen derzeit noch nicht fest.

Nur eines ist sicher: Die Suche nach einer lebendigen Zukunft für die Elmshorner Markthalle hat begonnen – und wird mit Nachdruck vorangetrieben.

 

Autor/Autorin: Herr Planer, Stadt Elmshorn