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Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






02.11.2017 

Wedenkamp: Elmshorns erster Radfahrstreifen wurde markiert

Fahrradfahrer kommen künftig besser – und sicherer – in Richtung Buttermarkt voran: Auf dem Wedenkamp wurde zwischen der Kreuzung an der Hafenspange und dem Buttermarkt der erste Radfahrstreifen in Elmshorn markiert. Dieser zeichnet sich durch eine größere Breite und Benutzungspflicht aus.
Der neue Radfahrstreifen auf dem Wedenkamp soll besonders komfortables Radfahren in Richtung Buttermarkt ermöglichen: Es gibt keine Bordsteinabsenkungen und ausreichend Platz.

Der neue Radfahrstreifen auf dem Wedenkamp soll besonders komfortables Radfahren in Richtung Buttermarkt ermöglichen: Es gibt keine Bordsteinabsenkungen und ausreichend Platz.
Foto: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn

Bisher mussten Elmshorner Radfahrer jahrelang mit einem Kompromiss leben: Der nur wenige Meter lange Radweg am Wedenkamp führte auf die Straße und direkt in den motorisierten Straßenverkehr. Ideal war das nicht – daher wurde der Radweg auf Seite des City Centers in beide Richtungen freigegeben. Eine konfliktträchtige Situation, die vergangene Woche mit der Markierung des ersten Elmshorner Radfahrstreifen gelöst werden konnte. Radfahrer können nun auf ihrer eigenen „Spur“ auf der Straße in Richtung Vormstegen bis zur Ampel am Buttermarkt fahren. Dank einer Verschwenkung zu Beginn des Streifens sind Konflikte mit Autofahrern nahezu ausgeschlossen.

Da Radfahrer auf Schutz- und Radfahrstreifen stets im Blick des motorisierten Verkehrs bleiben, sind sie sicherer unterwegs. Zudem ist das Fahren auf diesen Streifen komfortabler, da es keine abgesenkten Bordsteine und weniger Konflikte mit Fußgängern und motorisierten Fahrzeugen gibt. Damit ist der neue Radfahrstreifen ein Beitrag zur Verbesserung des Radverkehrs in Elmshorn.

Mit ihm wird jedoch auch ein weiteres Ziel verfolgt: Mittelfristig soll dieses Teilstück des Wedenkamps von weniger motorisiertem Verkehr befahren werden, die Aufenthaltsqualität so gesteigert werden. Bereits mit Eröffnung der Hafenspange sank das Verkehrsaufkommen um fast 60 Prozent. Das hatten Zählungen ergeben. Damit ist die Straße längst keine hochfrequentierte Verbindung mehr. Im Gegenteil: Sie galt seitdem mit ihren insgesamt drei Spuren als überdimensioniert. „Mit dem drastischen Rückgang konnten wir eine Spur in Richtung Vormstegen wegfallen und als Radfahrstreifen markieren lassen“, erläutert Petra Langefeld, die Leiterin des städtischen Flächenmanagements.

Radfahrstreifen: Wie ein Schutzstreifen sind sie auf der Fahrbahn markiert. Doch es gibt erhebliche Unterschiede. Radfahrstreifen, wie am Wedenkamp, sind benutzungspflichtig. Dafür sind sie breiter als Schutzstreifen, dürfen von motorisierten Fahrzeugen nicht zum Halten genutzt und auch nicht überfahren werden. Am Wedenkamp gibt es zwei Ausnahmen: Die Busse des Linienverkehrs werden auch weiterhin ihre Haltestelle anfahren können. Und wer die Parkplätze am Hafen nutzen möchte, darf den Radfahrstreifen zum Abbiegen überqueren. Eine eigene Abbiegespur gibt es dafür jedoch nicht mehr.

Für Autofahrer gibt es mit der neuen Markierung zudem eine Verbesserung: Wer in Richtung Vormstegen unterwegs ist und links in die Straße Achter de Kö abbiegen möchte, darf dies von nun an auch ganz offiziell. „Im Prinzip erlauben wir das, was für viele Autofahrer ohnehin schon lange gängige Praxis war“, sagt Langefeld. Zuvor war dies wegen des hohen Verkehrsaufkommens eigentlich untersagt gewesen.

Aufgrund großer Schäden hatte der Wedenkamp zuvor eine dünne kostengünstige Asphaltschicht in Kaltbauweise erhalten. Eine Komplettsanierung kam nicht in Betracht, da der Wedenkamp im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen liegt und damit längerfristig umgebaut werden soll. Kosten sind durch die Markierung des Radfahrstreifens so gut wie keine entstanden, da der Wedenkamp durch die neue Asphaltdecke ohnehin mit neuen Markierungen versehen werden musste.

 

Autor/Autorin: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn