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Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






02.06.2017 

Wedenkamp: Großzügiger Radfahrstreifen wird markiert

Mit neuen Markierungen soll am Wedenkamp ein komfortabler Radfahrstreifen entstehen. Für Fahrradfahrer bedeutet er eine bessere und sicherere Verbindung in Richtung Buttermarkt. Auch für Autofahrer wird es eine lang ersehnte Änderung geben.
Wird künftig auf einen Radfahrstreifen führen: Der Radweg am Wedenkamp.

Wird künftig auf einen Radfahrstreifen führen: Der Radweg am Wedenkamp.
Foto: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn

Mit seinen drei Spuren ist der Wedenkamp zwischen der Kreuzung an der Hafenspange und dem Buttermarkt heute vor allem eines: Überdimensioniert. Bis vor wenigen Jahren war die Straße noch eine hochfrequentierte, wichtige Verbindung in Richtung Autobahn. Doch mit der Eröffnung der Käpten-Jürs-Brücke hat sich das schnell geändert: Zählungen haben gezeigt, dass das Verkehrsaufkommen auf diesem Teilstück um knapp 60 Prozent zurückgegangen ist.

Noch in diesem Jahr soll mit geringen Mitteln eine erhebliche Verbesserung für Fahrradfahrer realisiert werden. Zwischen der Kreuzung an der Hafenspange und dem Buttermarkt wird (in Richtung Marktplatz) Elmshorns erster Radfahrstreifen entstehen. Ähnlich dem Schutzstreifen wird dieser lediglich auf der Fahrbahn markiert. Doch gibt es erhebliche Unterschiede: Radfahrstreifen dürfen von motorisierten Fahrzeugen (im Fall Wedenkamp wird es eine Ausnahme für Abbieger in Richtung Hafen und Busse geben) nicht überfahren werden und auch nicht zum Halten genutzt werden. Radfahrstreifen sind breiter – und dürfen nur dann aufgemalt werden, wenn auch größere Fahrzeuge sich problemlos begegnen können.

Für den Wedenkamp ist der breite Streifen eine Ideallösung. Er entschärft die „Rutsche“, mit der Fahrradfahrer bisher schon nach wenigen Metern auf die Straße entlassen werden, die konfliktträchtige Nutzung der bestehenden Radwege in beide Richtungen wird untersagt. Künftig werden Radler sicherer in Richtung Flamweg abbiegen oder weiter bis zur Ampel am Buttermarkt fahren können, wo sie die Straße komfortabel queren können.

Übrigens: Auch am Steindamm hätten die Schutzstreifen als Radfahrstreifen markiert werden können. Doch die Stadtverwaltung entschied sich in diesen Straßen bewusst für die nicht benutzungspflichtige Variante – andernfalls wäre aus straßenverkehrsrechtlicher Sicht die Nutzung der vorhandenen, erhöhten Radwege nämlich illegal geworden. So haben die Elmshorner Radler dort die Wahl – auch, um das sicherere Fahren auf der Straße in Ruhe zu erproben.

Für Autofahrer eine Erleichterung: Im Zuge der Markierungsarbeiten wird auch das Linksabbiegen in die Straße Achter de Kö erlaubt. Damit reagiert die Stadt Elmshorn auf die Wünsche der Autofahrer, die schon heute – trotz durchgezogener Linie – dort abbiegen. Das Verbot ist ein Relikt aus der Zeit, als der Wedenkamp noch stärker frequentiert war und ist heute angesichts des gesunkenen Verkehrsaufkommens überflüssig geworden.

Die Markierungsarbeiten stellen nur einen geringen Mehraufwand dar, da die Straßendecke saniert und im Anschluss ohnehin mit frischen Markierungen versehen werden muss. Voraussichtlich nach den Sommerferien können Fahrradfahrer in Elmshorn erstmals den Komfort eines Radfahrstreifens erproben.

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Linksabbiegen bald erlaubt: Vom Wedenkamp aus dürfen Autofahrer künftig auch nach links in "Achter de Kö" abbiegen.
Foto: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn
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Aus der Luft gesehen: Diese Änderungen sind am Wedenkamp geplant.
Grafik: Flächenmanagement

 

Autor/Autorin: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn