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Klimaschutz: Verbrauch sinkt stetig

Der Energiebericht 2013 zeigt: Die Stadt ist auf einem sehr guten Weg, die selbst gesteckten Ziele in der Emissionsvermeidung zu erreichen. Der Wärmeverbrauch ist in den 71 erfassten Gebäuden sogar stärker gesunken, als ursprünglich geplant. Das ist den zahlreichen energetischen Sanierungen und dem Neubau der Erich Kästner Gemeinschaftsschule (KGSE) zu verdanken.

„Unsere größte Sorge ist der Strom“, berichtet der Energiebeauftragte der Stadt Elmshorn, Stefan Bennke. Nicht nur steige der Strompreis deutlich, auch der Verbrauch würde stetig wachsen. „Insbesondere die Schulen werden technisch mit Beamern, Laptops und Computerräumen immer besser ausgestattet“, so Bennke, hinzu kommen technisch hochwertig ausgestattete Gebäude wie die Mensaneubauten. So würden Stromsparmaßnahmen an anderer Stelle diesen wachsenden Verbrauch allenfalls kompensieren.

Eine Einsparung von 77 Prozent – oder 6,7 Tonnen des Klimagases CO2 – brachte etwa die Umrüstung der Beleuchtungsmittel im Obergeschoss des PR Steindammwiesen von herkömmlichen Lampen auf LED. „Die Investition wird sich in sieben bis acht Jahren gerechnet haben“, schätzt Bennke. Durch die Umrüstung konnte die Helligkeit im Parkhaus sogar noch verbessert werden. Langfristig soll auch die Beleuchtung in Gebäuden auf LED umgestellt werden, doch noch sei die Investition zu hoch, sagt Bennke. Insgesamt stieg der Stromverbrauch der Stadt Elmshorn seit 2004 um 1,3 Prozent (0,0319 GWh). Damit werden jährlich 17,545 Tonnen CO2 mehr verbraucht. Verglichen mit dem Strompreis von 2004 muss die Stadt Elmshorn mittlerweile 291.000 Euro mehr im Jahr aufwenden. Jede Steigerung um nur einen Cent bedeutet eine jährliche Mehrausgabe von 30.000 Euro.

Deutlich besser schneidet die Stadt im Bereich Wärmeverbrauch ab. Hier konnte das Ziel von 20 Prozent sogar übertroffen werden. Der Verbrauch sank seit 2004 um 23,14 Prozent oder 4,033 GWh. Damit spart die Stadt 806,6 Tonnen CO2. Insbesondere der Neubau der KGSE spart nun Energiekosten. Lagen diese 2012 – im Altbau – noch bei mehr als 406.000 Euro, so konnte der Verbrauch in 2013 auf etwas mehr als 215.000 Euro gesenkt werden. „Das hat viel gebracht“, sagt Vera Hippauf, die Leiterin des Gebäudemanagements. Weitere, deutliche Einsparungen konnten durch Sanierungen erreicht werden. So investierte die Stadt in den Umbau der Kita Hedwig-Kreutzfeld-Weg, eine Fenstersanierung an der Turnhalle der Grundschule Hafenstraße und setzte die energetische Sanierung der Elsa-Brändström-Schule fort. Kleinere Maßnahmen sind neue LED-Beleuchtungskörper in der KGSE-Außenstelle Ramskamp und die Fortsetzung der Fassadensanierung der Grundschule Hainholz.

Als effektiv erwies sich die Erstellung eines Merkblattes mit Energiespartipps fürs Büro, die alle städtischen Mitarbeiter erhielten. Das Projekt Fifty-Fifty  das sich an Schulen richtet, wurde ebenfalls erfolgreich fortgesetzt. Eingesparte Energiekosten erhalten die Schulen zu 50 Prozent ausgezahlt. 2013 wurden 5972,70 Euro eingespart, wovon 2986,35 Euro an die Schulen gingen. Auf Platz 1 liegt hier die Hafenschule mit einer Einsparung von 791 Euro. „Die Hausmeister kümmern  sich bei den Projektteilnehmern sehr engagiert“, lobt Bennke. Die Außenstelle Ramskamp der KGSE schaffte es, 781 Euro einzusparen, Platz 3 belegt die Timm-Kröger-Schule mit 666 Euro. Sieben Schulen nehmen an dem Projekt teil. Weitere Teilnehmer für dieses Projekt sind willkommen.

Insgesamt liege die Stadt Elmshorn mit ihren Gebäuden im Mittelfeld, sagt Bennke. „Die KGSE war ein großer Fortschritt“, so der Energiebeauftragte. Auch in 2014 wird der Erfolgskurs mit der Sanierung des Stadttheaters und  die Weiterführung des KGSE-Neubaus fortgeführt. „Wenn wir so weitermachen, werden wir unser Klimaziel erreichen“, so Vera Hippauf. Doch insbesondere in Hinblick auf die steigenden Stromkosten gebe es in den kommenden Jahren noch viel zu tun.

Energiebericht 2013 (PDF)

 

Autor: Morten Planer 
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