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ExWoSt - Modellvorhaben „Knechtsche Hallen“

Die leerstehenden „Knechtschen Hallen“ – eine ehemalige Lederfabrik, zuletzt durch Teppich-Kibek genutzt – sollen zu einem Kulturzentrum werden.

Knechtsche Hallen_
Foto: Michael Ermel 

Das Projekt war ein Modellvorhaben im Forschungsfeld „Innovationen für Innenstädte“, das im Rahmen von ExWoSt (Experimenteller Wohnungs- und Städtebau) vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gefördert wurde. Ziel der Forschung war, die Ergebnisse des „Weißbuchs Innenstadt“ für die Nutzung von leerstehenden Kaufhäusern oder Industriebrachen beispielhaft umzusetzen. Dabei sollten Stadtzentren – z.B. durch Maßnahmen im Rahmen eines Innenstadtentwicklungskonzepts oder Innenstadt-Masterplans – attraktiver werden.
Vor diesem Hintergrund wählte das BMVBS aus 130 Bewerbungen acht Modellvorhaben aus, u.a. die „Knechtschen Hallen“ in Elmshorn. Während der dreijährigen Projektzeit bis 2014 standen für das Modellvorhaben 270.000 Euro bereit. Begleitet wurde das Projekt durch die Forschungsassistenz des Bundes. Außerdem stand Elmshorn in einem intensiven Austausch mit den anderen sieben Modellvorhaben.

Im Rahmen des ExWoSt-Programms wurde u.a. eine erste technische Untersuchung der Bausubstanz des denkmalgeschützten Gebäudes an der Schloßstraße durchgeführt, um Anhaltspunkte für den Aufwand der mit einem Umbau bzw. einer Umnutzung verbunden ist ermitteln zu können.

Darüber hinaus konnte in Bezug auf die Herrichtung einer Keimzelle zur kulturellen Zwischennutzung mit dem Freundeskreis Knechtsche Hallen Keimzelle Kranhaus e.V. ein wichtiger Partner gewonnen werden, um über den Projektzeitraum hinaus unterschiedliche Veranstaltungsformate und Aktionen auszuprobieren. Durch den ehrenamtlichen Einsatz der Vereinsmitglieder des Freundeskreises wurden wichtige Erkenntnisse für das Forschungsvorhaben erreicht. Es wurde deutlich, dass in Elmshorn ein bisher nicht erkanntes Potential für eine Kreativ- und Kulturwirtschaft sowie ein erhebliches bürgerschaftliches Engagement vorhanden ist.

Da für eine Zwischennutzung die Knechtschen Hallen als eigentliches Objekt des Forschungsvorhabens nicht zur Verfügung standen, konnte mit dem Kranhaus eine Alternative geboten werden, die im räumlichen Zusammenhang mit den Knechtschen Hallen steht. Die Stadt Elmshorn stellte dem Freundeskreis Knechtsche Hallen Keimzelle Kranhaus e. V. die Räumlichkeiten als Eigentümer der Immobilie kostenfrei zur Verfügung.

Aktuell liegt der ausführliche Endbericht „Umnutzung der „Knechtschen Hallen“ in Elmshorn – Dialogorientierte Untersuchung und Prozesssteuerung im Rahmen des ExWoSt-Programms „Innovation für Innenstädte“ vor. Der Bericht beinhaltet:

  •  Hintergrund, Aufgabenstellung und Untersuchungskonzept
  •  Rahmenbedingungen und Kenndaten für den Gebäudekomplex
  •  Erhebung und Analyse möglicher Nutzungspotenziale
  •  Struktur und Bedeutung des Kulturnetzwerks Elmshorn für die Stadt
  •  Analyse, Verortung und Identifizierung von Nachfragepotenzialen der Kultur- und Kreativwirtschaft
  •  Identifizierung von Nutzungsinteressenten für den Gebäudekomplex der „Knechtschen Hallen“
  •  Schlussfolgerungen zur Nachnutzung des Gebäudekomplexes der „Knechtschen Hallen“ vor dem Hintergrund der Analyseergebnisse
  •  Verlauf und Ergebnisse des Zwischennutzungsmanagement für die alternative Keimzelle im „Kranhaus“
  •  Prozess bzw. Maßnahmen der Bürgerbeteiligung und dessen Bedeutung für die Nachnutzung
  •  Abschätzung der Nachfragepotenziale für eine Wohn- und Gewerbenutzung des Gebäudekomplexes der „Knechtschen Hallen“
  •  Exkurs 1: Wirtschaftlichkeit von Stadt- und Bürgerhallen
  •  Vorschlag eines integrierten Nachnutzungskonzeptes für den Gebäudekomplexes der „Knechtschen Hallen“
  •  Förderprogramme zur Umsetzung des integrierten Nachnutzungskonzeptes für Gebäude III
  •  Abschätzung der Wirtschaftlichkeit von Instandsetzung und Modernisierung des Gebäudes III im Rahmen des Programms „Stadtumbau West“
  •  Exkurs 2: Erwerbswirtschaftliches Konzept für die „Kulturetage“
  •  Weitere Fördermöglichkeiten
  •  Fazit und Handlungsempfehlungen.

Der Bericht kann in der Stadtverwaltung, Amt für Stadtentwicklung, eingesehen werden.

 

Autor: Frau Frey, Stadt Elmshorn 
Kontakt
Stadt Elmshorn
Der Bürgermeister
Amt für Stadtentwicklung
Schulstraße 15-17
25335 Elmshorn
Telefon:
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Telefax:
+49 4121 231 325
E-Mail:
Ansprechpartner
Frau Steenbock
602.11
Telefon:
+49 4121 231 345
Projektstandort
Standort Knechtsche Hallen
© SWW Architekten Stadtplaner/GTL Landschaftsarchitekten