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Bau Hafenspange

Stadtumbau West

In den Städten der alten Bundesländer zeichnet sich immer deutlicher ein wirtschaftlicher und demographischer Strukturwandel ab. Dies stellt die Kommunen vor die Herausforderung, auf diese Entwicklung auch vorbeugend städtebaulich zu reagieren. Deshalb hat die Bundesregierung bereits im Jahr 2002 mit der Unterstützung der Städte beim Stadtumbau in den alten Ländern begonnen und das ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West (Experimenteller Wohnungs- und Städtebau) gestartet. Auf Grundlage dieser Erfahrungen legte die Bundesregierung im Jahr 2004 das Städtebauförderungsprogramm Stadtumbau West auf.

Das Programm Stadtumbau West unterstützt inzwischen ca. 400 Kommunen bei der Bewältigung des demographischen und wirtschaftlichen Strukturwandels. Von 2004 bis einschließlich 2011 wurden insgesamt ca. 503 Millionen Euro Bundesfinanzhilfen für Stadtumbaumaßnahmen eingesetzt. Mit den ergänzenden Mitteln von Ländern und Gemeinden (insgesamt zwei Drittel) stehen in diesem Zeitraum ca. 1,510 Milliarden Euro für die Umsetzung des Programms Stadtumbau West bereit. Für das Jahr 2012 sind ca. 71 Millionen Euro Bundesfinanzhilfen für den Stadtumbau West vorgesehen.

In Elmshorn liegen die Fördermaßnahmen des Projektes Stadtumbau West bei der baulichen Ausführung einzelner Projekte beim Flächenmanagement. Aktuell seien hier der Platz am Wasserturm und natürlich der Bau der Hafenspange genannt. Im September 2010 hat die Stadt Elmshorn einen Videobeitrag zum aktuellen Baufortschritt der Hafenspange erstellt. Anlass war das große Interesse von vielen Bürgerinnen und Bürgern an den bisherigen Bauarbeiten. Die Filmdokumentation beinhaltet interessante Einblicke und Informationen, wie zum Beispiel der Bau der Elmshorner Klappbrücke und ist hier abrufbar. Außerdem sind die Planungsarbeiten für die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes und des Quartiers Krückau-Vormstegen angelaufen.

Eine ersten Einblick in die Prozesse im Stadtumbaugebiet Krückau-Vormstegen können Sie aus der Broschüre »Stadtumbau in Elmshorn - Krückau-Vormstegen« gewinnen. 

 

Darüber hinaus wird im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt fortlaufend über die aktuellen Sachstände zur Umsetzung der Planungen berichtet. Entsprechende Informationen entnehmen Sie bitte den Sitzungsprotokollen.

Beim Klick auf die einzelnen Kreise öffnet sich eine Seite mit weiteren Informationen zu den jeweiligen Themen.

Stadtumbau West

 

 

Entwässerungskonzept

Mit dem Stadtumbau West soll sich in Elmshorns Innenstadt etliches ändern. Doch bevor das Quartier Krückau-Vormstegen im neuen Glanz erstrahlt, muss das Entwässerungssystem in dem Bereich grundlegend umgebaut werden. „Das ist eine großartige Gelegenheit“, sagt Thomas Beiersdorf, der bei der Stadtentwässerung Elmshorn als Planungsingenieur für das Projekt verantwortlich ist. Denn: Bei der Gelegenheit kann sowohl die Entwässerung als auch der Schutz vor Tidenhochwasser in Elmshorn deutlich optimiert werden. In dem Umfang eine einzigartige Chance. Bereits im März werden die ersten Bauarbeiten beginnen. 2020 soll das Projekt abgeschlossen sein.

2014 Entwässerungssystem 2 Thomas Beiersdorf Morten Planer E-Mail vom 26

Für 4,2 Millionen Euro, so die ersten Schätzungen, will Beiersdorf damit auch etliche Probleme beseitigen. So sei die Regenwasser-Entwässerung der Ansgarstraße an ihren Kapazitätsgrenzen – und trägt so ihren Teil dazu bei, dass die „Badewanne“ bei hohen Niederschlägen volllaufen kann. Abhilfe soll eine neue Kanalverbindung mit einem optimierten Gefälle durch die Straßen Osterfeld und Vormstegen zur Krückau schaffen. Die kürzere Querverbindung nimmt nicht nur eine Teil des Zuflusses zur Berliner Straße auf, sie erhöht auch die Fließgeschwindigkeit in der Ansgarstraße. Da die Straße dafür ohnehin aufgerissen werden muss, wird ein Anschluss in Richtung Schlurrehm gelegt, der später, bei Bedarf, weiter ausgebaut werden kann. Ist die Stadtentwässerung mit ihren Arbeiten fertig, wird die Ansgarstraße wie geplant komplett saniert.

Um auch dann noch Wasser in die Krückau pumpen zu können, wenn diese viel Wasser führt, plädiert Beiersdorf zudem für den Ausbau des bestehenden Pumpwerkes am Südufer. Aus gutem Grund: „Wir sparen damit eine 1,3 Kilometer lange Leitung über Kurzenmoor, die nochmal zwei Millionen Euro kosten würde“, sagt der Ingenieur. Mehr noch: Das Pumpwerk sichert die Regenwasserentwässerung des Einzugsgebietes Ansgarstraße / Vormstegen sowie Ollnsstraße und bietet zudem die Möglichkeit, die Entwässerung des Südufers und des Peter-Kölln-Betriebsgeländes zu optimieren. Genau wie das Südufer auch, liegt das Gelände auf einer Höhe mit der Krückau und läuft entsprechend leicht mit Wasser voll. Abhilfe könnte da auch ein gerade einmal 30cm hoher Wall am Straßenrand schaffen, betont Beiersdorf. Das Wasser könnte so gestoppt werden. Mit dem entsprechend aus- und umgebauten Pumpwerk ließe sich auch ein altes Ärgernis verringern: Der Hafen könnte damit bei ablaufendem Wasser mit Hilfe einer Druckrohrleitung vom Schlick freigespült werden. Diese Möglichkeit wird derzeit aber noch bei der hydraulischen Untersuchung für die Sanierung des Nordufers geprüft.  

Extrem wichtig ist die Aufrechterhaltung der Leitungsverbindung von der Abwasser-Zweckverband(AZV)-Übergabestation Pumpwerk II östlich der Unterführung Hamburger Straße über die Berliner Straße/Schauenburger Straße zum Pumpwerk Vormstegen. Hier muss das Schmutzwasser von etwa 25.000 Einwohnern bei Ausfall oder Wartung der AZV-Übergabestation Pumpwerk II umgeleitet werden. Da die Schauenburger Straße verlegt werden soll, muss im Vorwege eine neue Leitung über die Schloßstraße/Vormstegen verlegt werden. Vorteil ist, neben einer verkürzten Leitungsführung, dass ein Teilstück des neuen Kanals auch zur Sicherung des Schmutzwasserpumpwerks Westerstraße mit ca. 15.000 angeschlossenen Einwohnern genutzt werden kann.

Da der Abwasserzweckverband Pinneberg im Wesentlichen die erhöhte Kapazität dieser Leitungen benötigt, könnte sich der Verband an den anfallenden Kosten für den Kanalbau beteiligen. Erste Gespräche laufen.

Nach den aktuellen Planungen könnte der Zeitplan der Stadtentwässerung wie folgt aussehen. Wichtig ist: Der Plan hängt maßgeblich vom Zeitplan des Hochbaus ab. Kommt es beim Hochbau zu Terminänderungen, sind auch die Kanalarbeiten betroffen. Für Thomas Beiersdorf technisch kein Problem: „Die Hauptentwässerungstrasse sollte schnellst möglichst realisiert werden. Einzelne Abschnitte lassen sich verschieben, jedoch können dadurch höhere Kosten entstehen.“

  •  2014: Beginn der Arbeiten mit dem Verlegen der Regenwasserleitung an der Reichenstraße.
  •  2015: Vom Südufer über Vormstegen bis in die Schloßstraße hinein sollen Regen- und Schmutzwasserkanäle verlegt werden. Womöglich werden auch die Entwässerung der Rosenstraße, die neuen Kanäle im Osterfeld und der Umbau des Südufers realisiert.
  •  2016: Regen- und Schmutzwasserkanäle in der Schloßstraße sollen verlegt werden.
  • 2017: Das Kanalnetz im Osterfeld soll neu verlegt werden (wenn nicht 2015 schon erfolgt), die Kanäle der Schauenburger Straße umgelegt werden.
  • 2020: Der letzte Bauabschnitt sieht die Verlegung der Regenwasser-Entwässerung für den Bereich Vormstegen zwischen Schloß- und Reichenstraße vor.

 

Autor: Morten Planer 

 

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