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De-Mail: Akkreditierung und Zertifizierung von De-Mail-Diensteanbietern



Spezieller Hinweis - Stadt Elmshorn

Die ausgewählte Aufgabe liegt nicht im Zuständigkeitsbereich der Stadt Elmshorn.

Bitte wenden Sie sich an den unten genannten Ansprechpartner ( "An wen muss ich mich wenden ?").

 


Leistungsbeschreibung

Das Projekt „De-Mail“ zielt auf die Einrichtung einer sicheren Kommunikationsinfrastruktur für Bürger, Unternehmen und Verwaltung. Es wird eine Plattform bereitgestellt, die im Gegensatz zur herkömmlichen E-Mail eine sichere und nachvollziehbare Kommunikation im Internet schafft. Der Versand und Empfang von De-Mails kann nachgewiesen werden; die Identität der Kommunikationspartner ist im Gegensatz zu herkömmlichen E-Mails gesichert.

„De-Mail“ ist Bestandteil des Programms „E-Government 2.0“ des Bundes und ein Handlungsfeld, um die Verwaltung und den Standort Deutschland zu modernisieren. Das De-Mail-Gesetz ist am 3. Mai 2011 in Kraft getreten (BGBl. I S. 666).

Um die versprochene Sicherheit in der Kommunikationsinfrastruktur auch gewährleisten und sich als vertrauenswürdiger Anbieter auszeichnen zu können („Gütezeichen“), haben potentielle Anbieter von De-Mail-Diensten die Möglichkeit, sich akkreditieren lassen. Dazu sind die Anforderungen nach § 18 De-Mail-Gesetz durch die De-Mail-Provider (gemäß der zugrundeliegenden Technischen Richtlinie) zu erfüllen.

Das De-Mail-Gesetz bietet ein entsprechendes Nachweisverfahren für die Diensteanbieter an und sieht in § 17 vor, dass Unternehmen, die ihre Dienste im De-Mail-Verbund anbieten wollen, auf Antrag eine staatliche Akkreditierung erhalten können. Diese ist freiwillig, denn jeder Diensteanbieter kann die gleichen Dienste auch ohne Akkreditierung anbieten, dann jedoch nicht als zertifizierter De-Mail-Dienst.


An wen muss ich mich wenden?

An das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).


Welche Unterlagen werden ben?tigt?

Der Antrag auf Akkreditierung kann gestellt werden, wenn alle notwendigen Nachweise vorliegen. Die Voraussetzungen der Akkreditierung sind im Wesentlichen in § 18 De-Mail-Gesetz festgelegt.

Der Antragsteller muss die Erfüllung der technischen und organisatorischen Anforderungen durch vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifizierten IT-Sicherheitsdienstleistern erteilte Testate nachweisen.

Als Datenschutznachweis dient ein Zertifikat des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI). Der BfDI erteilt auf schriftlichen Antrag des Diensteanbieters ein Zertifikat, wenn die datenschutzrechtlichen Kriterien erfüllt sind; die Erfüllung der datenschutzrechtlichen Kriterien wird nachgewiesen durch ein Gutachten, welches von einer vom Bund oder einem Land anerkannten oder öffentlich bestellten oder beliehenen sachverständigen Stelle für Datenschutz erstellt wurde. Als sachverständige Stellen kommen z. B. die vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein anerkannten sachverständigen Stellen in Betracht.


Welche Geb?hren fallen an?

Es fallen Gebühren gemäß Kostenverordnung für Amtshandlungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI-Kostenverordnung-BSI-KostV) an.
Hinzu kommen noch im Bereich Datenschutz u. a. die Kosten für die sachverständigen Stellen oder auch den BfDI. Genaue Aiskunft hierzu erteilt die zuständige Stelle.


Rechtsgrundlage
  • §§ 17 ff. De-Mail-Gesetz (De-Mail-G),
  • Kostenverordnung für Amtshandlungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI-Kostenverordnung - BSI-KostV).

Antr?ge / Formulare

Die für die Akkreditierung notwendigen Testate können, solange noch keine Zertifizierung eines IT-Sicherheitsdienstleisters für De-Mail vorliegt, beim BSI beantragt werden.


Was sollte ich noch wissen?

De-Mail-Dienste sind keine Alternative zur qualifizierten elektronischen Signatur nach Signaturgesetz, die weiterhin nach bestehender Rechtslage das einzige rechtlich anerkannte Äquivalent zur eigenhändigen Unterschrift und also der Ersatz der Schriftform (§ 126a BGB) ist.

Weitere Informationen zu De-Mail finden Sie auf den Internetseiten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Informationen zum Datenschutz insgesamt finden Sie auch auf den Seiten des Unabhängiges Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD).