Hoher Besuch zum Kinderstadt-Abschluss
„Was ihr aus der Kinderstadt gemacht habt, ist wirklich beeindruckend“, lobte Erster Stadtrat Moritz die 160 jungen Bewohnerinnen und Bewohner je Woche in seiner Begrüßung. „Ihr habt hier richtig was gestaltet, ein Parlament, eine Bank, viele Unternehmen gegründet – vielleicht gestaltet ihr eines Tages auch Elmshorn mit und es wird noch viel besser, als es jetzt schon ist“, so Moritz, bevor er zusammen mit dem Oberbürgermeister von den Kinderstadt-Bürgermeister*innen Minna und Loand befragt wurde.
Tipps vom Oberbürgermeister
Die wollten zum Beispiel wissen, was so ein Oberbürgermeister und ein Stadtrat eigentlich für Aufgaben haben, was sie in ihren Funktionen verändern wollen, aus welcher Motivation heraus sie ihre Jobs machen und welche Tipps sie den Kindern mitgeben würden. Hatje: „Das Wichtigste ist, dass ihr lernt, eine Persönlichkeit zu werden. Also eine Meinung zu haben, für etwas gerade zu stehen, zu sagen, was ihr wollt und was ihr nicht wollt und dass ihr lernt, auch Respekt vor anderen Meinungen zu haben. Dass ihr akzeptiert, dass das Mädchen von nebenan oder der Kumpel von gegenüber das anders sieht und auch eine ganz andere Sichtweise hat.“
Spielerisch ins Stadtleben
Genau diese Werte haben die 7- bis 13-Jährigen in der Kinderstadt mitbekommen. Und dazu, wie eine demokratische Stadtgesellschaft aufgebaut ist, wie Wirtschaftsunternehmen, Krankenhäuser, Justiz, Polizei oder Politik funktionieren. Im Kinderparlament wurde zum Beispiel eine Lohnerhöhung beschlossen, die Kindergewerkschaft hat eine 30-minütige Pause pro Tag durchgesetzt und das Gericht hat überführte Straftäter zu gemeinnütziger Arbeit oder Geldstrafen in der Kinderstadt-Währung verurteilt.
Bis zu 20 Kooperationspartner vor Ort
Der Spaß kam bei all dem nie zu kurz. „Das Wetter war miserabel, aber das hat der guten Stimmung keinen Abbruch getan“, sagt Stadtjugendpflegerin Anja Meyer. Dafür war vor allem das bis zu 40-köpfige Betreuungsteam verantwortlich, das zudem durch bis zu 20 Kooperationspartner vor Ort verstärkt wurde. Für den Erfolg unerlässlich sind zudem die vielen Sponsoren und Unterstützer, die zum Teil auch selbst Angebote in der Kinderstadt kreiert haben: die Stadtwerke Elmshorn, Sparkasse Elmshorn, Bürgerstiftung Elmshorn, Backauf Computer, Semmelhaack Wohnungsunternehmen, DAS FUTTERHAUS, Deutsches Kinderhilfswerk, das Land Schleswig-Holstein und die EEP Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte.
Neuauflage fest eingeplant
Die Kinderstadt kommt so gut an, dass sie in jedem Fall im nächsten Jahr wieder stattfinden soll, so Meyer: „Aus der Nummer kommen wir nicht wieder raus“, sagt sie augenzwinkernd.