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Kreis verschärft Corona-Schutzmaßnahmen in Elmshorn

Ab Montag, 30. November, dürfen nur noch maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten zusammenkommen. Dabei ist es egal, ob sie sich im öffentlichen Raum oder im privaten Bereich treffen. In Elmshorn wird zudem die Maskenpflicht in der Königstraße und auf dem Alten Markt auf alle Werktage ausgeweitet. Sie gilt künftig von Montag bis Samstag zwischen 10 und 18 Uhr. Die Maskenpflicht rund um den Bahnhof bleibt von Montag bis Samstag zwischen 6 und 22 Uhr in Kraft.

Der Kreis Pinneberg hat am Donnerstag, 26. November, verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen für das ganze Kreisgebiet angekündigt. Diese gelten ab Montag, 30. November, und betreffen auch Elmshorn. In der Krückaustadt wird zudem die Maskenpflicht in der Innenstadt zeitlich erweitert: Statt nur samstags gilt sie ab dem 30. November montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr in der Königstraße und auf dem Alten Markt.

Hoher Inzidenzwert zwingt zum Handeln

Hintergrund ist der auffällig hohe Inzidenzwert von über 100. Deswegen haben das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren und der Kreis abgestimmt, dass der Kreis eine Allgemeinverfügung erlassen wird, die ab kommenden Montag gelten soll.

Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt

Zusätzlich zu den ansonsten am Mittwoch in Berlin beschlossenen Maßnahmen, die in den Ländern noch einzeln umzusetzen sind, gibt es in der Allgemeinverfügung für den Kreis Pinneberg weitere Kontaktbeschränkungen. Es dürfen nur noch maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten zusammenkommen. Dabei ist es egal, ob sie sich im öffentlichen Raum oder im privaten Bereich treffen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mit gezählt, soweit dadurch die Gesamtpersonenzahl von 10 nicht überschritten wird. Mitglieder größerer Haushalte mit mehr als 5 beziehungsweise 10 Personen dürfen sich auch in der Öffentlichkeit treffen, allerdings nicht mit weiteren Personen.

Schulen für Außenstehende geschlossen

Um Schulschließungen zu vermeiden und die Schulen noch besser zu schützen, sollen nur noch Schüler*innen, Lehrkräfte und dort Beschäftigte, Anbieter von sprach- und heilpädagogischen Leistungen, Schulbegleiter*innen sowie Mitarbeiter*innen von Mensen oder an der Schule tätigen Firmen die Schule betreten. Allen anderen ist es untersagt. Für schulische Veranstaltungen können Ausnahmen gestattet werden. Diese Regelungen gelten für alle allgemein- und berufsbildenden Schulen, Förderzentren, Ergänzungs- und Ersatzschulen. Die Schulverwaltung wird noch weitergehende schulorganisatorische Maßnahmen treffen und direkt mit dem Schulen abstimmen.

Kita: Maskenpflicht für alle Erwachsenen

In Kindertageseinrichtungen müssen alle erwachsenen Personen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das gilt auch für die pädagogischen Fachkräfte, die aber situationsabhängig vorübergehend darauf verzichten können, zum Beispiel zur gezielten Sprachförderung oder mit Blick auf das Kindeswohl beim Streitschlichten und Trösten der Kinder.

Gültigkeit bis 20. Dezember

Die Regelungen gelten ab dem 30. November und bis einschließlich zum 20. Dezember. Je nach Infektionsgeschehen, können diese Regelungen verlängert oder vorzeitig aufgebhoben werden.

Gesundheitsamt muss Prioritäten setzen

Auch bei ständiger Aufstockung des Personals im Gesundheitsamt, ist bei diesem rapiden Anstieg der gemeldeten Neuinfektionen die vollständige Nachverfolgung nicht mehr immer möglich. Das Gesundheitsamt konzentriert sich jetzt zunehmend auf den Schutz der Risikogruppen und die zügige Klärung des Infektionsgeschehens bei Hotspots in Einrichtungen.

Link zur Mitteilung und den Allgemeinverfügungen des Kreises Pinneberg

Hinweise für Getestete, Mitbewohner*innen, Kontaktpersonen und Verdachtsfälle

Aufgrund der vermehrten Infektionen in den letzten Wochen kann der Fachdienst Gesundheit des Kreises Pinneberg nicht mehr alle Infektionsketten nachvollziehbar. Insbesondere Ansteckungsquellen sind nicht mehr immer zu ermitteln. Es ist weiterhin das Ziel des Gesundheitsamtes, so schnell wie möglich Kontakt zu allen positiv Getesteten aufzunehmen. Das kann allerdings aufgrund der bloßen Menge an Fällen derzeit mehr Zeit in Anspruch nehmen. Daher gelten folgende Hinweise:

Was können Getestete selbst tun, wenn sie ein positives Testergebnis per QR-Code erhalten?

  • Testperson (10 Tage) und mit im Haushalt lebende Personen (14 Tage) gehen in häusliche Isolation
  • sich beim Gesundheitsamt melden unter der E-Mail-Adresse infektionsschutz@kreis-pinneberg.de
  • Kontaktliste erstellen (Vorname, Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
  • Enge Kontaktpersonen über erhöhtes Infektionsrisiko informieren und bitten, sich abzusondern und auf Symptome zu achten
  • Anruf vom Gesundheitsamt abwarten
  • Die schriftliche Quarantäne-Anordnung mit weiteren Informationen abwarten

Wer ist enge Kontaktperson? 

Entsprechend den Definitionen des Robert-Koch-Instituts handelt es sich um eine enge Kontaktperson bei:

  • Kontakt mit einem positiv Getesteten von mindestens 15 Minuten von Angesicht zu Angesicht, das sind auch die Personen aus dem gleichen Haushalt oder
  • Gemeinsamer Aufenthalt mit einem positiv Getesteten von länger als 30 Minuten in einem beengten Raum, ohne dass ausreichend gelüftet wurde oder
  • Kontakt mit Sekreten eines positiv Getesteten zum Beispiel durch Küssen, Anniesen, Anhusten

Was können enge Kontaktpersonen von positiv Getesteten tun?

  • Sich unmittelbar nach Kenntnis häuslich isolieren
  • Sich beim Gesundheitsamt melden unter der E-Mail-Adresse kontaktperson@kreis-pinneberg.de
  • Anruf vom Gesundheitsamt abwarten

Im Schnitt sind es etwa 20-30 Kontaktpersonen, die pro positiv getestete Person anzusprechen sind. Das Gesundheitsamt legt hier die Priorität aktuell auf die Bereiche, in denen Risikogruppen oder Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindertagesstätten betroffen sind. Ein geringes Infektionsrisiko besteht dagegen, wenn regelmäßig eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung getragen, die Mindestabstände von 1,5 Metern eingehalten und immer wieder stoßgelüftet wird.

Was ist zu tun bei auftretenden Symptomen?

  • bis zur Klärung möglichst Kontakte zu anderen Menschen meiden
  • Telefonisch beim Hausarzt melden
  • Außerhalb der Sprechzeiten in nicht aufschiebbaren Fällen beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 anrufen

Die Ärzte entscheiden im Rahmen der Diagnostik über die Notwendigkeit einer Testung. Handelt es sich eindeutig um Erkältungssymptome, muss nicht zwingend getestet werden.

Ist ein Test ohne Symptome und ohne Kontakt mit einem Infizierten möglich?

  • Beim Hausarzt anrufen und erfragen
  • Selbst bezahlen

WarnApp und Testergebnisse

Weiterhin empfiehlt das Gesundheitsamt dringend, die Corona-WarnApp zu nutzen. Sie kann die eigene und die Gesundheit der Mitmenschen schützen und hilft bei der Ermittlung der Infektionswege. Wer getestet wird erhält einen QR-Code, hinter dem das Testergebnis hinterlegt ist. Dieser Code kann mit der App eingescannt werden und ist dann mit dem Ergebnis automatisch dort hinterlegt. Es geht aber auch über eine TAN, die über eine Hotline erfragt werden kann.

Wer über die Corona-Warnapp die Nachricht erhält, dass es einen Risiko-Kontakt gab und die Anzeige in rot erscheint, sollte die weiteren Anweisungen der App befolgen und sich bei Aufforderung durch die App umgehend selbst isolieren und beim Hausarzt, dem ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 oder beim Gesundheitsamt melden. Meist wird ein Test erforderlich sein, der Arzt trifft die Entscheidung, ob eine Krankschreibung erfolgt, das Gesundheitsamt entscheidet über eine Quarantäne. Bei einem Hinweis auf einen Kontakt mit geringem Risiko bleibt die Anzeige grün. Es ist nichts weiter zu veranlassen, jedoch sollten Sie auf Symptome bei sich achten.

Autor: Kreis Pinneberg / Stadt Elmshorn 
Autor*in: Kreis Pinneberg / Stadt Elmshorn