Hilfsnavigation

Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






03.03.2018 

Besser parken: Stadt und Bürger entwickeln gemeinsam ein Parkraumkonzept für die Innenstadt

Das Parken in der Elmshorner Innenstadt: Seit Jahren ist das ein Problem. Dabei gibt es ausreichend Parkplätze. Doch das Zusammenspiel der verschiedenen Nutzergruppen mit ihren teils gegensätzlichen Ansprüchen und die deutlichen Preisunterschiede verursachen Probleme. Jetzt will die Stadt Elmshorn gemeinsam mit Anwohnern, Gewerbetreibenden und Einzelhändlern ein Konzept zur nachhaltigen Verbesserung der Lage erarbeiten.

logo
 

Es solle „klare und einheitliche Regeln“ geben, verspricht Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje – und das möglichst zügig. Seit langem steht die Parkraumsituation in der Elmshorner Innenstadt in der Kritik, stehen die Ansprüche der Pendler denen der Gewerbetreibenden, ihrer Kunden, Angestellten und Beschäftigten in der Innenstadt sowie denen der Anwohner gegenüber. Benötigen die einen Langzeitparkplätze, wollen insbesondere Kunden möglichst innenstadtnah für nur wenige Stunden parken – den teils gegensätzlichen Ansprüchen gerecht zu werden, ein schwieriges Unterfangen.

Der markierte Bereich stellt das Gebiet des Parkraumkonzeptes dar.

Der markierte Bereich stellt das Gebiet des Parkraumkonzeptes dar.
Grafik: Stadt Elmshorn

Daher will die Stadt Elmshorn bei der Erstellung eines Parkraumkonzepts die Menschen beteiligen, die regelmäßig in der Innenstadt parken. Mit mehreren Beteiligungswerkstätten sowie einer onlinegestützten Befragung werden die einzelnen Nutzergruppen über die Ergebnisse eines bereits erstellten Gutachtens informiert und ihre Wünsche und Anregungen aufgenommen. Haben im März zunächst Einzelhändler und Gewerbetreibende das Wort, werden im April die Anwohner der Innenstadt gehört. Denn auch sie sollen künftig einen Parkplatz finden können. Zuletzt werden auch die Pendler im Zuge einer Onlinebefragung beteiligt. „Wir wollen keine Lösungen vorsetzen, sondern gemeinsam erarbeiten“, sagt Jens Rümenapp vom Planungsbüro Gertz Gutsche Rümenapp, das die Konzepterstellung begleitet.

Dabei gibt es vielfältige Lösungsmöglichkeiten: Von der Einführung eines einheitlichen Gebührensystems über zeitlich begrenztes Parken bis hin zur Schaffung von Bewohnerparkplätzen und verschiedenen Parkzonen gibt es zahlreiche Ansätze. Schließlich zeigte eine Parkraumerhebung, die im Herbst 2016 erstellt wurde, vor allem eines auf: Mit 2545 Parkplätzen in der Innenstadt gibt es – zumindest theoretisch – ausreichend Parkflächen. Allerdings schwankt die Auslastung von weniger als 30 Prozent bis hin zu einer Überbelegung von mehr als 100 Prozent. Im Schnitt sind die Parkflächen in der Innenstadt im Tagesverlauf zu nur 73 Prozent ausgelastet. Das Gutachten betonte, dass aufgrund der kostenlosen wie kostenpflichtigen Parkplätze ein „Parksuchverkehr“ entstehe: Der Eindruck, es gebe nicht ausreichend Parkplätze, verstärkt sich so. Das gesamte Gutachten ist hier abrufbar.

Insgesamt investiert die Stadt Elmshorn rund 40.000 Euro in die Konzepterstellung. Ende 2018 soll es fertiggestellt und der Politik vorgestellt werden, die es vor seiner Umsetzung beschließen muss.

 

Autor/Autorin: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn