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Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






09.10.2018 

Das steckt hinter der Wartung der Käpten-Jürs-Brücke

Zwei Mal im Jahr wird die Klappbrücke am Hafen für den Verkehr gesperrt: Nur so können die Bauteile überprüft werden, die für die Sicherheit und den reibungslosen Betrieb der Brücke zuständig sind. Während der Sperrung - bis Donnerstag, 11. Oktober - werden auch vorhandene Mängel beseitigt und Optimierungen vorgenommen. Damit die Beeinträchtigungen so gering wie möglich ausfallen, werden die Arbeiten koordiniert – an 353 Tagen hieß es in diesem Jahr daher: Freie Fahrt. An dieser Stelle zeigen wir, was bei der Wartung eigentlich passiert.
Blick in den Maschinenraum, der sich unterhalb der Käpten-Jürs-Brücke befindet.

Blick in den Maschinenraum, der sich unterhalb der Käpten-Jürs-Brücke befindet.
Foto: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn

Auf der Käpten-Jürs-Brücke herrscht Hochbetrieb: Zwei Arbeiter beheben einen Gewährleistungsmangel an den Zugstangen, tauschen die Dichtungsringe der Lager aus, die Stadtentwässerung reinigt die Abläufe und Rohrleitungen, der Betriebshof sonst nicht zugängliche Bereiche unter der Brücke, eine Firma beseitigt Lackschäden. Und auch im Verborgenen, unter der Brücke, finden wichtige Arbeiten statt: Im Maschinenraum ist ein Team von Elektroingenieuren am Werk. Sie kümmern sich um die sensible Steuerung der Brücke, die auf Herz und Nieren geprüft werden will. Schließlich wird die Brücke pro Tag von bis zu 15.000 Fahrzeugen befahren und bis zu 130 Mal pro Jahr geklappt – im Schnitt jeden dritten Tag. „Die Brücke muss höchsten Sicherheitsanforderungen gerecht werden“, sagt Annika Markull, die als städtische Ingenieurin für die Brücke zuständig ist. Sollte auch nur eine Komponente der komplexen Sicherheitstechnik nicht funktionieren, klappt die Brücke nicht – „die Sicherheit geht vor“, sagt Markull. 

Zugleich soll die Brücke angesichts ihrer Auslastung auch so selten wie möglich gesperrt werden. „Die aktuelle Sperrung ist mit fünf Firmen sowie den städtischen Betrieben koordiniert worden“, erläutert Markull. So können Wartungsarbeiten und Mängelbeseitigung zeitgleich erledigt werden – angesichts der vollen Auftragsbücher der Firmen war das eine Herausforderung. Ein Großteil der Mängel wird damit beseitigt sein, einige weitere werden bei der nächsten Wartung im Frühjahr abgearbeitet. „Noch besteht die Gewährleistung für die Brücke, die in diesem Jahr ihr fünfjähriges Jubiläum feiert“, sagt Markull. Das heißt: Noch zahlt nicht die Stadt Elmshorn, sondern der Hersteller für die Behebung der gefundenen Mängel. Das gilt auch für die Behebung der bereits festgestellten Mängel im kommenden Jahr. Die Kosten der beiden Wartungen belaufen sich auf insgesamt 50.000 Euro pro Jahr.

Ab Freitag soll die Sperrung aufgehoben sein. Dann heißt es bis zur nächsten Wartung im April 2019 wieder: Freie Fahrt auf der Käpten-Jürs-Brücke.

Die städtischen Ingenieure Ingo Brüss und Annika Markull koordinieren die Wartungs- und Gewährleistungsarbeiten.

Die städtischen Ingenieure Ingo Brüss und Annika Markull koordinieren die Wartungs- und Gewährleistungsarbeiten.
Foto: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn

 

Autor/Autorin: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn