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Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






16.03.2020 

Elmshorner Rathaus ergreift Präventiv-Maßnahmen gegen den Coronavirus

Um einer weiteren Verbreitung des Coronavirus vorzubeugen und die Arbeitsfähigkeit der Stadtverwaltung in jedem Fall sicherzustellen, gelten seit Montag neue Vorgaben für die Beschäftigten. In Bereichen, die keine Vor-Ort-Präsenz erfordern, sollen sie von Zuhause aus arbeiten. Dringend benötigte Verwaltungsbereiche bleiben stets besetzt, aber persönliche Kontakte werden stark zurückgefahren.
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Layout: Frau Schon, Stadt Elmshorn / Bildquelle: © Superrider-stock.adobe.com

Für Außenstehende sind das Rathaus und die sieben Außenstellen daher bis auf weiteres geschlossen. Der Bürgervorsteher hat die Empfehlung ausgesprochen, alle Sitzungen der Ausschüsse und des Stadtverordneten-Kollegiums abzusagen. Öffentliche Veranstaltungen finden im Rathaus nicht statt.

„Wir machen das, was notwendig und angemessen ist“, sagt Bürgermeister Volker Hatje, der in enger Absprache mit dem Land und Kreis Pinneberg steht. „Wichtig ist, dass wir Ruhe bewahren und überlegt handeln.“  

Home Office für Mitarbeiter*innen

Den Beschäftigten der Stadtverwaltung wird - soweit machbar - Home Office ermöglicht. Wer nicht dringend direkt im Rathaus oder in einer der sieben Außenstellen benötigt wird, soll von Zuhause aus arbeiten.  

Ein wichtiges Ziel der Stadtverwaltung ist es, die eigene Arbeitsfähigkeit selbst im Fall einer möglichen Infektion innerhalb der Belegschaft sicherzustellen. Dafür wird ein personelles Sicherheitsnetz eingerichtet, indem mehrere örtlich getrennt arbeitende Teams gebildet werden. So wollen sich beispielsweise der Bürgermeister und die beiden Stadträte mit ihrer Präsenz abwechseln. Der Betriebshof hat eine rotierende Besetzung mit jeweils 20 Mitarbeitenden pro Woche eingeführt, die Feuerwehr ihre beiden Wachen und deren Besetzung strikt voneinander getrennt.  

Gesundheitssystem entlasten

„Die Maßnahmen sind rein präventiv“, betont Volker Hatje. Sie sollen dazu beitragen, das Risiko von Neuinfektionen mit dem Coronavirus zu minimieren. „Die Krankenhäuser sollen in die Lage versetzt werden, mindestens die schweren Fälle zu behandeln“, erklärt der Bürgermeister. Dafür sei es wichtig, eine zu schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Derzeit greift die Strategie. „Der Fachdienst Gesundheit des Kreises Pinneberg hat alles im Griff“, sagt Hatje.

Auf Empfehlung des Bürgervorstehers Andreas Hahn sollen alle Sitzungen der kommunalen Ausschüsse und des Stadtverordneten-Kollegiums bis auf weiteres abgesagt werden. In dringenden Fällen sind der Bürgermeister oder seine Stellvertreter zu Eilentscheidungen befugt. Öffentliche Veranstaltungen finden im Rathaus vorerst nicht statt.

Rathaus und Außenstellen geschlossen

Das Rathaus und seine sieben Außenstellen bleiben ebenfalls bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Termine sind nur nach vorheriger Absprache per Telefon oder E-Mail und auch nur in zwingend nötigen Ausnahmefällen möglich. Bürger*innen mit dringenden Anliegen werden gebeten, per Telefon oder E-Mail mit dem zuständigen Fachbereich Kontakt aufzunehmen.

Von der Schließung ist auch das Elmshorner Standesamt betroffen. Trauungen finden nur noch mit dem Hochzeitspaar, den Trauzeug*innen sowie maximal einem Fotografen statt. Auch für Beisetzungen auf dem Städtischen Friedhof in Kölln-Reisiek gelten verschärfte Sicherheitsregeln. Unter anderem sind die üblichen Zeremonien innerhalb der Kapelle und der Abschiedsräume aufgrund der geltenden Anordnungen derzeit nicht möglich.

Dynamische Lagebewertung

Die dynamische Lage werde laufend neu bewertet, erklärt der Bürgermeister. Dafür erfolge eine enge Absprache mit dem Kreis Pinneberg und dem Land Schleswig-Holstein. 

 

Autor/Autorin: Herr Hatje, Bürgermeister