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Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






11.06.2018 

Kunstspaziergang: Künstlerinnen in den Fokus gerückt

Das Thema des diesjährigen Frauenempfangs bleibt aktuell: „Frauen in der Kunst“ kämpfen bis heute für mehr Aufmerksamkeit. Mit einem Kunstspaziergang auf den Spuren sollten die in Elmshorn vertretenen Künstlerinnen sichtbarer gemacht werden. Mehr als 50 Interessierte beteiligten sich. Auch der nächste Spaziergang ist bereits geplant.

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Dass Frauen es in der Kunst nicht leicht hatten wurde beim Frauenempfang im Januar immer wieder deutlich. „Die einen wollen heiraten, die anderen haben auch kein Talent“ wurde da eine Aussage zitiert, die um 1900 über malende Frauen getroffen wurde. Bis heute kämpfen viele Künstlerinnen gegen Klischees, Vorurteile – und Unsichtbarkeit. So entstand die Idee, mit einem Kunstspaziergang die in Elmshorn präsenten Werke erfolgreicher Künstlerinnen hervorzuheben. „Wir wollen dazu beitragen, dass Menschen die Stadt mit anderen Augen sehen“, erklärte die städtische Gleichstellungsbeauftragte Heidi Basting.

Gemeinsam mit der Vorsitzenden des Kunstvereins, Christel Storm, organisierte sie den ersten Kunstspaziergang durch Elmshorn, bei dem ausschließlich von Frauen geschaffene Werke im Fokus standen. „Wir haben gemerkt, dass eine Stunde nicht ausreicht, um alles zu sehen“, sagt Basting – dafür gebe es allein in der Innenstadt zu viele Werke, angefangen beim von Karin Hertz geschaffenen Storchenpaar am Rathaus über Zuzana Hlinakovas „Tor“ im Skulpturenpark bis hin zu Ruth-Alice Kosnicks „Sturmflutdalben“ am Hafenplatz. „Wir konnten vieles nur anreißen und Impulse setzen“, so Basting.

Impulse setzen: Das ist mit dem Kunstspaziergang so gut gelungen, dass die Initiatorinnen auch schon den nächsten Termin auserkoren haben. Am 26. Oktober wird die Künstlerin Ruth-Alice Kosnick von 14 bis 18 Uhr eine Führung für interessierte Männer und Frauen durch die Stadt sowie ihr Atelier anbieten. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro und beinhaltet Kaffee und Kuchen. Teilnehmende, die einen „Shuttle-Service“ zum Atelier in Anspruch nehmen wollen, werden gebeten, dies bei der Anmeldung anzugeben. Die Zahl der Plätze ist begrenzt, daher sind Voranmeldungen im Büro der Gleichstellungsbeauftragten unter Telefon 04121-231 357 oder per Mail an gleichstellungsbeauftragte@elmshorn.de schon jetzt möglich.

 

Autor/Autorin: Herr M.Planer, Stadt Elmshorn