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Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






13.01.2018 

Neujahrsempfang im Stargard-Haus: Bürgervorsteher bedankt sich für Ehrenamt

Diese Veranstaltung steht fest im Terminkalender ehemaliger Stargarder: Zum Neujahrsempfang des Heimatkreises kamen auch in diesem Jahr Menschen aus Lübeck, Berlin, Schwerin und Elmshorn im Stargard-Haus am Mittelweg zusammen. Bürgervorsteher Karl Holbach überbrachte bei der Gelegenheit auch den Dank der Stadt: Seit 30 Jahren kümmert sich Ingrid Luczkowski ehrenamtlich um die Ausstellungen des Heimatkreisausschusses.
Bürgervorsteher Karl Holbach überreichte einen Blumenstrauß an Ingrid Luczkowski

Bürgervorsteher Karl Holbach überreichte einen Blumenstrauß an Ingrid Luczkowski
Foto: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn

„Ingrid Luczkowski ist es zu verdanken, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Stargarder Museum und dem Heimathaus so gut funktioniert“, lobt Elmshorns Städtepartnerschaftsbeauftragter Peter Jepsen die langjährige Arbeit Luczkowskis im Heimatkreisausschuss und dessen Ausstellung im Heimathaus.

Der Heimatkreisausschuss: Seine Mitglieder sind jene Menschen, die nach Kriegsende 1945 als Deutsche aus Polen vertrieben wurden, die ihre Heimat verloren. Für sie hat Elmshorn bereits 1953 eine Patenschaft übernommen. Weltweit war die Krückaustadt damit zur Anlaufstelle geworden für Menschen, die Angehörige und einstige Freunde suchten.

Ehrenamtlich kümmerten sich zudem auch die Mitglieder des Heimatkreisausschusses, die in einem Adressenverzeichnis die neue Heimat ehemaliger Stargarder verzeichneten und Menschen so halfen, abgebrochene Kontakte wieder aufzunehmen. 1953 eröffnete der Heimatkreisausschuss zudem eine Sammlung historischer Objekte in der Markthalle. 1978 folgte der Umzug in die „Heimatstube“ genannten Räumlichkeiten im Torhaus. Seit 2003 ist diese Ausstellung in einem historischen Bauernhaus am Mittelweg untergebracht, wo Elmshorner Stadtgeschichte auf historische Objekte aus Stargard trifft.

Seit 30 Jahren kümmert sich die heute 79-jährige Ingrid Luczkowski ehrenamtlich um die Ausstellung. „Wir möchten ihr für diesen langjährigen und unermüdlichen Einsatz den Dank der Stadt Elmshorn aussprechen“, sagte Bürgervorsteher Karl Holbach auf dem Neujahrsempfang. Denn Luczkowski führt nicht nur jeden 2. Sonntag im Monat Besucher durch das Haus. Sie erläutert auch Schulklassen die bewegte Vergangenheit der Stargarder. Und auch das Stargarder Museum hat längst den Austausch mit dem Heimathaus in Elmshorn aufgenommen, um die hier ausgestellten Exponate zu erfassen.

Seit 1993 verbindet Elmshorn und Stargard eine enge Städtepartnerschaft, in der insbesondere der kulturelle Austausch im Vordergrund steht. Seit 2016 verbindet auch eine Schulpartnerschaft zwischen der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule und dem Gimnazjum 4 die Städte. Aus der Patenschaft für ehemalige Stargarder entstand eine lebendige Partnerschaft, sowohl zwischen den Bürgern der Städte wie auch auf offizieller Ebene.

Interessierte Besucher können das Haus am Mittelweg jeden 2. Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr besichtigen. Der Eintritt ist frei. Die Stargarder Exponate treffen in dem historischen Bauernhaus auf Einbauten und Wandvertäfelungen alter Elmshorner Bauernhäuser, die vor dem Abriss gerettet werden konnten.

 

Autor/Autorin: Herr M.Planer, Stadt Elmshorn