Hilfsnavigation

Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






18.05.2020 

Probstendamm: Bauarbeiten unter „rollendem Rad“ liegen voll im Zeitplan

Bauen in Zeiten von Corona: Das bringt ganz besondere Herausforderungen mit sich. Dennoch liegen der Ausbau des Probstendamms sowie der Bau des Parkplatzes am Südufer voll im Zeitplan. Anfang Juni sollen die ersten Parkplätze freigegeben, der Probstendamm noch im Sommer fertiggestellt werden.
Mit dem fortschreitenden Ausbau des Probstendamms wird schon jetzt deutlich: Direkt gegenüber des Torhauses kann die Fahrbahn künftig nicht mehr gequert werden - aus verkehrsrechtlichen Gründen.

Der Probstendamm wird ausgebaut.
Foto: Herr Planer, Stadt Elmshorn

Manchmal seien kreative Zwischenlösungen gefragt, berichtet der städtische Bauingenieur Uwe Forsthoff. Er zeichnet für den provisorischen Ausbau des Probstendamms verantwortlich – und möchte den fließenden Verkehr durch die Baumaßnahme so wenig wie möglich beeinträchtigen. „Arbeiten unter rollendem Rad“, bezeichnet Forsthoff das Vorhaben. Tatsächlich läuft die Baustelle, abgesehen von kleineren Umwegen, die Fußgänger und Radfahrer in Kauf nehmen müssen, bislang ohne größere Beeinträchtigungen. Die ersten Abschnitte sind bereits fertiggestellt. Etwa der neue Gehweg an der Einmündung zum Südufer oder die neue Einfahrt zum Buttermarkt, die dann in Betrieb genommen werden soll, wenn der Rückbau der Schauenburgerstraße beginnt. Auch die Verkehrsinsel am Südufer wurde bereits entfernt, der Geh- und Radweg am Probstendamm und die Fahrbahn selbst sind auf einem guten Weg.

Angehobene Fahrbahn dient der Entwässerung

Trotz des guten Fortschritts seien zwei dauerhafte Lösungen derzeit wohl noch nicht ganz nachzuvollziehen, sagt Forsthoff. Noch fließt der Verkehr nicht, daher sei noch nicht offensichtlich, dass der Fußweg zwischen Torhaus und Buttermarkt aus Sicherheitsgründen wegfallen wird. „Fußgänger müssten an dieser Stelle durch die an der Ampel wartenden Fahrzeuge hindurchgehen“, sagt der Ingenieur – sicherer sei die Querung daher an der nur wenige Meter entfernten Ampel am Wedenkamp. Dass die Fahrbahn deutlich höher liegt hat einen simplen Grund: So soll die Entwässerung sichergestellt werden. Weil der Bordstein daher stellenweise höher ist, als gewöhnlich, wurde entlang des Radwegs eine dauerhafte Absperrung errichtet. „Wir wollen verhindern, dass Menschen die Fahrbahn hier queren und aufgrund des unerwartet hohen Bordsteins stolpern oder schlimmstenfalls stürzen“, so Forsthoff.

Hygienekonzept greift

Die Corona-Situation hat zwar einige Veränderungen auf der Baustelle mit sich gebracht, den Bauablauf aber nicht signifikant behindert. „Die Baufirma tut alles, was möglich ist, um die Arbeit fortzusetzen. Das machen die so gut, dass der Zeitplan nicht in Verzug geraten ist“, lobt Baustadtrat Lars Bredemeier. Ein strenges Hygienekonzept sei dabei selbstverständlich. Auch die Baubesprechungen liefen nun anders, sagt Forsthoff: „Wir stehen im großen Mindestabstands-Kreis auf der Baustelle und schreien uns – notgedrungen ­– an, damit auch alle alles verstehen.“

Ampelanlage wird ausgetauscht

Noch etwas Kopfzerbrechen bereitet der Ausbau des östlichen Probstendamms – auch dieser mit geringstmöglichen Einschränkungen – und der Ersatz für die Ampelanlage an der Kreuzung Wedenkamp / Südufer / Probstendamm. Da eine Baustellenampel aufgrund der hohen Kosten keine Option ist, soll die neue Ampel ihren Vorgänger nahtlos ablösen. Im engen Innenstadtbereich eine Herausforderung. Doch Forsthoff ist optimistisch, dass noch im Sommer auch die letzte Herausforderung gelöst und das Bauvorhaben abgeschlossen werden kann.

Der provisorische Parkplatz am Haus der Technik (links im Bild) nähert sich seiner Vollendung.

Der provisorische Parkplatz am Südufer
Foto: Herr Planer, Stadt Elmshorn

Nahezu fertiggestellt ist der provisorische Parkplatz am Südufer. Nach Abschluss einiger Restarbeiten an Elektrik und angrenzenden Flächen wird die Anlage mit ihren 60 Parkplätzen und Fahrradstellplätzen freigegeben. Zumindest teilweise, denn: „Wir benötigen einen Teil der Fläche für den Bau des Hauses der Technik und des Probstendamms“, sagt Forsthoff. Darüber hinaus wird die Fläche auch den Marktbeschickern während des Buttermarkt-Umbaus zur Verfügung stehen. Die passende Elektro- und Wasserverteilung wurde direkt mit verlegt. Insgesamt ist Forsthoff mit dem Vorhaben zufrieden: „Wir schließen es innerhalb des Kosten- und Zeitrahmens ab“. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für den anstehenden Umbau des Buttermarktes geschaffen.

Weiter Zwangspause auf Vormstegen

Weiterhin stillgelegt ist die Baustelle auf Vormstegen. „Die Fläche gilt als Kampfmittelverdachtsfläche. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation  hat der Kampfmittelräumdienst die Arbeiten bis auf weiteres untersagt“, erläutert Bredemeier, „sobald es zulässig ist werden wir wieder mit Hochdruck an der Fertigstellung arbeiten“.

 

Autor/Autorin: Herr Planer, Stadt Elmshorn