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Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






20.12.2017 

Rathaus-Wettbewerb: Das sind die Sieger-Entwürfe

Jetzt ist es offiziell: Mit diesen Entwürfen haben drei Architekturbüros die ersten Plätze im Wettbewerb um das neue Elmshorner Rathaus gewonnen. Erst mit den Verhandlungen im Frühjahr 2018 wird endgültig feststehen, aus welchem Vorentwurf das neue Elmshorner Rathaus entstehen wird. Diese Entscheidung ist unter anderem von notwendigen Detailanpassungen abhängig, betont Vera Hippauf, Leiterin des Gebäudemanagements.
Modell: Winking Froh Architekten GmbH

Foto: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn
Erster Platz: Mit einem einladenden Eingang, rotem Klinker, der sich in das Umfeld einfügt, einer gut strukturierten Fassade und einem durchdachten Grundriss konnte das Hamburger Büro Winking Froh Architekten GmbH die Jury überzeugen: Der Entwurf belegte den ersten Platz. Die Jury – bestehend aus Fachleuten sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung – lobte den „auf Kolonnaden aufsitzenden Kollegiumssaal, der auch im Grundriss den räumlichen Höhepunkt der Halle bildet“. Die Gliederung des Gebäudes sei sowohl auf Seite des Buttermarktes, wie auch auf Vormstegen gelungen. Die Fassaden seien „wohltuend fein und zurückhaltend strukturiert“, heißt es weiter im Urteil der Fachleute. Die vorgesehene Eingangshalle als großer Kommunikationsraum für Mitarbeiter und Besucher biete eine gute Orientierung. Zusammenfassend urteilte die Jury: „Ein Entwurf, der auf allen Ebenen Antworten liefert, die in Maß und Gestalt den Ort und die Bedeutung eines Rathauses am Buttermarkt für die Bürger Elmshorns überzeugt […].“

Positiv hervorgehoben hat die Stadt auch die gute Verbindung der Flügel mit dem restlichen geplanten Baublock.

Winking Froh Architekten GmbH ist ein mehrfach ausgezeichnetes Architekturbüro. Erst im Oktober erhielt es vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg die Auszeichnung „Bauwerk des Jahres“ für die Zitadellenbrücke in Harburg; 2014 wurde der Umbau des „Hotel Kaffeebörse“ mit ebendiesem Preis ausgezeichnet. 2016 wurde der Architekt Bernhard Winking mit dem Fritz-Schumacher-Preis ausgezeichnet, der alle drei Jahre vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg vergeben wird. Im Jahr 2012 wurden drei Projekte des Büros vom Bund Deutscher Architekten Hamburg gewürdigt.

Zweiter Platz: Zweitplatziert ist der Entwurf der ebenfalls in Hamburg ansässigen PFP Planungs GmbH. Hell geklinkert, orientiert sich das Gebäude eindeutig zum Buttermarkt und schafft eine „schöne Eingangssituation“, urteilte die Fachjury. Denn: Der Haupteingang und der Zugang zum Trauzimmer befinden sich auf einem zurückgesetzten Eingangshof, der „zum Treffen und Verweilen einlädt“ sowie „ein schönes Ambiente für Hochzeiten“ bietet. Von diesem Hof aus sei das „großzügige Forum im Eingangsbereich“ und damit alle Abteilungen gut zu erreichen; eine offene Treppe führe intuitiv in das 1. Obergeschoss und in den großen Saal, der mit seinem großen Fenster die Jury beeindruckte – und auch bei der Stadt Elmshorn positiv bewertet wurde: „Das offene Fenster macht Demokratie transparent“, befand das Gebäudemanagement. Gelobt wurde von der Fachjury auch die Flexibilität der Büroräume.

Auch die PFP Planungs GmbH wurde für ihre Projekte mehrfach ausgezeichnet. 2014 erhielt sie vom Bund Deutscher Architekten die „Auszeichnung guter Bauten“ für die Sanierung des Großen Hauses, des Zuschauerraumes und des Foyers des Düsseldorfer Schauspielhauses. 2010 wurde die PFP Planungs GmbH vom Bund Deutscher Architekten Hamburg für den Elbcampus Harburg – Kompetenzzentrum der Handwerkskammer mit dem 1. Platz ausgezeichnet. 2008 gewann auch dieses Büro das „Bauwerk des Jahres“ des Architekten- und Ingenieurvereins Hamburg für den Wohnungsbau auf dem Bavariagelände.

Dritter Platz: Der dritte Platz wurde an PPP Architekten + Stadtplaner Lübeck vergeben. Die Fachjury hob die Bürostruktur hervor: Um ein offenes Atrium herum organisiert, an dem auch Teeküchen und informelle Sitzzonen vorgesehen sind, befinden sich im Haupttrakt Einzelbüros.

Aus Sicht des städtischen Gebäudemanagements sei die „rote Klinkerfassade passend für das Umfeld“, die offenen und gut belichteten Flure sowie der klar erkennbare Eingang positiv hervorzuheben. Auch die gute Zugänglichkeit des im Obergeschoss liegenden Saales wurde gelobt.

PPP Architekten + Stadtplaner ist in der Region nicht unbekannt: Das Büro plante das Kirchenzentrum in Klein-Offenseth Sparrieshoop und den Werkstattneubau der Beruflichen Schule Elmshorn. Gleich vier Auszeichnungen erhielt das Büro im Jahr 2015 vom Bund Deutscher Architekten: Ein Erweiterungsbau an der Hans-Christian-Andersen Schule in Kiel wurde zu einem der Preisträger des Wettbewerbs ernannt, der Sparrieshooper Kirchenbau erhielt, gemeinsam mit einer Erweiterung der Gemeinschaftsschule Handewitt, eine Auszeichnung 2. Ranges. Das Verwaltungsgebäude Brunsbüttel des Ports Elbehafen erhielt eine Anerkennung.

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Erster Platz: Winking Froh Architekten GmbH
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Modell: Winking Froh Architekten GmbH
Foto: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn
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Zweiter Platz: PFP Planungs GmbH

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Modell: PFP Planungs GmbH
Foto: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn
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Dritter Platz: PPP Architekten + Stadtplaner
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Modell: PPP Architekten + Stadtplaner Lübeck
Foto: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn


Die drei erstplatzierten Entwürfe des Rathaus-Wettbewerbs sind noch bis zum 4. Januar während der Öffnungszeiten des Elmshorner Rathauses im Kollegiumssaal zu sehen.

Bürgermeister Volker Hatje freut sich über das Wettbewerbsergebnis: „Die drei Sieger haben markante, stadtbildprägende Rathäuser entworfen, die sich trotz ihrer individuellen Architektur in das Stadtbild einfügen. Alle drei Entwürfe schaffen es so, eine Brücke zwischen der Innenstadt, dem Buttermarkt und dem Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen zu schlagen – ein wichtiger Beitrag, um das Quartier nachhaltig zu beleben. Damit setzt die Stadt Elmshorn auch einen wichtigen Impuls für die weitere Entwicklung im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen.“

Stadtrat Dirk Moritz lobt die Siegerentwürfe: „Schon heute ist das Elmshorner Rathaus ein für alle Menschen offener Treffpunkt, und nicht nur ein Verwaltungsgebäude. Alle Siegerentwürfe haben diese bedeutende Eigenschaft des Elmshorner Rathauses berücksichtigt. Ich bin überzeugt, dass es damit gelingen wird, die schon heute vielfältigen Nutzungen auch am neuen Standort zu ermöglichen. Die hohe Qualität der Entwürfe wird sicherstellen, dass das neue Rathaus den Anforderungen jahrzehntelang gerecht werden wird.“

 

Autor/Autorin: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn

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