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Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






02.12.2019 

Stadtentwässerung Elmshorn sucht neue Auszubildende

Die Arbeit als Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice ist viel besser als ihr Ruf. Tjark Boos weiß das - er hat als Erster die Ausbildung bei der Stadtentwässerung Elmshorn absolviert. Jetzt sucht der Betrieb seine Nachfolger*innen. Bewerbungsfrist für alle Interessenten ist der 6. Dezember.

Mit der Spezialkamera, die Tjark Boos in Händen hält,  kann er die unterirdischen Leitungen auf Schäden inspizieren. Das Echtzeitbild wird  auf den Monitor im Fahrzeug übertragen.
Foto: Herr Hinz, Stadt Elmshorn 

Wenn Tjark Boos morgens um 6.30 Uhr seinen Dienst bei der Stadtentwässerung Elmshorn antritt, geht es zuerst zur Einsatzbesprechung mit den Kolleg*innen. Im Anschluss daran darf der 22-Jährige mit dem hochmodernen Spülfahrzeug auf die Straße, um das rund 300 Kilometer lange Kanalnetz der Stadt zu überprüfen und mögliche Schäden zu beseitigen. „Man darf keine Angst haben, sich schmutzig zu machen“, sagt Boos.

Dennoch sei der Job als Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice viel besser als sein Ruf. Boos muss es wissen – er hat den Beruf als erster Auszubildender der Stadtentwässerung Elmshorn drei Jahre lang von der Pike auf gelernt. Anschließend wurde er direkt übernommen. Seit Februar ist er nun fest angestellt, wird nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst bezahlt und freut sich über seine netten Kolleg*innen.

„Mir hat es vor allem Spaß gemacht, mit dem neuen Spüler zu arbeiten, aber auch die Baukontrolle und die Schlosserei waren interessant“, sagt Boos über seine Ausbildung. Zusätzlich durfte er in externen Firmen Arbeitsluft schnuppern, beispielsweise bei der Firma Rohrreinigung Wagner aus Pinneberg. Zur Berufsschule ging es wochenweise nach Gelsenkirchen.

Den Schritt ins Berufsleben bei der Stadtentwässerung bereut Tjark Boos nicht. Nach der Schule habe er die Wahl zwischen der Ausbildung und weiterführenden Schule gehabt. Die Entscheidung fiel ihm nicht schwer, auch weil er „so schon Geld verdienen konnte“, nennt er einen großen Vorteil.

Jetzt sucht das städtische Unternehmen neue Azubis, die in die Fußstapfen von Boos treten wollen. Auch sie haben gute Chancen, nach der Ausbildung übernommen zu werden, erklärt Abwassermeister Manuel Vogler. Denn mehrere verdiente Kolleg*innen wechseln in den nächsten Jahren in den Ruhestand.

Interessenten können sich noch bis zum 6. Dezember 2019 für den Ausbildungsplatz bewerben. Link zur Stellen-Ausschreibung: Ausbildung zur Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

 

Autor/Autorin: Herr Hinz, Stadt Elmshorn