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Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






07.11.2018 

Technik mit Tiefgang: Wie groß das Haus der Technik wirklich ist

Lang anhaltende Regenfälle sollen für Elmshorn bald kein Problem mehr sein: Das Haus der Technik am Südufer nähert sich seiner Fertigstellung. Bereits im kommenden Jahr soll das Pumpwerk seinen Betrieb aufnehmen und ein 140 Hektar großes Gebiet entwässern. Denn das Gebäude, das aktuell mit nur einem Geschoss sichtbar ist, überrascht unter der Erde:  Ein Einblick in Elmshorns tiefste Baustelle.
Thomas Beiersdorf (v.l.) erläutert Bürgermeister Volker Hatje und Christina Schötzow (Leiterin der Stadtentwässerung) den Regenwassersammelraum.

Thomas Beiersdorf (v.l.) erläutert Bürgermeister Volker Hatje und Christina Schötzow (Leiterin der Stadtentwässerung) den Regenwassersammelraum.
Foto: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn

Dieser Anblick beeindruckt: Wer das Haus der Technik betritt, begibt sich weit in den Elmshorner Untergrund. Sieben Meter geht es hinab, dann eröffnet sich der sogenannte Pumpensumpf. Hier sollen bereits im kommenden Jahr bis zu 240 Kubikmeter Regenwasser auflaufen und in die Krückau gepumpt werden können. Das ist immer dann nötig, wenn starke Niederschläge durch die Kanalisation fließen und der Fluss ohnehin schon einen hohen Pegelstand hat. „Mit unseren Pumpen werden wir zwei Kubikmeter Wasser pro Sekunden in den Fluss drücken können“, erläutert der städtische Ingenieur Thomas Beiersdorf, der für das Projekt verantwortlich zeichnet. Tiefliegende Flächen der Stadt sollen dann besser entwässert werden können.

Insgesamt 140 Hektar soll das Haus der Technik ab 2019 entwässern können. Das Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen sowie die Flächen entlang der Ansgar- und Ollnsstraße werden ihr Regenwasser über die Kanalisation in Richtung Haus der Technik leiten. Entsprechend groß sind die Dimensionen des Pumpensumpfes. Denn: Die großen Pumpen können nur dann funktionieren, wenn ausreichend Wasser vorhanden ist. Daher wird es zunächst gespeichert. „Ansonsten würden die Pumpen quasi einen Schluckauf bekommen“, erläutert Beiersdorf. 4,3 Millionen Euro hat das Spezialbauwerk mit wasserdichtem Beton und einer bis zu 16 Meter tiefen Gründung bereits gekostet. Weitere 913.000 Euro kostet Elektro- und Maschinentechnik. „Wir werden uns künftig stärker mit Hochwasser und einem hohen Wasserstand in der Krückau beschäftigen müssen. Daher haben wir an dieser Stelle, mit dem Haus der Technik, wirklich für die Zukunft vorgesorgt“, sagt Bürgermeister Volker Hatje.

Während das Erdgeschoss des Hauses der Technik zunächst winterfest gemacht wurde, wird bereits an den Obergeschossen geplant: Diese wird die Stadt Elmshorn mittelfristig realisieren und so Büroflächen für die Verwaltung schaffen.

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Das Haus der Technik entsteht an der Kreuzung Vormstegen / Schauenburger Straße. Bislang ist nur das Erdgeschoss zu sehen.
Foto: Herr Beiersdorf, Stadt Elmshorn
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Gewaltige Dimensionen: In desem Raum wird das Regenwasser gespeichert.
Foto: Herr Beiersdorf, Stadt Elmshorn

 

Autor/Autorin: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn