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Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






03.08.2018 

Vormstegen 15 veräußert: Stadt Elmshorn begrüßt Erhalt der historischen Bausubstanz

Das Haus Vormstegen 15, das sich bislang in städtischem Eigentum befand, hat einen neuen Besitzer. Ulf und Susanne Semmelhaack wollen das historische Gründerzeithaus nach von der Stadt Elmshorn formulierten Sanierungszielen erhalten – und ausbauen. Unter anderem ist ein Café geplant. Die Unternehmer investieren mehr als 500.000 Euro in das Gebäude.
Die Ansicht des Hauses Vormstegen 15: Links der aktuelle Zustand, rechts die aufgestockte und restaurierte Fassade.

Die Ansicht des Hauses Vormstegen 15: Links der aktuelle Zustand, rechts die aufgestockte und restaurierte Fassade.
Grafik: Birgit von Appen

Mit seiner schlichten Gründerzeitfassade hat das in den 1890er Jahren errichtete Haus Vormstegen 15 etliche Epochen Elmshorner Stadtgeschichte erlebt. Einst Schuhmacherei, dann Putzgeschäft, bis 1987 Hutladen und bis zu seinem mehrjährigen Leerstand ein Fachhandel für Angelzubehör, soll das Haus jetzt wieder mit Leben gefüllt werden. Dafür haben Ulf und Susanne Semmelhaack, die das Gebäude im Juni erwarben, bereits konkrete Pläne.

Im Erdgeschoss wird das „Café Vormstegen“ eröffnen. „Wir wollen ein ehrliches, „supernormales“ Café betreiben“, sagt Susanne Semmelhaack – „das machen wir für Elmshorn“. Dafür sollen auch die dahinterliegenden Gebäude genutzt und um einen Wintergarten erweitert werden.

Auch in den Obergeschossen wollen die neuen Eigentümer Veränderungen vornehmen: „Wir wollen das Haus um eine Etage aufstocken und die Höhe der Nachbarbebauung erreichen“, sagt Ulf Semmelhaack. So sollen im ersten und zweiten Obergeschoss zwei Wohnungen mit jeweils 70 Quadratmeter Fläche entstehen.

Die Umbaumaßnahmen finden in enger Absprache mit der Stadt Elmshorn statt, die das Haus 2014 gemeinsam mit den Kremer-Hallen erworben hatte. Bereits im Verkaufsverfahren forderte die Stadt Elmshorn von potentiellen Käufern ein Konzept für die Sanierung und künftige Nutzung des Gebäudes. „Auf diesem Wege konnten wir sicherstellen, dass das Sanierungsgebiet optimal entwickelt wird“, sagt Stadtrat Dirk Moritz. Rolf Hohnsbehn, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, ist sicher, die richtigen Eigentümer gefunden zu haben: „Mit Ulf Semmelhaack ist ein Verfechter der alten Gebäudesubstanz am Zug“, sagt Hohnsbehn, „das Haus wird ein Höhepunkt der Straße“.

„Der Stil um die Jahrhundertwende und die hohen Decken sind klasse“, sagt auch Ulf Semmelhaack, der vom Erhalt der historischen Bebauung auf Vormstegen überzeugt ist: „Das sind todschicke Gebäude – und Vormstegen 15 wird ein weiteres Schmuckstück“.  Auch die Lage im Sanierungsgebiet sei „klasse“, betont der Unternehmer.

Die ersten vorbereitenden Maßnahmen haben bereits begonnen. Unter anderem wurde das Haus vom Efeu befreit. Sowie die Baugenehmigung erteilt ist, sollen die Fassaden- und Dacharbeiten folgen – und schon im Sommer 2019 will Susanne Semmelhaack dann ihren ersten Kaffee ausschenken. „Als erste große Investition auf Vormstegen ist das ein klasse Einstieg“, sagt Moritz – „so kann es weitergehen. Die Straße mit ihrer historischen Bebauung ist ein tolles Stück Elmshorner Geschichte, deren aufregende Zukunft mit diesem Bauvorhaben beginnt“.

 

Autor/Autorin: Herr M.Planer, Stadt Elmshorn