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Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 



28.08.2018 

ADFC-Fahrradklimatest: Wie gut ist das Radfahren in Elmshorn?

Vom 01. September bis zum 30. November ruft der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) erneut zum Fahrradklimatest auf. Die onlinegestützte Umfrage liefert deutschlandweit Erkenntnisse zu den Bedingungen des Radverkehrs. 2016 belegte Elmshorn mit einer Gesamtnote von 4,0 den Rangplatz 263 von 364. Warum der Test für die Stadt Elmshorn wichtig ist, lesen Sie hier.

ADFC Fahrradklimatest 2018
Bild: ADFC 

Die Stadt Elmshorn will die Bedingungen für Radler verbessern. Das ist erklärtes Ziel. Wie gut das klappt, das lässt sich auch an den Ergebnissen des ADFC-Fahrradklimatests ablesen. „Der Test ist für uns ein gutes Instrument, um mehr über die Fahrradfreundlichkeit und die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zu erfahren“, erklärt die städtische Verkehrsplanerin Ellen Unger. Gemeinsam mit dem ADFC Ortsverband Elmshorn hofft sie auf eine möglichst große Beteiligung. „Nur dann erhalten wir ein repräsentatives Ergebnis“, so Unger.

Zuletzt hatte der ADFC seinen Test 2016 angeboten. 119 Menschen beteiligten sich und stellten Elmshorn ein mit der Gesamtnote 4,0 insgesamt zwar wenig gutes Zeugnis aus. Im Vergleich zu anderen Städten aber waren die Fahrradförderung in jüngster Zeit und die Beliebtheit des Radfahrens überdurchschnittlich gut. „Wir freuen uns, dass schon 2016 bemerkt wurde, dass wir in den Radverkehr investieren und das umweltfreundliche Verkehrsmittel fördern wollen“, so Unger.

Nicht alle im Test geäußerten Kritikpunkte können zügig behoben werden. „Der Stadt Elmshorn stehen pro Jahr nur 200.000 Euro für die Radverkehrsinfrastruktur zur Verfügung“, sagt Unger. Mit umgerechnet rund 4 Euro pro Einwohner sei die finanzielle Ausstattung im kreisweiten Vergleich zwar überdurchschnittlich gut. „Aber wir sind dennoch nicht Kopenhagen“, so Unger. Die Zahl der kostenintensiven Maßnahmen, die umgesetzt werden können, sei daher überschaubar. Dennoch konnten in den vergangenen Jahren neue Querungsinseln geschaffen werden, um ein sicheres Überqueren der Fahrbahn zu erleichtern. Der marode Radweg am Adenauerdamm konnte saniert werden. Neue Schutz- und Radfahrstreifen, etwa am Wedenkamp, wurden eingeweiht. „Wir bemühen uns angesichts des Budgets, auch mit kleinen Mitteln Veränderungen herbeizuführen und das Radfahren zu verbessern“, sagt Unger. So sind Einbahnstraßen für Radler geöffnet und Ampelschaltungen optimiert worden. Um Konflikte mit dem Kfz-Verkehr zu entschärfen, wurden außerdem Schilder angeschafft, die auf den Mindestabstand beim Überholen von Radlern hinweisen.

Mit dem Projekt Eselsbrücke, welches mit Bundesmitteln gefördert wird, und der weiteren Umsetzung des Veloroutenplans wird Elmshorn in den kommenden Jahren auch größere Investitionen in den Radverkehr realisieren können. „Wir merken, dass Radfahren in Elmshorn ein wichtiges Thema ist“, sagt Unger. Unter anderem sei das beim diesjährigen Stadtradeln erneut deutlich geworden, als 1024 Bürger und 8 Politiker insgesamt 208.974 Kilometer zurücklegten. Damit belegt Elmshorn in Schleswig-Holstein den aktuell zweiten Platz und hängte selbst größere Städte wie Neumünster und Norderstedt deutlich ab.

Wie gerne fahren Sie in Elmshorn Rad? Welche Schwachstellen gibt es? Was hat sich verbessert? Was funktioniert gut? Lassen Sie es uns wissen: Den Fahrradklimatest finden Sie hier:

Die Auswertung des Vorjahres können Sie auf der folgenden Seite einsehen:

 

Autor/Autorin: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn