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Elmshorn
Foto: Reimer Wulf 






25.02.2020 

Anhaltender Regen: Kanalsanierung im Hainholzer Damm unterbrochen

Aufgrund der Nässe kann die Sanierung des Schmutz- und Regenwasserkanals im Hainholzer Damm nicht wie geplant in dieser Woche fortgesetzt und beendet werden. Bis zu einer Wetterberuhigung und freien Kapazitäten der beauftragten Firma haben Autofahrer*innen daher wieder uneingeschränkt freie Fahrt. Rohrbrücke und Vorflut wurden bereits am vergangenen Freitag abgebaut.
Aufgrund des vielen Regenwassers ruhen die Bauarbeiten im Hainholzer Damm derzeit.

Baustellenschild
Foto: Herr Hinz, Stadt Elmshorn

Das regenreiche Wetter der vergangenen Tage sorgt für Beeinträchtigungen bei der Sanierung des großen Schmutz- und Regenwasserkanals im Hainholzer Damm. „Wir haben Probleme mit dem vielen Wasser, was durch den Regenkanal läuft“, erklärt Martin Röseke von der Stadtentwässerung. Bei Rohren mit einem kleineren Durchmesser wäre das nicht so dramatisch, aber bei dem 680 Meter langen Kanal im Hainholzer Damm handelt es sich um eine große 800er-Leitung. „Diese Wassermassen zu beherrschen ist einfach unwirtschaftlich“, stellt Röseke klar.

Neuer Zeitplan noch unklar

Am Dienstag will sich der zuständige Bauleiter die Situation vor Ort ansehen und das weitere Vorgehen mit der Disposition absprechen. Wann die Arbeiten wieder aufgenommen werden können, ist derzeit noch unklar. Das hängt neben trockenem und beständigem Wetter auch davon ab, wann die beauftragte Firma Jensen freie Mitarbeiter*innen und Maschinen zur Verfügung hat. Planmäßig sollte die am Freitag, 14. Februar, gestartete Inlinersanierung am Freitag, 28. Februar, abgeschlossen sein. Das ist nun vom Tisch.

Später erneute Sperrung im Kreuzungsbereich

Für die noch ausstehenden Restarbeiten muss die Zufahrt aus der Hamburger Straße in den Hainholzer Damm noch einmal gesperrt werden. Davon sind auch die Buslinien 6501 und 6502 betroffen. Darüber, wann die Sperrung erfolgt, informiert die Stadtentwässerung sobald der neue Zeitplan steht.

Sanierung kostet 654.000 Euro

Sie investiert laut ursprünglichem Plan 654.000 Euro in die Sanierung. Dabei werden glasfaserverstärkte und mit Kunstharz getränkte Kunststoffschläuche per Seilwinde durch die vorhandenen Schächte in das Kanalrohr eingezogen. Anschließend werden sie mittels UV-Licht ausgehärtet und dienen dann als Rohr im Rohr mit 80 Zentimetern Durchmesser.

Leitungen halten 60 Jahre

Die Vorteile des Inlinerverfahrens sind eine erheblich kürzere Bauzeit und geringere Kosten. „Wir gehen davon aus, dass wir 60 Jahre mit diesen Leitungen arbeiten können“, sagt Christina Schötzow, Leiterin der Stadtentwässerung. Dafür müsse aber erst die Wetterberuhigung eintreten.

 

Autor/Autorin: Herr Hinz, Stadt Elmshorn