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Klimaschutz in Elmshorn

Klimaschutz in Elmshorn bedeutet, Aktionen zu gestalten, Aktivitäten auszubauen, zu koordinieren und gemeinsam umzusetzen.

Schon heute sind die Auswirkungen des Klimawandels spürbar. Extremereignisse wie Hochwasser und Trockenheit können auch in Zukunft verstärkt in unserer Region auftreten. Nur mit einer Klimaschutzstrategie lassen sich schwerwiegende Folgen des globalen Klimawandels verhindern. Daher besteht dringender Handlungsbedarf für einen Klimaschutz auf allen Ebenen.

Sie sind eingeladen, sich im Folgenden zu informieren, eigene Ideen einzubringen und mitzugestalten. Nutzen Sie die Chance und helfen Sie mit, den Klimaschutz in Elmshorn voranzubringen!

Förderprogramme

Der Bund, das Land Schleswig-Holstein und die Stadt Elmshorn stellen eine Vielzahl an unterschiedlichen Fördermöglichkeiten zur Energieeinsparung für Private und Unternehmen bereit.

Sie unterstützen mit Zuschüssen, verbilligten Krediten - teilweise mit Tilgungszuschüssen - und Einspeisevergütungen für den Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen. So legen sie den Grundstein für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland.

Damit rechnen sich Investitionen in die Bausubstanz, in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien auch für private Nutzung.


Energieberatung

So viele Möglichkeiten - wo anfangen?

Als Einstieg empfehlen wir Ihnen, sich die kostenlosen Angebote unter "Was können Sie aktiv gegen den Klimawandel tun?" anzuschauen. Damit können Sie sofort starten. Die Umwelt wird es Ihnen danken.

Nutzen Sie auch das Fachwissen von Experten. Für den Einstieg haben wir Ihnen hier eine Auswahl zusammengestellt. Die Experten freuen sich auf Sie!


Energiemanagement der Stadtverwaltung

In Zeiten der Klimaerwärmung und steigender Energiepreise ist Energiemanagement wichtiger denn je. Die öffentliche Hand versteht es dabei als ihre Aufgabe, als Vorbild voranzugehen.

Weitere Informationen rund um Klimaschutz

Hier erhalten Sie einen Einblick zu weiteren aktuellen und interessanten Themenbereichen des Klimaschutzes.

Fahrradverkehr

In Elmshorn stellen die Fahrradfahrer einen bedeutenden Anteil am Verkehrsaufkommen. Damit der klimafreundliche Radverkehr künftig noch weiter an Attraktivität gewinnt, setzt die Stadt Elmshorn auf eine zukunftsorientierte Verkehrsplanung, die moderne Erkenntnisse berücksichtigt. Schutzstreifen, Fahrradstraßen und moderne Querungshilfen sind damit längst Bestandteil des Elmshorner Radwegenetzes und werden kontinuierlich erweitert.

Wie wichtig das Fahrradfahren in Elmshorn ist, zeigt sich alljährlich beim Stadtradeln: Mehrere hunderttausend Fahrrad-Kilometer gehen jedes Jahr aufs Konto der Krückaustädter.

Auch für Freizeit-Radler*innen hat Elmshorn einiges zu bieten. Drei Fernradwanderwege sowie zahlreiche Touren ins Umland machen die Krückaustadt zum idealen Start- oder Zielpunkt.

 

Das haben wir umgesetzt

Sanierung von Radwegen

Seit mehreren Jahren werden in Etappen die Radwege beidseits des Adenauerdamms erneuert. Hier fehlt noch der letzte Abschnitt von Plinkstraße bis Heidmühlenweg, dann liegt eine komfortable Linienführung in den Elmshorner Süden vor. Der noch fehlende Abschnitt von der Hinterstraße bis zur Hamburger Straße wird im Zuge der Sanierung der Hamburger Straße im dortigen Bauabschnitt realisiert. Auch die Westseite der Agnes-Karll-Allee hat bereits 2018 einen neuen Radweg erhalten.

Freigabe von Einbahnstraßen

Radfahrer*innen dürfen nicht nur die Kirchenstraße und weitere Straßen im Stadtgebiet in entgegengesetzter Richtung befahren. Nachdem die Freigabe von Vielen gefordert wurde, darf auch die Reeperbahn mittlerweile im Einbahnstraßenbereich gegenläufig mit dem Rad durchquert werden.

 

Querungsinseln Kreuzung Adenauerdamm / Plinkstraße. Im einstmals unübersichtlichen Kreuzungsbereich wurden sogenannte Querungsinseln in der Fahrbahnmitte geschaffen, um Fußgängern und Radfahrern ein sicheres Überqueren der Straße zu ermöglichen.

Schutzstreifen. Auf den Straßen Langelohe, Steindamm, Ellerndamm und Hebbelstraße (zwischen Heidmühlenweg und Hebbelplatz) wurden Schutzstreifen auf der Fahrbahn markiert. Diese bieten Radfahreren eine zeitgemäße und sichere Alternative zu den bestehenden Radwegen, da Radler stets im Blickfeld der Autofahrer bleiben.


Fahrradstraßen. Hier haben Radfahrer Priorität: Die Amandastraße, die Apenrader Straße, die Friedenstraße, die Hinterstraße, die Peter-Meyn-Straße sowie die Hainholzer Schulstraße wurden zu Fahrradstraßen erklärt. Das bedeutet: Der motorisierte Verkehr darf hier maximal mit 30 km/h unterwegs sein - und Radler dürfen nebeneinander fahren.

Übrigens: Alle diese Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit dem Veloroutenkonzept der Stadt Elmshorn, mit dem wichtige Fahrrad-Verbindungswege sukzessive optimiert werden.

Radfahrstreifen Wedenkamp. Elmshorns erster – benutzungspflichtiger – Radfahrstreifen wurde auf dem Wedenkamp markiert. Damit radelt es sich sicherer und bequemer in Richtung Buttermarkt.


Verbindung Adenauerdamm / Hinterstraße. Die Barriere zwischen den beiden Straßen ist abgebaut worden. Zusätzlich wurde die Hinterstraße jetzt als Fahrradstraße eingerichtet

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Erneuerung der Brücke im Steindammpark. Die abgerissene Brücke im Steindammpark in Richtung des Mühlendamms wurde zu Jahresbeginn 2018 ersetzt. Damit wurde die in der Veloroute Eselsbrücke entstandene Lücke wieder geschlossen.

Daran arbeiten wir

Fahrradschutzstreifen und Radfahrstreifen. Im Zuge anstehender Sanierungs- und Ausbauarbeiten wird regelmäßig geprüft, ob die Markierung von Schutz- oder Radfahrstreifen auf der Fahrbahn möglich ist. Diese bieten Radfahrern eine zeitgemäße und sichere Alternative zu den bestehenden Radwegen, da Radler stets im Blickfeld der Autofahrer bleiben.

Verbesserungen in der Radverkehrsführung. Laufend werden da, wo es sinnvoll ist, weitere Furten begradigt. In der Regel werden entsprechende Maßnahmen im Rahmen anstehender Unterhaltungs- oder Markierungsarbeiten mit umgesetzt. Das gilt auch für die Einrichtung direkter Linksabbieger und Verbesserungen in der Signalisierung für den Radverkehr.

Sanierung oder Um- und Ausbau von Radwegen. Viele Elmshorner Radwege sind sanierungsbedürftig. Ob Köllner Chaussee, Ramskamp, Koppeldamm oder Wilhelmstraße – hierfür braucht es umfangreiche finanzielle Mittel, die erst im städtischen Haushalt bereitgestellt werden müssen.

 

Auch diese Maßnahmen haben ihren Ursprung im Veloroutenkonzept der Stadt Elmshorn.

Eselsbrücke

Mit besseren Bedingungen für Fahrradfahrer sollen Pendler vom Umstieg aufs Fahrrad überzeugt werden. Mit dem Projekt „Eselsbrücke" werden zwischen dem Bahnhof und dem Gewerbegebiet „Grauer Esel" 18 Projekte für den Fahrradverkehr umgesetzt. Das Ziel: Den Radverkehrsanteil um 10 Prozent steigern. 600 Tonnen CO2 sollen so pro Jahr eingespart werden, wenn die Eselsbrücke komplett ist. Eine Übersicht des Projekts: Hier.

Radtouren

Ob nah oder fern: In und um Elmshorn lässt es sich hervorragend radeln.

Entdecken Sie Elmshorn und die nähere Umgebungen auf diesen kurzen Routen.

Außerdem führen drei Fernradwanderwege durch Elmshorn: Der Elberadweg, der Nordseeküsten-Radweg sowie der Ochsenweg.

Je nach Route müssen Sie gegebenenfalls das Pinnau- oder Krückausperrwerk überqueren. Hier erhalten Sie Informationen zu den Öffnungszeiten.

Hilfreich bei der Planung Ihrer Radtour ist der Radroutenplaner der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein.

Stadtradeln

Einmal im Jahr beteiligen sich die Elmshorner*innen an der bundesweiten Aktion "Stadtradeln". Mit bemerkenswerten Ergebnissen: Regelmäßig gehen 1000 und mehr Elmshorner*innen an den Start und legen gut Hunderttausend Kilometer zurück. Zusätzlicher Ansporn sind neben dem traditionellen Stadtduell zwischen Elmshorn und Pinneberg attraktive Preise, zu denen auch die beiden Sonderpreise für die radaktivsten Schulen gehören. Weitere Informationen...

 

Velorouten

Seit Mitte der 1990er Jahre arbeitet die Stadt Elmshorn daran, den Radverkehr noch attraktiver zu gestalten. Dafür soll das Radwegenetz durchgängig komfortabel befahrbar und sicher werden. Der Rahmen für diese Maßnahmen ist das 2010 aktualisierte Veloroutenkonzept. Weitere Informationen zu Velorouten...

Klimaschutzkonzept

Um dauerhaft den Ansprüchen des Klimaschutzes gerecht zu werden und ihre bisherigen Aktivitäten auszubauen, hat das Stadtverordneten-Kollegium in seiner Sitzung am 24. Februar 2011 ein integriertes kommunales Klimaschutzkonzept beschlossen.

Für die Erstellung eines solchen Konzeptes im Rahmen der geförderten Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit (BMU) hat die Stadt Elmshorn die B.&S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH beauftragt.

Das Klimaschutzkonzept beinhaltet eine Handlungsstrategie zur CO2-Minderung bis zum Jahr 2020 für Elmshorn, einschließlich eines Aktionsplanes für den Zeitraum 2011- 2014, die sowohl Maßnahmen zur Energieeinsparung, zur Energieeffizienz als auch zur CO2-freien Erzeugung von Energie und Wärme durch den Einsatz erneuerbarer Energien berücksichtigt und Wege zu deren Realisierung aufweist. Neben der Energie- und CO2-Bilanz sowie der Potentialbetrachtung zur CO2-Minderung werden die durchgeführten und laufenden Aktivitäten der Stadt Elmshorn dargestellt und darauf aufbauend zukünftige Klimaschutzmaßnahmen vorgeschlagen. Des Weiteren werden die Ergebnisse für die Überprüfung der mit dem Beitritt zum Klima-Bündnis eingegangenen Verpflichtungen seitens der Stadt Elmshorn genutzt.

Die B.&S.U. hat in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit der Stadt Elmshorn und zahlreichen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung sieben Handlungsfelder mit insgesamt 43 Maßnahmen abgestimmt.

Hervorzuheben sind folgende Schwerpunktmaßnahmen, die einen wesentlichen Beitrag zur Minderung der Treibhausgas-Emissionen in der Stadt leisten können:

  • Einführung eines integrierten Klimaschutzmanagements,
  • Sanierungsoffensive Elmshorn,
  • Gute-Praxis-Katalog Elmshorn für Unternehmen als Grundstein für ein lokales Netzwerk,
  • Übersicht erneuerbare Energien in Elmshorn,
  • Schaffung eines Radverkehrsnetzes einschließlich Infrastruktur.

Das Klimaschutzkonzept wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit – Förderkennzeichen 03KS0980.

Klimaschutzkonzept der Stadt Elmshorn

Zusammenfassung Klimaschutzkonzept

 

Ansprechpartner:

Stadt Elmshorn

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Projektträger: Forschungszentrum Jülich GmbH, Projektträger Jülich (Ptj) - Außenstelle Berlin




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Projektträger Jürlich Forschungszentrum Jülich

Klimaschutzziele


Im Jahr 1994 ist die Stadt Elmshorn dem europäischen Städtenetzwerk Klima-Bündnis (Alianza del Clima e. V.) beigetreten. In dem europäischen Netzwerk aus über 1.600 Städten, Gemeinden und Landkreisen verpflichten sich die Mitglieder das Weltklima zu schützen und die Treibhausgas Emissionen vor Ort zu reduzieren. Ziel des Bündnisses ist ein aktiver und wirksamer Klimaschutz auf lokaler Ebene sowie die Unterstützung der indigenen Völker und der Erhalt der Tropenwälder und ihrer biologischen Vielfalt.

Die Stadt Elmshorn verfolgt folgende Ziele im Klimaschutz:

  • Reduktion der CO2-Emissionen um 10 Prozent alle fünf Jahre (Beitrittsjahr),
  • Halbierung der Pro-Kopf-Emissionen bis spätestens 2030 (Basisjahr 1990).

Langfristig streben die Klima-Bündnis-Städte und Gemeinden eine Verminderung ihrer Treibhausgasemissionen auf ein nachhaltiges Niveau von 2,5 Tonnen CO2-Äquivalent pro Einwohner und Jahr durch Energiesparen, Energieeffizienz und durch die Nutzung erneuerbarer Energien an. Das Klima-Bündnis unterstützt zudem die Mitglieder durch die Entwicklung von Werkzeugen für Erstellung von CO2- und Energiebilanzen, durch Organisation von Klimaschutzkampagnen und die Beteiligung an Projekten.

Mehr Informationen zum Städtenetzwerk Klima-Bündnis/Alianza del Clima e.V. unter http://www.klimabuendnis.org/

 

KAREL - Klimaanpassung des Regenwassernetzes von Elmshorn und Umland

Mehr Niederschläge bei sinkender Entwässerungs-Kapazität der Krückau: Schon heute kommt es immer wieder zu kritischen Situationen und damit zur Hochwassergefahr im Einzugsgebiet des Flusses. Eine Folge des Klimawandels, die sich in Zukunft noch verschärfen wird. Diesem Problem mit einer nachhaltigen Lösung zu begegnen, das ist das erklärte Ziel des Projekts KAREL (KlimaAnpassung des Regenwassernetzes von Elmshorn und UmLand), in dem die Stadt Elmshorn mit ihren Umlandgemeinden kooperiert.

Der Fluss ist voll: So ließe sich die Lage an der Krückau zusammenfassen. Denn sowohl für die Stadt Elmshorn wie auch für die Umlandgemeinden spielt der Fluss eine zentrale Rolle, wenn es um die Entwässerung von Niederschlagswasser geht. Fast alle Niederschläge – ob Regen oder Schnee – werden in die Krückau geleitet. Doch ein abgestimmtes Konzept zur Entwässerung gibt es bislang nicht. Bei hohem Wasserstand in der Elbe kann das zu kritischen Situationen und lokalen Überflutungen führen.

Kritisch wird es besonders dann, wenn das Krückau-Sperrwerk an der Mündung in die Elbe geschlossen wird. Das ist immer dann der Fall, wenn die Elbe bereits einen hohen Wasserstand führt. Dennoch fließt weiterhin Wasser vom Oberlauf der Krückau in Richtung des Sperrwerks, wo es sich weiter aufstaut und im Elmshorner Hafen zu einem Wasserstand führt, der deutlich über dem mittleren Wasserstand liegt. Tritt dann auch noch ein Starkregenereignis im Einzugsgebiet des Flusses auf, kann dieses Wasser nicht mehr aufgenommen werden: Es staut sich innerhalb des Entwässerungssystems auf und führt zu lokalen Überflutungen in Elmshorn und dem Umland.

Dabei gibt es kaum eine Alternative zur Entwässerung in die Krückau: Das Gelände der Stadt Elmshorn liegt zu tief, die Böden sind, auch im Umland, kaum durchlässig und der Grundwasserpegel liegt relativ hoch. Treten die Auswirkungen des Klimawandels ein, kann im Ernstfall nicht mehr ausreichend entwässert werden: Elmshorn droht Hochwasser. Hier muss gehandelt werden und das geht die Stadt Elmshorn in Kooperation mit TUTECH INNOVATION GMBH und dem Institut für Wasserbau der Technischen Universität Hamburg (TUHH) an. Gemeinsam mit den Umlandgemeinden wird ein integriertes und räumlich übergreifendes Klimaanpassungskonzept für die Regenentwässerung mit technischen und strukturellen Lösungsansätzen entwickelt.

Im Wesentlichen wird eine Erhöhung der Robustheit der Regenentwässerung gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels angestrebt. Erfolgreich kann die Entwässerung aber nur dann sein, wenn die Stadt Elmshorn und die Umlandgemeinden gemeinsam an einem Strang ziehen.

Aktuelle Informationen zum Stand der Umsetzung und Hintergrundwissen erhalten Sie auf der KAREL-Projektseite unter http://karel-elmshorn-umland.de/.

Förderung:

Wertstoffsammlung