Hauptmenü

© Burkhard Voelz
Inhalt
Datum: 04.03.2020

Elmshorns Kinder und Jugendliche haben gewählt: Das sind ihre Vertreter*innen

Bei der Wahl zum 13. Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Elmshorn haben alle 18 Kandidat*innen den Einzug geschafft. In den nächsten zwei Jahren wollen sie sich für den Umweltschutz, mehr Freizeitangebote, neue Treffpunkte oder auch legale Graffiti-Flächen einsetzen. Direkt nach der Wahl hieß es aber erstmal Feiern mit Musik und Pizza im Kinder- und Jugendhaus Krückaupark. Die Wahlbeteiligung lag mit rund 35 Prozent fast fünf Prozentpunkte höher als 2017.

Dass bei 19 zu vergebenden Plätzen alle 18 Kandidat*innen für den 13. Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Elmshorn (KJB) gewählt werden würden, stand praktisch schon vor der Abstimmung fest. Aber für Stadtjugendpflegerin Anja Jansen war die Abstimmung dennoch spannend. Denn „die Anzahl der Stimmen für die einzelnen Kandidat*innen lässt Rückschlüsse darauf zu, für welche Themen sich die Kinder und Jugendlichen besonders erwärmen“, sagt sie.

Umweltschutz genießt Priorität

Demnach steht vor allem der Umweltschutz ganz oben auf der Prioritätenliste der 3085 Wahlberechtigten im Alter von 12 bis 17 Jahren. Den wollen sowohl Viola Sinidolli als auch Elias Beyer fördern, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten. Aber auch mehr Sportplätze und Sportgeräte wünschen sich die Kinder und Jugendlichen. Dafür will sich die Drittplatzierte Silva Rezko ebenso stark machen, wie für mehr Freizeitmöglichkeiten für Kinder mit Behinderung.

Konstituierende Sitzung am 5. März

Weitere Wahlkampfversprechen lauten, Informationsmöglichkeiten für Jugendliche zu schaffen, Fahrradwege und Abstellanlagen zu verbessern, legale Graffiti-Flächen einzurichten, Partys zu veranstalten, Sportvereine zu fördern oder Busverbindungen zu verbessern. Los geht die Arbeit am Donnerstag, 5. März, mit der konstituierenden Sitzung in der Weißen Villa. Sie beginnt um 16 Uhr und Bürgervorsteher Andreas Hahn hat sich dafür angekündigt.

Stadtrat lobt Gestaltungswillen

„Ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit dem neuen KJB“, sagt auch Elmshorns Erster Stadtrat Dirk Moritz. Projekte wie der Jugendcontainer, der auf Initiative des Vorgänger-Beirats am 1. April im Steindammpark eingeweiht werden soll, würden untermauern, dass Stadtverwaltung und Politik den Nachwuchs ernst nehmen. Es werde auf Augenhöhe verhandelt. Für den Stadtrat ist das selbstverständlich: „Die Kinder und Jugendlichen sind ein wichtiger Teil unserer Stadt“, unterstreicht Dirk Moritz. „Wir wollen, dass sie sich wohlfühlen und nichts liegt da näher, als die Kinder und Jugendlichen selbst einzubeziehen.“

Viele helfende Hände

Großen Einsatz haben die Kinder und Jugendlichen schon bei der Wahl selbst gezeigt, die in der Woche zwischen dem 24. und 28. Februar stattfand. „Wir hatten in den Schulen mega Unterstützung, das war echt bombe“, sagt Stadtjugendpflegerin Jansen. Zum Teil seien die Kandidat*innen selbst mit durch die Klassen gezogen, um die Werbetrommel zu rühren. An anderen Schulen hätten sich freiwillige Wahlhelfer*innen und Schülervertreter*innen für diese Aufgabe gemeldet. Lob von ihr erhalten auch die Hausmeister, Verbindungslehrkräfte, Schulleitungen und die Teams Kinder- und Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und offener Ganztag der Stadt, die sowohl bei der Kandidatenwerbung als auch bei der Durchführung der Wahl eine große Hilfe gewesen sind.

Wahlparty mit 140 Gästen

„Es hat echt Spaß gemacht, war aber auch ein großer Arbeitsaufwand“, bilanziert die Stadtjugendpflegerin. Als Abschluss fand am Freitag eine Wahlparty im Kinder- und Jugendhaus Krückaupark statt. 140 Kinder und Jugendliche kamen. „25 haben bis 17 Uhr noch bei uns in der Teestube gewählt“, so Mitarbeiterin Rebecca Tietje. Sie und die anderen Mitarbeiter*innen des Kinder- und Jugendhauses konnten vielen Jugendlichen noch einmal verdeutlichen, warum der Beirat für sie so wichtig ist. „Ich glaube schon, dass sich das ein oder andere auf die Beine stellen lässt und der KJB in der Politik etwas bewirken kann“, so Tietje.


Das wollen die 18 neuen Mitglieder jetzt untermauern. Bei ihnen handelt es sich um Amal Abu Maileg, Menekşe Guguk, Miriam Kirchner, Finja Luther, Silva Rezko, Viola Sinidolli, Elias Beyer, Katharina Heinemeyer, Marco Krumnow, Moritz Meinert, Yvonne Ribeiro Hamerich, Lars Voß, Lilli Marie Grieß, Jesse Klein, Bennet Lehmann, Jasmin Nacar, Josephine Schultz und Jaqueline Weber.

Autor*in: Herr Hinz, Stadt Elmshorn