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Datum: 12.11.2022

Mehr Vielfalt - mehr gute Ideen: Stadtverwaltung unterzeichnet Charta der Vielfalt

Die Stadtverwaltung Elmshorn ist der Charta der Vielfalt beigetreten und setzt damit intern und extern ein Zeichen der Weltoffenheit und Toleranz. „Das war für uns nur konsequent“, betont Erster Stadtrat Dirk Moritz. „Wir wollen unseren Bewerberinnen und Bewerbern und unserer Bevölkerung zeigen, dass im Rathaus alle willkommen sind.“ Mehr Vielfalt bedeute mehr gute Ideen und innovative Lösungen. 

Das spiegelt sich schon heute in der Belegschaft der Elmshorner Stadtverwaltung mit ihren rund 600 Mitarbeitenden wider. „Bei uns zählen Talent und Können – Punkt“, sagt Personalchefin Dorit Wilstermann-Fischer. Geschlecht, Hautfarbe, Glaube, Handicap oder Herkunft sind egal.

Auf einem guten Weg

Bei der Stadtverwaltung sind derzeit 53 Prozent der Beschäftigten weiblich, sieben der zwölf Ämter werden von Frauen geführt. Eine Schwerbehinderung haben etwa sieben Prozent der Beschäftigten, was nahezu dem Anteil in der Gesamtbevölkerung entspricht. 15 Prozent der Mitarbeitenden haben einen Migrationshintergrund, bei den Nachwuchskräften lag der Anteil Ende 2020 bei fast 20 Prozent, Tendenz steigend. Zwar liegt ihr Anteil damit deutlich höher als im Durchschnitt öffentlicher Verwaltungen von derzeit etwa zehn Prozent, allerdings hat in der Gesamtbevölkerung bereits jede vierte Person einen Migrationshintergrund.  

Ziel ist ein Spiegelbild der Gesellschaft

Zwölf verschiedene Sprachen werden in der Verwaltung beherrscht. „Wie wertvoll die kulturellen Kenntnisse und Mehrsprachigkeit unserer Kolleginnen und Kollegen sind, erleben wir unter anderem bei der Aufnahme von Geflüchteten und Zugewanderten“, erklärt Larissa Redecker vom Amt für Soziales. „Unser übergeordnetes Ziel ist es, ein Spiegelbild der Gesellschaft abzubilden, was zu einer bürgernahen Verwaltung beiträgt.“

Fließender Prozess

Dass dies ein laufender Prozess ist, betont Gleichstellungsbeauftragte Heidi Basting. „Durch die Unterzeichnung der Charta der Vielfalt signalisieren wir auch, dass wir bereit sind, an uns zu arbeiten“, sagt sie. Unbewusste Diskriminierung und Vorurteile sollen abgebaut werden.

Maßnahmen

„Diese Haltung spiegelt sich auch in unserer Arbeitgeber-Marke wider“, sagt Winnie Brix, zuständig für das Personalmarketing. Unter anderem wirbt die Stadt mit dem Claim „Mehr Vielfalt – mehr gute Ideen“ in Elmshorn und auf Social-Media-Kanälen. Intensive Öffentlichkeitsarbeit, Teilzeitausbildungen, Einstiegsqualifizierungen, individuelle Förderung von Deutschkenntnissen, aber auch Mehrsprachigkeit und viele weitere Maßnahmen wurden in den letzten Jahren bei der Verwaltung etabliert. Brix setzt sich gemeinsam mit einer internen Projektgruppe dafür ein, dass sich die Personalmarketingmaßnahmen verstärkt auch in Personalauswahlverfahren, -entwicklungsmaßnahmen und -führung sowie in der Organisationskultur widerspiegeln.

Vielfalt als Gewinn

„Vielfältig zusammengesetzte Teams mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, Fähigkeiten und Talenten sind nicht nur eine große Hilfe für den Alltag. Sie öffnen häufig auch Chancen für innovative Umsetzungswege und kreative Lösungen, die wir bei den vielfältigen Aufgaben der Verwaltung benötigen“, sagt Stadtrat Moritz. Und er ergänzt: „Wir sind überzeugt: Vielfalt ist ein Gewinn für uns als Arbeitgeberin.“   

Hintergrund Charta der Vielfalt

Die „Charta der Vielfalt“ ist eine Arbeitgebendeninitiative zur Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen, die 2006 ins Leben gerufen wurde. Über 4.800 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 14,9 Millionen Beschäftigten haben die Charta bereits unterzeichnet.