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Datum: 30.07.2020

Berliner Straße: Baustadtrat Bredemeier verhandelt Lösung zum Erhalt der Häuser 18 und 20

Die Botschaft war eindeutig: Ein engagierter Teil der Elmshorner Bevölkerung und zahlreiche Stadtverordnete und bürgerliche Mitglieder des Stadtumbau-Ausschusses wünschen sich einen Umbau der Berliner Straße ohne den Abriss der Häuser 18 und 20. Nun konnte Baustadtrat Lars Bredemeier sich mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) auf eine Alternativlösung einigen.

Wünsche aus Bevölkerung und Politik aufgenommen

Der Umbau der Berliner Straße hat sich zum Nadelöhr des Stadtumbaus entwickelt: Am geplanten Abriss der Häuser 18 und 20 gab es zunehmend Kritik. „Wir haben die Wünsche aus Bevölkerung und Politik klar und deutlich vernommen“, sagt Baustadtrat Lars Bredemeier. Obgleich verschiedenste Lösungen geprüft wurden, schien der Abriss lange Zeit alternativlos. „Ich habe den Vorgang zur Chefsache gemacht und darauf gedrängt, dass wir uns mit dem LBV auf eine Umgestaltung einigen, die auf breite Zustimmung trifft“, so Bredemeier.

Alternative: Verlegung der Fuß- und Radwege hinter die Häuser

Vergangene Woche präsentierte der Baustadtrat eine neue Umbauvariante, mit der die Häuser 18 und 20 gerettet werden könnten. Diese sieht vor, dass der vom Buttermarkt aus bis zur Reichenstraße in Richtung Süden verlaufende Geh- und Radweg nicht mehr direkt an der Fahrbahn der Berliner Straße, sondern hinter den Häusern entlang gebaut wird. „Damit haben wir am Engpass vor den Häusern 18 und 20 gerade noch ausreichend Platz, um die Berliner Straße so auszubauen, dass sie in beide Richtungen freigegeben werden kann“, sagt Bredemeier. Ein weiterer Vorteil dieser Variante sei, dass Fußgänger und Radfahrer eine so attraktive wie ruhige Strecke zur Verfügung gestellt bekämen, die vom fließenden Verkehr nicht beeinträchtigt werde. Geh- und Radwege, die in Richtung Norden verlaufen, verbleiben direkt an der Berliner Straße.

Zustimmung mehrerer Beteiligten erforderlich

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr hat dieser Lösung im persönlichen Gespräch mit dem Baustadtrat bereits zugestimmt. „Ich möchte mich für die angenehme und zielorientierte Zusammenarbeit bedanken. Wir haben die Chance, den Knoten endlich zu durchschlagen“, sagt Bredemeier. Bevor der Plan jedoch Realität werden kann, müssen unter anderem das für die Förderung zuständige Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration wie auch die Politik zustimmen. Außerdem muss die Stadt Elmshorn mehrere Grundstücke erwerben.

Kritik an den bisherigen Plänen wurde erstmals Mitte 2019 laut. „Wir nehmen solche kritische Rückmeldungen sehr ernst. Allerdings gestalten sich die notwendigen Abstimmungen und Prüfungen immer wieder kompliziert, da es zahlreiche Beteiligte gibt“, erläutert Bredemeier. So liege die Berliner Straße im Zuständigkeitsbereich des LBV und nicht der Stadt Elmshorn, „wir können an dieser Stelle nicht einfach so planen, wie es uns gefällt“, so Bredemeier. „Ich hoffe, dass wir mit dieser Lösung nun vorankommen“, sagt der Baustadtrat.

Erhalt des Linksabbiegers Hamburger Straße in die Ansgarstraße?

Bredemeier regt zudem an, den Erhalt des Linksabbiegers von der Hamburger Straße in die Ansgarstraße erneut zu prüfen. „Hierfür müssten Lösungen für den Geh- und Radweg gefunden werden, um die Fahrbahn im Bereich der bestehenden Unterführung, der ‚Badewanne‘, verbreitern zu können“, erläutert der Baustadtrat. „Ich habe das Planungsteam gebeten, diese Möglichkeit noch einmal im Detail zu überprüfen. Der Wegfall des Abbiegers ist unbefriedigend, aber nach aktuellem Planungsrecht notwendig.“

Autor*in: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn