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Datum: 17.05.2022

Ehrenamtliche Integrationsberater*innen und Behindertenbeauftragte bieten Hilfe an

Drei neue Mitarbeitende der Integrationsberatung und eine weitere Behindertenbeauftragte sind in ihre zweijährige Amtszeit gestartet. Im Nebengebäude des Rathauses (Königstraße 36a) bieten sie Ratsuchenden in Elmshorn ihre ehrenamtliche Unterstützung an. Je nach Anliegen geben sie zum Beispiel Hilfestellung bei Alltags- und Verständnisfragen, sprachlichen Barrieren oder beim Ausfüllen von Formularen. Bei Bedarf vermitteln sie zudem Kontakt zu professionellen Beratungsstellen und Institutionen. „Wir freuen uns sehr, so engagierte ehrenamtliche Mitarbeitende in der Beratung und Beauftragte gefunden zu haben“, sagt Erster Stadtrat Dirk Moritz. „Sie leisten einen extrem wertvollen Beitrag für ihre Mitmenschen – für die Menschen selbst, aber auch für deren gesamtes Umfeld.“

Neu aufgestelltes Team

Das komplett neu aufgestellte Team der ehrenamtlichen Integrationsberatung besteht aus Soaad Ibrahim, Ivy Nyaga und Mehmet Karakavak. Als eine der wichtigsten Anlaufstellen in Elmshorn für Zugezogene aus anderen Ländern wollen die drei möglichst schnell, unbürokratisch und niedrigschwellig helfen. Dabei können sie unter anderem auf Arabisch-, Englisch-, Suaheli- und Türkischkenntnisse zurückgreifen.

Eigener Erfahrungsschatz hilft

Und auch der eigene Erfahrungsschatz ist für sie hilfreich: „Ich kenne die Probleme“, sagt Nyaga. Sie ist als Kind in Hamburg aufgewachsen, dann ausgewandert und vor sechs Jahren wieder nach Deutschland eingereist. „Hätte ich die Sprache nicht schon gekonnt, wäre ich extrem überfordert gewesen“, sagt sie. „Die ganze Bürokratie zu verstehen und das eigene Anliegen richtig benennen zu können, ist nicht einfach.“ Fragen zu Kita, Schule, Bildung oder Kultur – wichtig ist es, die Anliegen der Menschen nachhaltig und auf dem kürzest möglichen Dienstweg zu lösen, so Mehmet Karakavak. Er kann dank seines langjährigen Engagements im Elmshorner Sport auch in seinem neuen Ehrenamt auf viele nützliche Netzwerke zurückgreifen.

Möglichkeiten der Unterstützung aufzeigen

Als ehrenamtliche Behindertenbeauftragte ist künftig neben Ursula Kleinert, die sich bereits seit 2019 ehrenamtlich für die Stadt engagiert, auch Stefanie Voigt tätig. Sie sagt: „Ich habe ein Ehrenamt gesucht und gefunden.“ Durch die Tätigkeit in der Gesundheitsbranche, kommt sie mit vielen Menschen und Diagnosen in Berührung. Sie weiß: „Im Krankenhaus und in der Reha ist die Hilfe da – aber was passiert, wenn man wieder Zuhause ist? Da fehlt der Klingelknopf, um jemanden zu rufen.“ Daher möchte sie Betroffene und ihre Angehörigen unter anderem darüber aufklären, welche Möglichkeiten der Hilfe es gibt und welche ihnen zustehen. „Ich möchte Lösungswege aufzeigen“, so Voigt.

Ansprechpersonen für Menschen und Organisationen

Zusammen mit Ursula Kleinert ist sie für Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen, aber auch für Elmshorner Organisationen, die sich für Menschen mit Behinderung engagieren, ansprechbar. Die Beauftragten helfen bei Fragen zu Schwerbehindertenausweisen, Blindengeld, Parkausweisen und weiteren Themen. Außerdem vertreten die beiden die Interessen der Menschen mit Behinderung gegenüber der Verwaltung und Politik.

Kontakt und Sprechzeiten

Ehrenamtliche Integrationsberatung

„Alte Pizzeria“, Königstraße 36a

  • Frau Ibrahim (Deutsch, Arabisch, Englisch): Donnerstag 9 bis 12 Uhr
  • Frau Nyaga (Deutsch, Suaheli, Englisch): Mittwoch 8 bis 10 Uhr
  • Herr Karakavak (Deutsch, Türkisch, Englisch): Montag 15.30 bis 17.30 Uhr


Ehrenamtliche Behindertenbeauftragte

„Alte Pizzeria“, Königstraße 36a

  • Frau Kleinert: Donnerstag 15 bis 17 Uhr
  • Frau Voigt: Samstag 8.30 bis 10.30 Uhr

Die jeweiligen Sprechstundenzeiten und Kontaktmöglichkeiten finden Interessierte auch auf der Internetseite www.elmshorn.de/beauftragte.

Hintergrund

Die drei ehrenamtlichen Mitarbeitenden in der Integrationsberatung und eine weitere ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Stadt Elmshorn wurden durch den Bürgermeister auf Beschluss des Ausschusses für Gleichstellung und Soziales vom 9. März 2022 bestellt. Ihre Amtszeit beträgt zwei Jahre.