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Datum: 19.05.2022

Kinderstadt Elmshorn feiert Premiere

Elmshorns erste Kinderstadt feiert in der Sommerferienwoche vom 11. bis 15. Juli 2022 ihre Premiere. Sie wird auf dem Pausenhof der Bismarckschule aufgebaut und bietet Platz für 160 Kinder zwischen 7 und 13 Jahren aus Elmshorn und ihren Nachbargemeinden. In der Mini-Stadt werde es jede Menge Freizeitangebote für die Kinder, ein eigenes Parlament mit Bürgermeister*innen, eigene Gesetze, eigenes „Geld“, eigene „Jobs“ und viel Freiraum zur Mitbestimmung und Verwirklichung von Ideen geben, erklärt Stadtjugendpflegerin Anja Jansen.

Ermöglicht wird das betreute Ferienangebot durch Sponsoren wie die Semmelhaack Wohnungsbaugesellschaft mbH, Sparkasse Elmshorn, Backauf Computer GmbH, Das Futterhaus und die Bürgerstiftung Elmshorn.

Erwachsene sind tabu

„Die Kinderstadt ist eine Stadt von Kindern für Kinder“, betont Jansen. Sie besteht vor allem aus großen Zelten, in denen Erwachsene bis auf wenige Ausnahmen tabu sind. „Die Kinder sollen sich ausprobieren, etwas Eigenes machen, frei in ihren Entscheidungen sein und feststellen, dass sie einen Unterschied ausmachen können“, betont Jansen. „Dieses selbstbestimmte Handeln gab es für sie in der Corona-Zeit nicht, ist aber sehr wichtig für das Selbstwertgefühl“, ergänzt sie.

Spielerisch in die Arbeitswelt

In der Kinderstadt können die jungen Bürger*innen selbst Unternehmen gründen oder zum Beispiel als Angestellte bei der Miniausgabe der Sparkasse, der Semmelhaack-Grundstücksvermarktung oder in der Süßigkeitenfabrik arbeiten. Mit dem so verdienten Spielgeld – das extra von der Bundesbank geordert wurde – können sie dann Freizeitangebote wie ein Kino oder Bistro besuchen, an Sport- und Yoga-Kursen teilnehmen oder sich auf dem Markt Waren kaufen, die in der Kinderstadt hergestellt wurden.

Mini-Stadtverordnetenkollegium

Nebenbei lernen die Kinder spielerisch demokratische Prinzipien. Jeden Tag wählen sie einen Bürgermeister und eine Bürgermeisterin und entsenden ihre Interessenvertretungen ins Mini-Stadtverordnetenkollegium. Dort können die Regeln und „Gesetze“ für die Stadt beschlossen, Steuern festgelegt, eine Polizei eingeführt werden oder was auch immer den jungen Stadtverordneten in den Sinn kommt. „Ob sie einen Elterngarten brauchen, zum Beispiel, in dem sie ihre Eltern abgeben können“, so Jansen.

Demokratischer Ansatz

Dabei müssen die Kinder aber auch die Folgen ihrer Entscheidungen im Blick haben: Funktioniert die neue Regelung? Wie finden die anderen Kinder das? „Dieser Demokratiegedanke gefällt mir ganz besonders“, sagt Erster Stadtrat Dirk Moritz. „Die Kinder lernen, wie eine Entscheidung entsteht, dass dafür Mehrheiten nötig sind, sie in der Debatte frei sagen können, was sie denken, wie ein Gemeinwesen funktioniert – ein wahnsinnig tolles Projekt“, so Moritz.

Vorbild für die "Großen"?

Bürgermeister Volker Hatje, der auch die Bürgerstiftung vertritt, sieht in der Kinderstadt ein Abbild des wahren Lebens. Er ist vor allem gespannt auf die Lösungen, die die Kinder für die einzelnen Themen finden werden. „Wir Erwachsenen sind ja manchmal schon festgefahren in unserem Denken“, sagt Hatje. „Da können wir uns vielleicht noch etwas abgucken.“

Viele Unterstützer und Sponsoren

Das hofft auch Annina Semmelhaack von der Semmelhaack Wohnungsbaugesellschaft mbH: „Mich würde schon interessieren, was am Ende rauskommt“, sagt sie. Das Projekt unterstützt sie gerne finanziell und mit einer eigenen Vertretung in der Kinderstadt. Denn genau wie Stefan Backauf von der Backauf Computer GmbH hat sie durch die Corona-Beschränkungen soziale Veränderungen bei den Kindern ausgemacht. „Die Kinder brauchen jetzt Unterstützung“, sagt Backauf. Sie sollen wieder die Chance zur Entfaltung bekommen und Sozialkompetenzen entwickeln. „Dafür ist die Kinderstadt perfekt“, betont Olaf Seiler von der Sparkasse Elmshorn: „Es gibt zwar ganz viele Angebote für Kinder, aber das sind in der Regel vorgefertigte Dinge von Erwachsenen – in der Kinderstadt können und sollen die Kinder selbst agieren, das wird richtig spannend“, sagt er. Und Nadine Giese-Schulz von Das Futterhaus ergänzt: „Das macht die Kinder stark – und starke Kinder brauchen wir.“

Mit an Bord sind auch die Stadtwerke Elmshorn, die Familienbildungsstätte, der Einwandererbund, das THW, die Freiwillige Feuerwehr Elmshorn, der EMTV, das Jugendrotkreuz und der Kinder- und Jugendbeirat Elmshorn.

Öffnungszeiten der Kinderstadt

11. bis 15. Juli 2022

  • Montag: 10 bis 16 Uhr
  • Dienstag bis Donnerstag: 9 bis 16 Uhr
  • Freitag: 9 bis 15 Uhr

Teilnahmebeitrag

  • Regulär: 75 Euro für ein Kind für die gesamte Woche
  • Ermäßigt: 60 Euro für ein Kind für die gesamte Woche (gilt auch für weitere Geschwisterkinder), Familien mit einer Bildungskarte erhalten noch einmal bis zu 15 Euro Zuschuss, sodass die Kosten pro Kind für sie bei vollem Zuschuss bei 45 Euro pro Woche liegen.

Die Verpflegung mit Mittag, Snacks und Getränken ist inklusive.

Anmeldung

Die Anmeldung ist ab dem 30. Mai 2022 möglich. Infos dazu finden Interessierte rechtzeitig hier auf der Internetseite der Stadt:

Kinderstadt

Kinderstadt Elmshorn vom 11. bis 15. Juki 2022 © Grafik: Laura Glenk