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Datum: 23.02.2021

Neubau des Rathauses: Optimierte Planung vorgestellt

Trotz coronabedingter Sitzungspause: Die Planungen für den Stadtumbau schreiten weiter voran. Um die Elmshorner Politikerinnen und Politiker bestmöglich zu informieren, vereinbarte die Stadtverwaltung Elmshorn mit den Mitgliedern des Stadtumbau-Ausschusses daher eine Videokonferenz. Wichtigstes Thema: Eine optimierte Planung für den Rathaus-Neubau, die eine Beschleunigung des Baus – und eine erhebliche Kostenersparnis bedeuten soll.

"Immer konkreter werdende Planungen"

Es war eine gelungene Premiere: „Wir haben auf Wunsch der Ausschussvorsitzenden erstmals ein digitales Treffen der Mitglieder des Stadtumbau-Ausschusses organisiert“, berichtet Baustadtrat Lars Bredemeier. Zwar könne das Gremium per Videokonferenz keine Beschlüsse fassen, wohl aber über die neuesten Entwicklungen informiert werden. „Vor dem Hintergrund immer konkreter werdenden Planungen wollten wir den überarbeiteten Entwurf des Rathaus-Neubaus dringend präsentieren“, so Bredemeier.

Verzicht auf Teilunterkellerung

Der konkretisierte Entwurf des Architekturbüros Winking Froh würdigt die genauer erkundeten Bodenverhältnisse. Das Büro schlägt vor, auf eine Teilunterkellerung des Rathauses zu verzichten und benötigte Technikräume statt im Keller in einem verlängerten Ostflügel unterzubringen. „Die optimierte Planung bedeutet, dass wir weder in den belasteten Boden noch in den Grundwasserleiter vordringen“, so Bredemeier. Die Folge: Weder muss eine Spundwand zur Wasserhaltung in den Boden eingebracht werden, noch eine große Menge belasteten Bodens abtransportiert werden. „Die erforderlichen Gründungspfähle können unproblematisch errichtet werden“, so der Baustadtrat weiter.

Deutlich schneller und günstiger zum Neubau

Damit wird der Neubau deutlich schneller errichtet werden können. Außerdem rechnen die Architekten mit einem Einsparpotential von rund 4 Millionen Euro. Aktuell werden die Kosten des bisherigen Entwurfs auf rund 47 Millionen Euro geschätzt, die neue Variante würde somit bei rund 43 Millionen Euro liegen. In beiden Fällen ist bereits die Herrichtung des Geländes sowie die Innenausstattung und Möblierung des Gebäudes inkludiert. Lars Bredemeier betont: „Wir müssen mit dem Bau schnellstmöglich beginnen. Nach unseren Erfahrungen steigen die Kosten für Bauvorhaben, sowohl für Bestandssanierungen wie auch für Neubauten, um bis zu 9 Prozent pro Jahr“.

Politik muss Beschluss fassen

Nicht nur die Verwaltung sei an der Stelle gefordert, auch die Politik müsse über den konkretisierten Plan einen Beschluss fassen. „Daher wollten wir schnellstmöglich die politischen Vertreterinnen und Vertreter über die veränderte Rathausplanung informieren“, erläutert Bredemeier. Der Beschluss solle, sobald die Situation es wieder zulasse, sowohl im Stadtumbau-Ausschuss als auch im Kollegium getroffen werden.

Wichtige Videokonferenz

Auch ohne Beschlussfähigkeit sei die erste politische Videokonferenz wichtig gewesen: „Wir sind sehr zufrieden mit dem digitalen Austausch, der uns immerhin ein erstes Stimmungsbild ermöglicht hat“, sagt Bredemeier. Vereinzelt seien bei einigen Ausschussmitgliedern technische Probleme aufgetreten, die weiter ergründet und gelöst werden sollen. „Ich möchte mich bei den Politikerinnen und Politkern bedanken, dass sie auch in Zeiten der Pandemie ihre Aufgabe so verantwortungsvoll wahrnehmen und sich auch unter diesen Bedingungen mit den Entwicklungen im Stadtumbau auseinandersetzen“, sagt Bredemeier.

Autor*in: Herr M. Planer, Stadt Elmshorn