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Datum: 28.07.2020

Neues Verfahren zur Bodenerkundung: Buttermarkt und Schauenburgerstraße in der Nacht von Sonnabend, 1. August auf Sonntag, 2. August gesperrt

Die Stadt Elmshorn erprobt eine neuartige Kombination zweier Messmethoden, um den Boden unterhalb des Buttermarktes und der Schauenburgerstraße zu erkunden.

Hierfür muss der Bereich für eine Nacht voll gesperrt werden. Mit der Erkundung wird Planungssicherheit für die Umbaumaßnahmen auf den Flächen gewonnen. Funktioniert das Verfahren, kann auf aufwendige Aufgrabungen verzichtet werden.

Kombination Bodenradar und seismische Messungen

Es geht um alte Fundamente, Tanks und Überbleibsel ehemaliger Bebauungen: Unter dem heutigen Buttermarkt und der Schauenburgerstraße werden zahlreiche Hindernisse vermutet, die Umbauten behindern könnten. Aus historischen Akten lassen sich neben einem Gasometer auch zwei Tankstellen nachweisen. Um eine verlässliche Planung zu erstellen, müssen etwaige im Boden verbliebene Reste dieser Bebauung zunächst bestmöglich erkundet werden.

Auf aufwendige Aufgrabungen will die Stadt Elmshorn dabei jedoch verzichten: „Wir werden erproben, ob wir mit einer Kombination aus Bodenradar und seismischen Messungen bestimmen können, was sich im Untergrund befindet und aus welchen Schichten der Boden aufgebaut ist“, sagt Baustadtrat Lars Bredemeier. Mit Spezialinstrumenten werden die Flächen hierfür abgefahren und schrittweise kartiert.

Nur eines dieser Verfahren anzuwenden sei keine Option: „Der Buttermarkt wurde damals aufgeschüttet. Daher befinden sich zahlreiche Störkörper im Boden, die eine genaue Messung mit nur einer Methode unmöglich machen“, so Bredemeier, „daher wagen wir diesen Versuch, mit der neuartigen Kombination aus beiden Messmethoden Erkenntnisse zu gewinnen.“

Testlauf auf drei Flächen

Für den Testlauf wurden insgesamt drei Flächen auf dem Buttermarkt, dem Gelände der Deutschen Post sowie auf der Schauenburgerstraße ausgewählt. So kann das Verfahren auf Asphalt, Pflaster sowie auf Sand geprüft werden. Da die Messungen sehr sensibel sind – bereits starke Regenfälle können die Ergebnisse massiv verfälschen – müssen die Schauenburgerstraße, das Südufer und Teile des Wedenkamps sowie der Buttermarkt für den Autoverkehr gesperrt werden.

Mit Marktende am Sonnabend, 1. August wird die Parkfläche nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Messarbeiten werden dann in der Nacht auf den 2. August durchgeführt; mit ihrem Ende werden Straße und Parkplatz wieder freigegeben. „Sollte das Verfahren funktionieren, werden wir es auch bei weiteren Baumaßnahmen im Sanierungsgebiet anwenden“, sagt Bredemeier, „so sparen wir Kosten und können unsere Planungen optimieren.“