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Datum: 09.09.2020

Traumjob: Stadt sucht Nachfolger*in für Vermessungsingenieur

Arbeiten bei der Stadt Elmshorn? Für Vermessungsingenieur Mathias Gerke-Kröger ist das ein Traumjob. „Bei der Stadt ist das Aufgabenfeld schon sehr abwechslungsreich und reizvoll“, sagt er. Und der 65-Jährige muss es wissen, denn er hat schon viele Stationen im Berufsleben kennengelernt: Technisches Vermessungsbüro, Katasteramt, Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur. Nun steht er vor dem wohlverdienten Ruhestand, weswegen die Stadt derzeit einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin sucht.

Der Job eines städtischen Vermessungsingenieurs wirkt auf den ersten Blick nicht allzu spannend. Doch wer sich etwas mit der Arbeit beschäftigt, stellt schnell fest: Da hängt eine ganze Menge dran. Egal ob der Zuständigkeitsstreit um einen Baum, die Standfestigkeit der Hafenspundwand, die Sanierung der Hamburger Straße oder die Ausdehnung der Außengastronomie in der Fußgängerzone – für alles werden die Vermessungsingenieure herangezogen. Selbst die gemeinsame Leitstelle der Polizei, Feuerwehr und des Rettungsdienstes sowie der Katastrophenschutz sind auf ihre Daten angewiesen.

Teamarbeit mit Nachwuchskräften

„Das ist schon eine verantwortungsvolle Aufgabe“, sagt Jeanne Chomsé, Diplom-Ingenieurin Vermessungswesen und zuständig für das Geoinformationssystem (GIS) der Stadt Elmshorn. Sie betont: „Unsere Vermesser arbeiten hier im Team. Und wir legen viel Wert auf Ausbildung.“ Die Anleitung junger Nachwuchskräfte gehört daher ebenfalls zum Aufgabengebiet des Nachfolgers oder der Nachfolgerin von Gerke-Kröger.

Neben einem Auszubildenden zum Vermessungstechniker betrifft das die dual Studierenden im Bauingenieurwesen sowie perspektivisch einen Trainee. Dabei kooperiert die Stadt mit der Elmshorner Außenstelle des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation sowie einem Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI). Bei ihnen dürfen die Nachwuchskräfte ebenfalls reinschnuppern. „Gerade beim ÖbVI weht vielleicht noch ein bisschen anderer Wind, das ist für unsere Azubis sehr interessant“, sagt Gerke-Kröger.

Einsatzgebiet Elmshorn

Er selbst ist ausschließlich im Elmshorner Stadtgebiet im Einsatz. Die Aufträge bekommt er von den anderen technischen Ämtern und Einrichtungen der Stadt, wie dem Betriebshof, Flächenmanagement, Amt für Stadtentwicklung, Gebäudemanagement, GIS, der Stadtentwässerung und den Stadtwerken. „Es kann aber auch mal das Amt für Kultur und Weiterbildung sein, für das wir zum Beispiel ein Denkmal vermessen sollen“, sagt der 65-Jährige.

Messungen und Pläne für Großprojekte

Genau diese Bandbreite mache den Reiz seiner Arbeit aus. „Beim Katasteramt zum Beispiel besteht das Aufgabenspektrum fast ausschließlich in Grenzvermessungen von Grundstücken“, sagt Gerke-Kröger. Das sei auf Dauer etwas eintönig. Bei der Stadt hingegen legt er mit seinen Messungen und Bestandsplänen auch die Grundlagen für Großprojekte wie den Bahnhofsumbau, den Gewerbepark Bokhorst oder den Stadtumbau im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen.

Für Straßen, Kanäle, aber auch die Kontrolle von Messergebnissen extern beauftragter Kolleg*innen wird Gerke-Kröger ebenfalls hinzugezogen. Oder wenn ein Bauunternehmen versucht, mehr Schutt abzurechnen, als eigentlich angefallen ist. Dann berechnet Gerke-Kröger anhand der Größe des Haufens die Kubikmeter und damit die Menge, die wirklich angefallen ist.

"Wie Google, nur besser"

Außerdem pflegt der 65-Jährige das städtische Höhennetz, das Hunderte Messkontrollpunkte im Stadtgebiet umfasst. Das sind weit mehr als die 20 vom Land vorgegebenen Punkte für Elmshorn. Ähnlich genau und ausführlich ist das Geoinformationssystem der Stadt, für das die Vermesser Daten zuliefern. „Das ist wie Google, nur besser“, sagt Jeanne Chomsé. „Es umfasst alles, was irgendwie verortet werden kann und liefert dazu noch Sachdaten als Beschreibung, zum Beispiel zu Topografie, Bauwerken, Bäumen, Kanälen, Straßen und so weiter.“ Von diesen Daten profitieren auch andere Nutzer wie der Katastrophenschutz, die Polizei-Leitstelle, Bundesnetzagentur oder Metropolregion Hamburg.

Drohne in der Prüfung

Für ihre Arbeit können die städtischen Vermessungsingenieure natürlich auf eine stets zeitgemäße Ausstattung inklusive eigenem Fahrzeug zurückgreifen. „Wir prüfen gerade, ob auch ein Drohneneinsatz sinnvoll ist“, sagt Chomsé.

Damit der Übergang möglichst unkompliziert abläuft, will Mathias Gerke-Kröger seinen Nachfolger beziehungsweise seine Nachfolgerin gerne noch einarbeiten. Dafür hängt er bis Ende Februar freiwillig zwei Monate dran und hofft nun auf viele Bewerbungen.

Link zur Stellenausschreibung

Mehr zu den attraktiven Konditionen und gewünschten Qualifikationen erfahren Interessenten in der Stellenausschreibung unter www.arbeiten-in-elmshorn.de/jobs.