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Datum: 20.01.2023

Zentralklinikum für den Kreis Pinneberg: Elmshorn setzt auf ganzheitlichen GesundheitsCampus

Das geplante Zentralklinikum für den Kreis Pinneberg gehört nach Elmshorn. Davon sind Bürgermeister Volker Hatje und sein Team überzeugt, wie sie bei der öffentlichen Präsentation der Bewerbung am Dienstag, 17. Januar 2023, in der Erich Kästner Gemeinschaftsschule (KGSE) unterstrichen. Die Lage der Stadt genau zwischen den nächsten Klinikstandorten in Hamburg und Itzehoe, die Verkehrsanbindung, die Flächengröße und -verfügbarkeit direkt neben dem bisherigen Krankenhaus, das vorhandene Netzwerk im Gesundheitswesen, die Wohn- und Lebensqualität, die Stadtentwicklung – das alles spricht für Elmshorn. Und: „Wir haben mehr als nur ein Krankenhaus zu bieten, unsere Vision beinhaltet einen kompletten GesundheitsCampus“, erklärte Hatje vor rund 80 interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern.

Investor würde finanzieren und bauen

Es gibt sogar schon einen Investor, der diesen bis zu 16 Hektar großen zusätzlichen Campus oder Teile davon privat finanzieren und bauen würde. Denkbar wären hier neben dem bestehenden Hospiz und der Regionalleitstelle West zum Beispiel ein Reha-Zentrum, Service-Apartments, eine Kita, ein Hotel, Pflegeeinrichtungen, Ausbildungsstätten, Gastronomie-, Freizeit- und Kulturangebote oder auch weitere Gesundheitsdienstleistungen und Ansiedlungen aus dem Gesundheitsgewerbe.

Flächen stehen bereit

Das bestehende Krankenhaus würde dafür nach der Fertigstellung des neuen Zentralklinikums weichen. Für das eigentliche Zentralklinikum stehen 9,4 Hektar zwischen Hamburger Straße, Wittenberger Straße und Agnes-Karll-Allee bereit. Davon benötigt werden laut Mindestvorgabe der Regio Kliniken 5,5 Hektar. „Es handelt sich um eine riesige, aktuell landwirtschaftlich genutzte Fläche, die wir jahrzehntelang genau für diesen Fall freigehalten haben“, betont Marius Munk, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Umwelt.

„Sie ist super erschlossen und angeschlossen – und ganz, ganz wichtig bei so einem Vorhaben: Sie steht sofort zur Verfügung“, sagt er. Der Bebauungsplan wurde bereits angepasst. Rund 80 Behörden haben in diesem Verfahren ihre Stellungnahmen abgegeben und keine größeren Einwände vorgebracht.

Bestmögliche Versorgung

„Der Anspruch an das Zentralklinikum ist es, eine bestmögliche Versorgung der Bevölkerung anzubieten“, sagt Munk. „Wir denken, dass der Standort Elmshorn dafür unverzichtbar ist.“ Sollte das Zentralklinikum näher an Hamburg entstehen, wo schon heute 49,2 Prozent aller stationären Patientinnen und Patienten aus dem Kreis Pinneberg behandelt werden, würde das in der 160.000 Menschen zählenden Region Elmshorn eine große Versorgungslücke reißen, so Munk. Das hieße aus einigen Gebieten Fahrzeiten von über 30 Minuten bis zum nächsten Krankenhaus. Mit dem Standort Elmshorn ließe sich das verhindern.

Optimale Rahmenbedingungen

„Die äußeren Rahmenbedingungen sind optimal“, bescheinigt Uli Schneider, Geschäftsführer der Schneider + Sendelbach Architektengesellschaft mbH aus Braunschweig. Zusammen mit Karsten Gottwald vom Berliner Büro M.R Architekten hat der Krankenhausplaner den Entwurf der Stadt Elmshorn fachlich begleitet.

Auch erste Gebäudeideen haben sie vorgelegt – allerdings nur zur ungefähren Einordnung. Die Hoheit liegt hier, so wie bei der Standortfrage, bei der Regio Kliniken GmbH im Kreis Pinneberg und ihren Gesellschaftern. Sie wollen voraussichtlich Ende März die Standortentscheidung fällen. Konkurrent ist Pinneberg, das zwei eigene Flächen ins Spiel gebracht hat. Erklärte Zielstellung ist eine Realisierung innerhalb der nächsten rund zehn Jahre.

„Egal, wer gewinnt – es muss nachvollziehbar sein“, sagt Bürgermeister Hatje. Wichtig sei ein transparentes Verfahren. Aber der Bürgermeister betont auch: „Wir sind ganz fest überzeugt, dass Elmshorn der beste Standort ist.“

"Elmshorn der beste Standort"

Dies auch vor dem Hintergrund weiterer wichtiger Faktoren, wie dem Neubau des Bahnhofs, der Erweiterung der Innenstadt, den attraktiven Lebensbedingungen in Elmshorn mit seinem Stadttheater, Schwimmbad und flächendeckendem Glasfasernetz bis 2025. „Kultur, Sport, Wohnen – wir haben da einiges zu bieten“, sagt Amtsleiter Munk.

In Umfragen gaben 95 Prozent der Elmshorner Haushalte an, mit ihrer Wohnsituation sehr zufrieden oder zufrieden zu sein. Die Menschen leben und arbeiten gerne in Elmshorn. Auch das könne für einen Arbeitgeber ausschlaggebend sein, so Munk.