Hauptmenü

Inhalt
Datum: 12.12.2025

Elmshorns Nordufer bekommt ein neues Gesicht: Sanierung der Spundwand gestartet

Lange war das Nordufer des Elmshorner Hafens nur ein Durchgangsort: Seit 2022 ist die Promenade entlang der Uferwand abgesperrt, der Blick auf die Krückau teils getrübt durch den schlechten Zustand der Spundwand. Jetzt ändert sich das: Anfang Dezember 2025 starteten die Arbeiten zur umfassenden Sanierung der Spundwand – ein Schritt, der Elmshorns Hafenbereich nicht nur sicherer, sondern auch attraktiver machen wird. 

Rund 360 Meter neue Spundwand werden entstehen. Die Wand wird 80 Zentimeter vor die alte Uferbefestigung gesetzt. Dadurch kann die Promenade verbreitert und aktiv in die Freiraumgestaltung eingebunden werden. 

Aufenthaltsqualität steigt

„Wir schaffen am Nordufer nicht nur Sicherheit, sondern auch einen Ort, an dem man das Wasser wieder unbeschwert genießen kann“, sagt Amtsleiterin Sybille Weinmann-Klinkow. „Die Sanierung ist ein wichtiger Schritt für Elmshorn: Die Stadt erhält eine moderne und naturnahe Uferpromenade, die zugleich Lebensraum für Fische und Pflanzen schützt. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Städtebauförderung ist dieses Projekt jetzt möglich. Mit der Fertigstellung der Spundwand wird zudem das nächste Teilprojekt der Freiraumgestaltung des Nordufers ermöglicht. Ich freue mich, dass wir nach jahrelanger Planung endlich starten können und Elmshorns Hafen wieder zum lebendigen Treffpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger wird.“ 

Flora-Fauna-Habitat-Gebiet betroffen

Besonderer Wert wird auf den Schutz der Natur gelegt: Die Krückau liegt in einem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet. Daher wird die Spundwand einvibriert, um den Eingriff in Flora und Fauna so gering wie möglich zu halten.  

Kampfmittelsondierung erforderlich

Herausfordernd sind auch andere Aspekte der Bauarbeiten: Auf einer Kampfmittelverdachtsfläche wird der Kampfmittelräumdienst sowohl wasserseitig als auch landseitig tätig. Zudem steht eine Kappensanierung der Wedenkampbrücke an. „Hierdurch kann es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen kommen, die Sicherheit und Nachhaltigkeit haben jedoch oberste Priorität“, betont die Amtsleiterin. 

Fuß- und Radweg bleibt gesperrt

Für Fuß- und Radverkehr gibt es ebenfalls Einschränkungen: Unter der Käptn-Jürs-Brücke bleibt der Weg frei, am Nordufer selbst kann während der Bauphase jedoch nicht weitergegangen oder gefahren werden. 

Bauzeit und Zeitplan: 

  • Dezember 2025: Baustelleneinrichtung und Kampfmittelsondierung 
  • Januar und Februar 2026: Vorbereitende Maßnahmen, Spülschiff "Buran" spült Schlick weg
  • März 2026 – Mitte 2026: Herstellung der neuen Spundwand 
  • Mitte 2026 – Ende 2026/Anfang 2027: Weitere Arbeiten entlang der Uferwand und Kappensanierung der Wedenkampbrücke 

Freiraumgestaltung folgt

Mit der Fertigstellung der Spundwand wird nicht nur die Promenade wieder nutzbar und sicher, sondern auch das nächste Teilprojekt der Freiraumgestaltung des Nordufers ermöglicht. Sitzbereiche, Rad- und Fußwege sowie naturnahe Aufenthaltsflächen können in einem zweiten Schritt realisiert werden, sodass das Nordufer langfristig zu einem lebendigen und attraktiven Ort für Elmshornerinnen und Elmshorner wird. 

Sicherheit, Naturschutz und urbanes Leben

Die Stadt Elmshorn setzt damit ein deutliches Zeichen: Sicherheit, Naturschutz und urbanes Leben lassen sich hier erfolgreich verbinden. Das Nordufer entwickelt sich nach Abschluss der Bauarbeiten zu einem modernen, naturnahen Treffpunkt, der für Spaziergänge, Radtouren und Begegnungen gleichermaßen einlädt.