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Datum: 02.10.2020

Ausschuss für Stadtumbau: Chancen für die Knecht'schen Hallen - kein Beschluss fürs Haus der Technik

Von Craft-Beer-Bar bis Wohnungen: Die Politiker des Ausschusses für Stadtumbau erfuhren in ihrer Sitzung vom 29. September, wie die Zukunft der Knecht’schen Hallen aussehen könnte. Zudem wurde der aktuelle Sachstand zum „Haus der Technik“ vorgestellt. Doch weder fiel ein Beschluss für den vorgestellten Nutzungskatalog noch für die Bereitstellung zusätzlicher Mittel für den Bau des „Haus der Technik“.

Eine Chance für Elmshorn, ein Ankerpunkt, ein Leuchtturmprojekt: Die Euphorie war groß, als Lisa Sachau, Baustadtrat Lars Bredemeier und der Vorsitzende des Freundeskreises Knecht’sche Hallen die möglichen Nutzungen der historischen Hallen präsentierten. Ein Auftritt mit Symbolwirkung: Die Eigentümerfamilie Sachau, Bürger*innen und Stadtverwaltung ziehen hier an einem Strang. In mehreren gemeinsamen Workshops hatten sie gemeinsam mit Vertreter*innen der Politik und des Stadtmarketings 24 mögliche Nutzungen analysiert und von einem Architekten kursorisch bewerten lassen. Zudem wurden die Nutzungsoptionen hinsichtlich ihrer städtebaulichen Verträglichkeit im Sanierungsgebiet überprüft.

„Extrem viele und ganz spannende Möglichkeiten gefunden“

Unter den Vorschlägen: Räume für Kreative, Spielflächen, Gastronomie, Start Ups oder Museen bis hin zur Quartiersgarage und Wohnraum. „Wir haben extrem viele und ganz spannende Möglichkeiten gefunden“, freute sich Lisa Sachau. Für die favorisierten Ideen müsse nun noch ein Investor gefunden werden.

Zunächst muss allerdings die Politik den Nutzungskatalog beschließen. Diese Entscheidung aber wurde in der Sitzung vom 29. September zunächst in den Oktober vertagt: Noch besteht letzter Abstimmungsbedarf bei den Beteiligten.

Kein Beschluss für Mehrkosten beim „Haus der Technik“

Auch der Beschluss zugunsten der höheren Kosten beim Bau des „Haus der Technik“ fiel in dieser Sitzung nicht. Statt ursprünglich geplanter 2,16 Millionen Euro soll das Gebäude nun 3,86 Millionen Euro kosten. Für die Steigerung in Höhe von 1,7 Millionen Euro gebe es vielfältige Gründe, erläuterte Thomas Kröger vom städtischen Gebäudemanagement.

„Ursprünglich wurde das Gebäude ohne einen Serverraum, ohne die Auskragung und ohne das innovative Heiz- und Kühlsystem geplant. Daher waren die ursprünglichen Baukosten nicht mehr realistisch“, so Kröger, „dass wir sie zwischendurch nicht überprüft haben, war ein Fehler“, räumte er ein. Auch die besonderen Gegebenheiten vor Ort seien nicht berücksichtigt worden: „Der Hochbau muss das statisch maximal mögliche Gewicht erhalten, um den Auftriebsschutz zu gewährleisten“, sagte Kröger.

Sollte das Haus der Technik nicht weitergebaut werden, so müsse zumindest der Auftriebsschutz sichergestellt, ein Dach konstruiert und die Fassade fertiggestellt werden. Kostenpunkt allein hierfür: 842.000 Euro. Die geplante Nutzung als Bürogebäude für städtische Mitarbeiter*innen entfiele dann jedoch.

Baustadtrat Bredemeier wirbt für baldigen Baustart

„Betriebswirtschaftlich wird das Haus nicht der Burner“, räumte Baustadtrat Lars Bredemeier ein, warb aber dennoch für einen zügigen Baustart: „wir setzen damit ein wichtiges Signal für unsere Bürger*innen – und für Investor*innen!“ Auch die künftige Nutzung als Büroflächen der Stadtverwaltung sei wichtig und könnte Erkenntnisse, unter anderem für die Inneneinrichtung des Rathauses, liefern.

Für einen Beschluss reichte es in der Sitzung jedoch nicht: zunächst soll ein umfassender Fragenkatalog der Politiker*innen beantwortet werden, bevor nach weiteren, fraktionsinternen Beratungen das Thema in der Oktobersitzung erneut zur Diskussion steht.

Autor*in: Herr Planer, Stadt Elmshorn