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Datum: 06.07.2020

Sanierungsgebiet: Rahmenplan soll neues Design erhalten

Er gibt den Weg vor: Der Rahmenplan für das Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen legt die grundsätzlichen Ziele für die Entwicklung des Areals fest. Neun Jahre nach Beschluss durch das Stadtverordneten-Kollegium wird der Plan nun erstmals grafisch überarbeitet und sein Erläuterungstext gestrafft. So soll für künftige Entscheidungen eine größere Flexibilität geschaffen und häufige Änderungen vermieden werden.

Alles auf einen Blick: Die neue Darstellung des Rahmenplans soll künftige Planungen und Abstimmungen erheblich leichter machen. Diese Darstellung wird derzeit in Abstimmung mit den Architekten des Rahmenplans überarbeitet. Die Fassung von 2011 sei sehr detailliert gewesen, erläutert Karin Dudda, Stadtplanerin in der Projektsteuerung „Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen“. Damit musste der Plan bei Änderungen angepasst und mit dem zuständigen Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung (MILIG) abgestimmt und von ihm genehmigt werden – etwa bei der Festlegung des Rathausstandortes am Buttermarkt. Ein Vorgehen, das sich als nicht praktikabel erwies. Künftig soll es mehr Spielraum geben, der Plan wesentlich vereinfacht werden – ohne, dass die Ziele verändert werden.

Vereinfachte Darstellung bietet Vorteile

Nebeneinandergelegt werden die Unterschiede der beiden Darstellungen, etwa rund um den Buttermarkt, offensichtlich. Zeigte die 2011 erstellte Fassung noch sehr prominent die bestehenden Strukturen und einzelne geplante Gebäude und Bäume, ist die neue Darstellung vereinfacht. Verbindliche Gebäudekanten, etwa auf der dem Buttermarkt zugewandten Seite sind fortan als dicke Linien dargestellt. Zugleich ist die Entwicklung in den rückwärtigen Bereichen der Gebäude offen. In der Überarbeitung ist dies durch Zick-Zack-Linien dargestellt. Damit soll verdeutlicht werden, dass der Rahmenplan hier keine bestimmten Gebäudeformen vorgibt. Für die Anzahl der Geschosse oder die Nutzungsmöglichkeiten bleiben die Vorgaben aus dem Rahmenplan von 2011 aber bestehen. Wirklich neu sei nur der Vorschlag zur Benennung einzelner Quartiere, was der Übersichtlichkeit dient. Auch die Kennzeichnung von markanten Gebäuden (Sternsymbol), Denkmalen („D“) und sogenannten Torsituationen, wie etwa an der Wedenkampbrücke, geht auf den Rahmenplan von 2011 zurück.

Neuer Plan beschleunigt Prozesse

Inhaltlich ändert sich mit der sogenannten Ersten Gesamtfortschreibung nichts an den Sanierungszielen des Rahmenplans. Nur die Aufmachung des mittlerweile neun Jahre alten Plans wird überarbeitet, der Textteil gestrafft beziehungsweise aktualisiert und neuere Erkenntnisse, etwa zum Hochwasserschutz, zum Parkraumkonzept oder zur mittlerweile errichteten Hafenspange werden eingearbeitet. „Insgesamt erhoffen wir uns von der Fortschreibung des Rahmenplans eine Grundlage, die Arbeitsprozesse und Entscheidungen im Zusammenspiel mit dem Ministerium und vor allem auch in der Elmshorner Politik und Verwaltung vereinfacht und beschleunigt“, sagt Dudda.

Autor*in: Herr Planer, Stadt Elmshorn