Schlagzeilen 1911 - 1920

Autor/in: Ulrich Lhotzky-Knebusch

Schlagzeilen aus aller Welt

1912: China wird zur Republik – der sechsjährige Mandschu-Kaiser tritt zurück.

1913: Henry Ford entwickelt die Fließbandproduktion für die Autoherstellung.

1914: Durch das Attentat des 19-jährigen bosnischen Nationalisten Gawrilo Princip auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand, am 28. Juni in Sarajevo wird der Erste Weltkrieg ausgelöst. Nach der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien folgen am 1. August und am 3. August die deutschen Kriegserklärungen an Russland und an Frankreich.

1917: Nach der Oktoberrevolution übernimmt in Russland erstmalig die bäuerlich-proletarische Bewegung die Macht.

1918: Durch das Ende des Ersten Weltkrieges bricht das Staaten- und Bündnissystem in Europa zusammen. Revolutionen zerstören Herrscherhäuser und neue Nationalstaaten entstehen. Die USA entwickelt sich parallel zu einer Großmacht.

1920: Mit dem Friedensvertrag von Versailles, der am 10. Januar 1920 in Kraft tritt, endet offiziell der Erste Weltkrieg.

Schlagzeilen aus dem Deutschen Reich

1912: Das Deutsche Schauspielhaus in Berlin wird eröffnet.

1916: Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg wird Chef des Generalstabes – eine Kriegswende bleibt aus, die Zahl der Toten und Verletzten steigt stetig.

1918: Am 9. November ruft der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann vom Reichstagsgebäude die Republik aus. Kaiser Wilhelm II. dankt ab und geht ins niederländische Exil.

Schlagzeilen aus Schleswig-Holstein und Elmshorn

1918: Die deutsche Regierung erkennt grundsätzlich, wenn auch noch nicht formalrechtlich, das Selbstbestimmungsrecht Nordschleswigs an.

1920: Im Vertrag von Versailles wird eine Volksabstimmung in Nordschleswig und in Teilgebieten Mittelschleswigs festgelegt. Am 10. Februar wird abgestimmt. In der I. Zone – nördlich von Hadersleben bis Tondern und Apenrade - sprechen sich 75 431 Wahlberechtigte für Dänemark und nur 25 329 für Deutschland aus. In der so genannten Zone II – Flensburg und südlich von Flensburg sowie südlich von Tondern – sprechen sich 51 724 für Deutschland und 12 800 für Dänemark aus. Die südliche Grenze der I. Zone bildet nach Auflösung der internationalen Verwaltung die neue deutsch-dänische Grenze.

1911: Die 51 Hektar umfassende Waldanpflanzung um das Wasserwerk ist nach acht Jahren abgeschlossen.

1913: Das Elmshorner Realgymnasium erhält die Bezeichnung Bismarckschule. Einweihung der Fleischverwertungsanstalt. In Elmshorn werden jährlich zirka 50 000 Schweine geschlachtet.

1914: In Verbindung mit dem Hafenverkehr nimmt Elmshorn im Jahre 1913 3 672 727 Mark ein. Der Getreideverkehr hat einen Wert von 30 000 000 Mark. Damit steht Elmshorn nach Hamburg und Magdeburg an dritter Stelle beim Umschlag.

Autor*in: Ulrich Lhotzky-Knebusch