Die Judenverfolgung - in Elmshorn brennt die Synagoge
Die mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten verbundene rassistische Vernichtungskampagne hinterließ bei der "Endlösung der Judenfrage“ auch in Elmshorn tiefe Spuren menschlichen Leids. Übergriffe, Aktionen, Provokationen und Boykotts gab es zu Beginn der Hitler-Diktatur.
Es dauerte nicht lange, und Vereine schlossen Juden aus, so zum Beispiel der EMTV, das Deutsche Rote Kreuz oder auch die Feuerwehr. Die Nazis missbrauchten die Schulen und andere Institutionen für ihre Zwecke. Kinder hetzte der Propaganda-Apparat gegen Eltern und Verwandte auf. Sie sollten zu "rassebewussten“ Menschen erzogen werden. 1935 traten die "Nürnberger Gesetze“ in Kraft. Sie setzten die Rassetheorie in die Praxis um. Danach konnte nur Reichsbürger werden, wer "arischen Blutes“ war. Die Nazis schufen damit Menschen erster und zweiter Klasse.
In den Elmshorner Nachrichten gab es immer wieder Berichte über Judenverfolgung und Inhaftierung. 1938, am 9. November, brannten die Synagogen – auch die Synagoge am Flamweg. In den Elmshorner Nachrichten vom 6. Dezember 1938 lautete die über die ganze Seite abgedruckte Schlagzeile: "Völlige Entjudung wird durchgeführt.“
Die Elmshorner Nachrichten publizierten über "Die Endlösung der Judenfrage in Elmshorn“ im März 1983 eine Serie und druckten diese zusätzlich in einer Sonderbeilage ab. Autor der geschichtlichen Aufarbeitung war Harald Kirschninck.