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Stadtarchiv Elmshorn
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Datum: 02.07.2012

Krückau wird breiter

 Sanierung der Spundwand am Nordufer kostet 4 Millionen Euro

Elmshorn. Die Spundwände am Nordufer im Elmshorner Hafen müssen komplett erneuert werden. Die Kosten liegen bei rund vier Millionen Euro. Zu diesem Ergebnis kommt ein bisher unveröffentlichtes Gutachten, das im Auftrag der Stadtwerke erstellt wurde.
Die Kosten für die Sanierung müssen die Elmshorner Stadtwerke als Eigentümer des Hafens übernehmen.

Nach der Sommerpause soll das Gutachten in den städtischen Gremien beraten werden. Es weist aus, dass die 340 Meter lange Spundwand verrostet und marode ist und komplett erneuert werden muss. Dies gilt auch für die sogenannten „toten Männer“, die die Spundwand stützen.


Beraten wird das Sanierungsthema auch in einem neuen Gremium: in der Projektgruppe Hafen. Monatlich soll in Elmshorn eine Hafenkonferenz stattfinden. Zur Projektgruppe gehören Mitarbeiter der Stadt, der Stadtwerke und Vertreter anderer Behörden. „Wir werden uns nicht nur mit der Spundwand beschäftigen. Vielmehr diskutiert die Projektgruppe die gesamte Hafensanierung, die Teil der Gesamtsanierung des Quartiers Vormstegen ist“, so Silke Faber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes.

„Unbestritten ist die Schaffung eines neuen Sportboothafens, der für zehn bis 15 Schiffe ausgelegt wird und erweiterbar ist“, so Silke Faber. Zu den Themen der Projektgruppe gehören weiter Versorgungsleitungen, Museumswerft, Verschlickung, Hochwasser und Altlasten. Zu den Gestaltungsplänen für den Hafen zählt ferner der neue Skulpturenpark im Bereich Wedenkamp.

Finanziert wird die Hafensanierung von der Stadt Elmshorn, den Stadtwerken und aus dem Förderprogramm Stadtumbau West. Die Elmshorner Stadtwerke müssen sich am Projekt finanziell beteiligen, weil sie Eigentümer des Hafens sind. Nichts wird aus den Plänen, die Parkpalette am Nordufer abzureißen. Der Grund: die Vielzahl der Eigentümer. Dutzende von Anliegern sind Eigentümer von Stellplätzen. Erste Gespräche der Stadt mit Eigentümern führten zu dem Ergebnis, dass keine Einigung zu erzielen ist, die dazu führt, die Parkpalette abzureißen.

Silke Faber geht davon aus, dass die Gesamtplanung für den Hafen, dazu gehört ein Hafenkopf mit einem neuen Gebäude, quasi auf der Wedenkamp-Brücke, bis Ende 2013 abgeschlossen sein wird. „Ab 2014 können wir dann in die Ausführung gehen“, so die Amtsleiterin. Zunächst würden die Spundwand, der Skulpturenpark und eine Promenade in Angriff genommen. Danach könnte man mit dem Bau von Wohnhäusern – 2016 – am Nordufer beginnen. „Natürlich wird bei allen Planungen eine mögliche Gefährdung des Gebietes durch Hochwasser berücksichtigt“, so Silke Faber.

Und auch das Thema Altlasten wird eine Rolle spielen, und zwar bereits in wenigen Wochen. Denn im August will der Kreis Pinneberg Untersuchungsergebnisse vorlegen. Diese Erstergebnisse ermöglichen die Antwort für den zweiten Schritt: Wo muss der Boden verstärkt untersucht werden?

Siehe dazu auch den Bericht „Der versteckte Hafen“.

Autor*in: Ulrich Lhotzky-Knebusch