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Europäische Mobilitätswoche (EMW) - immer vom 16. bis 22. September

Die Europäische Mobilitätswoche (EMW) ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Jedes Jahr, immer vom 16. bis 22. September, werden innovative Mobilitätslösungen ausprobiert oder mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität in den Kommunen geworben.

So werden beispielsweise Parkplätze und Straßenraum umgenutzt, neue Fuß‐ und Radwege eingeweiht, Elektro‐Fahrzeuge getestet, Schulwettbewerbe ins Leben gerufen und Aktionen für mehr ⁠Klimaschutz⁠ im Verkehr umgesetzt. Dadurch zeigen Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger, dass nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und praktisch gelebt werden kann.

Die Europäische Mobilitätswoche: Was ist das?

Die Europäische Mobilitätswoche (EMW) ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Seit 2002 bietet sie Kommunen aus ganz Europa die perfekte Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näherzubringen.

Jedes Jahr, immer vom 16. bis 22. September, werden im Rahmen der Europäische Mobilitätswoche innovative Verkehrslösungen ausprobiert oder mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität in den Kommunen geworben: So werden beispielsweise Parkplätze und Straßenraum umgenutzt, neue Fuß- und Radwege eingeweiht, Elektro-Fahrzeuge getestet, Schulwettbewerbe ins Leben gerufen und Aktionen für mehr ⁠Klimaschutz⁠ im Verkehr durchgeführt.

Umweltbundesamt

Mehr Informationen zur Europäischen Mobilitätswochen finden Sie auf der Internetseite des Umweltbundeamtes unter dem folgenen Link:

https://www.umweltbundesamt.de/europaeische-mobilitaetswoche

Rückblick auf die Europäische Mobilitätswoche 2025

Von Kasperletheater, über Planungsradtouren und Filme, bis zum Stadtteilspaziergang unter Augenbinde: Die Europäische Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September 2025 hat das Thema Mobilität aus unterschiedlichster Perspektive beleuchtet. Zahlreiche Elmshornerinnen und Elmshorner nahmen die Gelegenheit wahr, sich aktiv an der Gestaltung von Mobilität in ihrer Stadt zu beteiligen.

Spaziergang unter Augenbinde

Den Auftakt machte am 16. September der Stadtteilspaziergang unter Augenbinde. „Das hat uns echt ein bisschen die Augen geöffnet“, zog Ellen Unger vom Amt für Stadtentwicklung und Umwelt nach dem Perspektivwechsel mit dem Hamburger Mobilitätstrainer Oliver Simon Bilanz. Die Organisatorin der Europäischen Mobilitätswoche in Elmshorn streifte auch selbst die Augenbinde über und nutzte den Langstock zur Orientierung. So erhielt sie einen kleinen Einblick in die Welt blinder und sehbehinderter Menschen wie Ursula Kleinert, die nur noch über ein sehr begrenztes Sichtfeld verfügt. „Vor jedem Hut ab, der so einen Test macht“, sagt Kleinert. „Autofahrer nehmen im Allgemeinen Rücksicht – wir als Blinde fürchten uns in erster Linie vor den Fahrradfahrern“, so die Betroffene. Stellvertretend für die rund 330.000 gesetzlich Blinden und stark Sehbehinderten in Deutschland betont sie: „Wir brauchen Hilfen in der Orientierung!“ 

Planungsradtour und Spielstraße

Einen Tag später stand bei einer rund neun Kilometer langen Planungsradtour der AG Radverkehr die Stärkung des Fahrradverkehrs in Elmshorn im Mittelpunkt. Hier wurden geplante Maßnahmen erläutert und rege diskutiert.

Zudem verwandelte sich am Dienstag von 15 bis 18 Uhr die Jürgenstraße in eine temporäre Spielstraße. Der Kinderschutzbund Elmshorn veranstaltet dieses Format schon seit Jahren in den Sommermonaten mit großem Erfolg. Die Straße gehörte ohne Fahrzeugverkehr bei vielen spannenden Spielen und besonderen Aktionen ganz den Kindern.

Film „A human Ride“

Der Film „A human Ride“ wurde am 18. September in der AWO Begegnungsstätte Klostersande gezeigt. Darin macht sich Regisseur Kristian Gründling auf die Suche nach der Bedeutung von Mobilität für Menschen. Auf Straßen, in Bahnhöfen, in Züge, in Parks, auf Tankstellen, in Garagen, in Forschungseinrichtungen, in der Stadt und auf dem Land fängt er ganz persönliche Perspektiven der Alltagsmobilität ein.Ein Film voller berührender Geschichten: Über Migrantinnen, die Fahrrad fahren lernen, einen Rollstuhlfahrer, der überwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist bis hin zu einem 92-jährigen, der eine erneute Führerscheinprüfung macht.

Im Anschluss an die Vorführung sprach das Publikum mit Prof. Dr. Carsten Gertz von der TU HH (Institut für Verkehrsplanung und Logistik) über den Film, das Grundbedürfnis Mobilität und aktuelle Trends und Fragen. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Die offene und freundliche Atmosphäre der AWO-Begegnungsstätte, die angeregte Diskussion und der Film mit der gelungenen Mischung aus emotionalen Erlebnissen und fundierten Expert*innenmeinungen zur Mobilität ergaben einen erfolgreichen Abend. 

Veranstalter waren die AG Infrastrukturgruppe Klostersande und das Amt für Stadtentwicklung und Umwelt.

Fahrraddemo

Zur Fahrraddemo luden am 19.09. Fridays for Future Elmshorn, Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC) und die Fahrradgruppe Rückenwind ein. Um 15 Uhr ging es mit einigen Reden am Alten Markt los. Langsam füllten sich dabei die Reihen und die Demo startete unter dem Motto: „Mehr Sicherheit fürs Rad“mit rund 40 Teilnehmer*innen. Unterwegs schlossen sich noch einige Radler*innen dem Tross an, der auf einer rund zehn Kilometer langen Tour durch Elmshorn fuhr. Die Demo verlief sehr friedlich, die Polizei sicherte umfassend die Kreuzungen für die als geschlossenen Verband fahrende Gruppe.

„Mobilitätstag“

Der Samstag, 20. September, stand ganz im Zeichen der Kinder, des Fahrrads und der E-Mobilität. Parallel zum Kinderfest am Weltkindertag fand am Alten Markt ein Verkehrskasperletheater statt, sodass hier organsiert vom Kinderschutzbund Elmshorn ein buntes Programm für die Kleinsten geboten wurde. Das Amt für Stadtentwicklung und Umwelt informierte in der Zwischenzeit auf dem Alten Markt über das neue Mobilitätskonzept und den in Erarbeitung befindlichen Masterplan Klimaschutz und stand für Diskussion und Fragen zur Verfügung. Es ergaben sich viele konstruktive und spannende Gespräche.

Ebenfalls am Samstagvormittag von 11 bis 15 Uhr präsentierten die Stadtwerke Elmshorn auf dem Parkplatz Probstenfeld / Jim Coffey moderne E-Mobilität zum Anfassen. Interessierte konnten Ladesäulen testen und sich vor Ort über Technik, Ladeinfrastruktur und Alltagstauglichkeit informieren. Die Gespräche zu unterschiedlichsten Facetten der E-Mobilität waren durchweg positiv und haben gezeigt, dass das Thema die Menschen bewegt. Wiederholt wurde von E-Mobilist*innen bescheinigt, dass Elmshorn bezüglich der Ladeinfrastruktur bereits gut aufgestellt ist.

Auf dem Wochenmarkt am Südufer organisierte das Amt für Tiefbau und Verkehr erfolgreich einen Fahrradmarkt für Gebrauchträder. Zusätzlich informierte ein Team über die Regeln im Straßenverkehr und der ADFC Pinneberg bot eine Fahrradcodierung an.

Stadtteildialog

Am Montag, 22.09., von 15 bis 17 Uhr fand ein Stadtteildialog in Klostersande an der Meteorstraße / Ecke Eichstraße statt. Zum Thema „Mehr Grün und Bänke im öffentlichen Raum. Parklets und mehr...“ haben städtische Mitarbeiter*innen mit Bürger*innen diskutiert und Ideen aufgegriffen. Viel wurde über die Gestaltung des Reinhold-Jürgensen-Platzes mit einem Parklet gesprochen. Einheitlicher Tenor der Befragten: „Ja, die Bank bei der Apotheke soll bleiben!“

Für die Grünfläche wurden ebenfalls viele Ideen geäußert: „Streicht doch das Trafohaus weiß an und lasst dann Künstler etwas Schönes auf der Fläche gestalten!“, „Mehr Sitzgelegenheiten in der Grünfläche wären schön - und könnte man dort nicht auch einige Fahrradständer neben der Bushaltestelle auf den Rasen (den dann ein bisschen befestigen) aufstellen?“, „Die Fahrradständer (Felgenkiller) bei der Bushaltestelle auf der anderen Seite müssen aber weg, wenn dort Räder stehen, kommt man mit dem Rollator kaum durch!“

Insgesamt war das ein guter Austausch und die Anregungen wurden aufgenommen. Die Bank mit Hochbeeten, die zunächst versuchsweise aufgestellt wurde, soll zum Beispiel am Standort bleiben.

Wandelorte

Unter dem Dach des in diesem Frühjahr neu gegründeten landesweiten Mobilitätsnetzwerks für Kommunen in Schleswig-Holstein „move.SH“ fand erstmals eine gemeinsame Aktion zur Europäischen Mobilitätswoche statt. Die gemeinsame Aktion von insgesamt 18 Kommunen aus ganz Schleswig-Holstein stand unter dem Motto „Wandelorte“: Mit einer überdimensionalen Pinnnadel markierten die Verantwortlichen auch in Elmshorn Orte auf Fotos, an denen ein Wandel stattgefunden hat – Orte, an denen sich die Mobilität zum Besseren gewandelt hat. Vor Ort machten aufgesprühte Pinnnadelsymbole zusätzlich darauf aufmerksam.  

Zu den markierten Orten zählten unter anderem:

  • Neue Radstellanlagen am Holstenplatz
  • Express-Buslinie X95 von Elmshorn über Pinneberg zum Hamburger Flughafen
  • Fußgängerampel in der Gärtnerstraße
  • Parklet in der Mühlenstraße
  • Bike-and-Ride-Anlage am Bauerweg
  • Sanierte Hamburger Straße
  • Bedarfsampel im Zuge der Veloroute 3 an der Wittenberger Straße
  • Sanierter Geelbeksdamm
  • Straßenunabhängiger Geh- und Radweg parallel zur Kaltenweide
  • Fahrradschutzstreifen Ansgarstraße / Hebbelstraße
  • Kreuzungsmarkierung Wasserstraße / Ansgarstraße
  • Automatisierte Grünphase der Fuß- und Radverkehrsampel Westerstraße / Hafenspange
  • Anbindung des Geh- und Radwegs am Käthe-Kollwitz-Platz
  • Straßenunabhängiger Geh- und Radweg Peter-Meyn-Straße
  • Fahrradschutzstreifen und Minikreisel Hans-Böckler-Straße
  • Parklet in der Meteorstraße

Faltblatt Programm Europäische Mobilitätswoche 2025

Rückblick auf die Europäische Mobilitätswoche 2023

Rückblick auf die Europäische Mobilitätswoche 2022

Im September 2022 hat die Stadt Elmshorn zum ersten Mal an der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) teilgenommen.

Unter dem Motto: Nachhaltige Mobilität ist möglich und kann Spaß machen, konnte mit der Unterstützung vieler Akteur*innen (z. B. Kinderschutzbund Elmshorn, ADFC, Kidical Mass, AWO Begegnungsstätte Klostersande) trotz einer kurzen Vorbereitungszeit ein buntes Programm zusammengestellt werden


Impressionen EMW 2022