Jahresprogramm 2026 des Kunstvereins Elmshorn e. V.
Kunstausstellungen: Jahresprogramm und weitere Informationen
24. Januar - 1. März: Max Stiller
Zentrales Thema in den Arbeiten von Max Stiller, der, geboren am Niederrhein und aufgewachsen in Norddeutschland, in Köln lebt und arbeitet, ist die Verknüpfung von Räumen. Mit einem strengen Formenvokabular entwickelt er einen eigenen Bildsprachedialekt, den er "Trigonometrischer Kubismus" nennt. Das Dreieck steht im Zentrum seines raumgeometrischen Werks, das unabhängig von Motiv und Farbe neue Darstellungsformen erforscht. Wie im Kubismus der Klassischen Moderne geht es um die Zerlegung der Körper (Objekte) in beziehungsweise Reduzierung auf geometrische Formen. Das Hauptmerkmal liegt in der VErbindung von Objekten und dem umgebenden Raum.
15. März - 19. April: Nadine Dietrich
Minimalistisch, poetisch, norddeutsch: In ihrem Bildern kombiniert Nadine Dietrich - Wahllübeckerin, studierte Journalistin und Ostasienwissenschaftlerin - die Möglichkeiten der Fotografie und der Druckkunst: reale Momente und Zeitlosigkeit. Mit dem Ziel des Sich-Versenkens: in die Stille, in von außen nach innen gewanderte Orte, in die vielschichtigen Gefühle von Vergänglichkeit. Der Entstehungsprozess ihrer Bilder ist eine Suche nach dem Moment, der außen geht und innen bleibt. Die Technik heißt "Photopolymer Etching". Die Druckgrafiken basieren auf ihren Schwarz-Weiß-Fotografien, die in einem mehrstufigen Verfahren auf Kupferplatten übertragen werden und so klassische Tiefdrucke entstehen.
24. April bis 5. Juni: Katharina Duwe
Die Hamburger Künstlerin verwandelt urbane Räume in malerische Reflexionen unserer Zivilisation. Ihre großformatigen Werke verweben reale Architektur mit fiktiven Elementen - kaleidoskopisch, vielschichtig und tiefgründig. Es geht um das Spannungsfeld zwischen Natur und Stadt, zwischen Lebensraum und Lebensbedrohung. Die kleinformatige Reihe "Lichtreflexe" widmet sich der Kunstlichtwelt im nächtlichen Stadtraum. Die durch Stadtverkehr und Lichtgebung erzeugten Lichtreflexe entwickeln im Bild ein Eigenleben, in dem der Farbraum unendliche Variationen möglich macht. Duwes Bilder sind geprägt von der Frage nach der menschlichen Existenz im Ringen zwischen Natur und Zivilisation.
13. Juni bis 27. Juni: Bismarckschule Elmshorn
Ein Oberstufenkurs der Bismarckschule Elmshorn erfüllt sich mit der Ausstellung "Was Kunst menschlich macht - mich, die Gesellschaft, die Welt" im Torhaus den Traum, eigene Werke öffentlich zu präsentieren. In Zeichnungen, Gemälden, Skulpturen und interaktiven Kunstwerken gehen die Schülerinnen und Schüler der Kraft und Wirkung von Kunst nach: Wie sie Gesellschaften, Sichtweisen, Kommunikation und Miteinander geprägt und verändert hat - und es noch heute tut. Und welchen Einfluss hat sie auf uns selbst? Die Werke des Kunstkurses laden die Betrachtenden zu einer abwechslungsreichen Zeitreise durch die Wirkungsgeschichte der Kunst ein und geben ihnen die Möglichkeit, sich selbst und die eigene Identität zu erkennen.
26. August bis 30. September: Simone Distler
Die in Sachsen-Anhalt lebende Simone Distler nutzt für ihre Malerei eine Mischtechnik auf Leinwand und Papier. Ihre Bilder sind Streifzüge des Denkens und Empfindens. Obgleich sie keine Abbilder von Landschaften malt, entstehen Assoziationen zur Natur, Strukturen, die malerische Geste und das Arbeiten mit überlagerten Farbschleiern stehen einander gegenüber oder greifen ineinander. Transparenz und Leichtigkeit wechseln mit Verdichtung und Schwere und alles scheint in Bewegung. Es gelingt ihr, Resonanzräume zu schaffen, die eine überraschende Zwiesprache im Betrachter ermöglichen.
8. November bis 6. Dezember: Anja Sieber
Anja Sieber arbeitet mit Lidar-Scans und fotogrammetrischen Verfahren. Sie interessiert sich für den Moment, in dem aus vermessener Realität ein imaginäres Erinnerungsbild entsteht - zwischen Erfassung, Erfindung, Technik und Poesie. Ihre Bildwelten erweitern das visuelle Vokabular um ungewohnte Farbräume und Strukturen jenseits traditioneller Kategorien. Digitale Malerei, filmische Sequenzen und experimentelle Bildkompositionen verschmelzen zu einer dichten, sinnlich aufgeladenen Bildsprache. So entstehen Werke, die das Unsichtbare sichtbar machen - und dazu einladen, genauer hinzusehen.
Öffnungszeiten
Öffnungszeiten während der laufenden Ausstellungen:
- Mittwoch bis Freitag: 10 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr
- Samstag, Sonntag, Feiertag: 11 bis 13 Uhr
- Außerhalb der Ausstellungszeiten hat der Kunstverein geschlossen.
Beschreibung der Arbeit des Kunstvereins Elmshorn e. V.
Der Kunstverein Elmshorn hat ein Leitmotiv: Über das Jahr verteilt abwechslungsreiche Kunst zu präsentieren. Von der Auswahl der Künstler*innen, über den persönlichen ersten Kontakt, bis hin zum Aufbau und der Betreuung der Ausstellung, ist alles ein Gemeinschaftsprojekt von Künstler*innen und Vereinsmitgliedern. Rein ehrenamtlich.
Weitere inhaltliche Ansätze
Ein weiteres Anliegen ist uns die Kunstvermittlung. Wir möchten Interesse wecken - Interesse an zeitgenössischer Kunst, an den Sichtweisen von Künstler*innen, an den verschiedenen Darstellungsformen und Stilrichtungen und bei jungen Menschen. Warum? Kunst ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Kunst ist wichtig, um die Welt zu verstehen und mit anderen Augen zu sehen. Kunst lebt. Wir möchten eine Gesellschaft und eine Stadt, die mit Kunst lebt.
Weitere Aktivitäten
Im Frühjahr und Herbst organisieren wir Kunstausfahrten, veranstalten einen Kunstflohmarkt und nutzen unsere Ausstellungsräume für Veranstaltungen verschiedener Art. Zwei Wochen im Jahr halten wir für Ausstellung von Schulen frei. Möchten Sie teilhaben? Wir suchen immer Menschen, die sich für Kunst interessieren und / oder engagieren möchten. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!
Kontakt
Kunstverein Elmshorn e. V. : Detailseite
-im Torhaus-
Probstendamm 7
25336 Elmshorn