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Foto: Burkhard Voelz
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Jüdische Friedhofshalle

Elmshorns jüdischer Friedhof mit seiner Halle gilt als der Schönste im ganzen Land. Seit 2015 ist die mehr als 300 Jahre alte Anlage daher ein eingetragenes Denkmal und soll umfassend saniert werden. Beisetzungen finden hier nicht mehr statt. Friedhof und Halle sind die letzten Zeugnisse der jüdischen Gemeinde in Elmshorn. Die Synagoge am Flamweg wurde im Dritten Reich zerstört.

Die Geschichte des Friedhofes beginnt mit der Gründung der jüdischen Gemeinde im Jahre 1685. Einige der 130 bis heute erhaltenen Grabsteine stammen noch aus dem frühen 18. Jahrhundert. Die Halle – ein Taharahaus, das der Leichenwaschung diente – stammt aus dem Jahr 1906. Heute wird hier eine Ausstellung zur Geschichte der jüdischen Bürger und Bürgerinnen Elmshorns und ihrer Verfolgung durch die Nationalsozialisten gezeigt.

Nur durch glückliche Umstände konnte während der NS-Zeit die Auflösung des Friedhofes verhindert werden. Um ihn auch für kommende Generationen zu erhalten, hat die Sanierung bereits begonnen. Zunächst wurde der Grabstein der Familie Oppermann wiederhergestellt, der zuvor – wie einige andere Steine – umgestürzt und zerbrochen war. Weitere Steine sollen instand gesetzt und vor dem Umfallen gesichert werden. Der Friedhof soll zudem katalogisiert und kartografisch erfasst werden.

Dokumentation:

Einblicke in die wechselvolle Geschichte der bereits im 17. Jahrhundert gegründeten jüdischen Gemeinde gibt eine Dokumentation, die dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins des Industriemuseums überarbeitet und neu gestaltet werden konnte.

Öffnungszeiten / Führungen

Die Friedhofshalle kann von Mai bis September jeweils am 1. Sonntag des Monats von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Karen Buchholz, Museumspädagogin des Industirmuseums betreut die Öffnungszeiten und bietet Führungen an.

Führungen für Gruppen sind jederzeit möglich und können im Industriemuseum gebucht werden.