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Datum: 01.12.2025

Elmshorn stärkt Offene Kinder- und Jugendarbeit: Neue Konzepte für Kinder- und Jugendbüro, Jugendmobil und städtische Angebote beschlossen

Der Ausschuss für Kinder, Jugend, Schule und Sport der Stadt Elmshorn hat am 26. November 2025 neue Konzepte für die städtische Offene Kinder- und Jugendarbeit beschlossen. Neben einem Gesamtkonzept wurden die Konzepte für das Jugendmobil sowie für das Kinder- und Jugendbüro verabschiedet. Grundlage ist ein gemeinsamer Qualitätsentwicklungsprozess, in dem die städtischen Angebote und das Jugendhaus AWO Stromhaus seit Ende 2024 fachlich weiterentwickelt wurden.

Die Stadt setzt damit ein klares Zeichen: Die Offene Kinder- und Jugendarbeit wird als eigenständiger, unverzichtbarer Baustein der Kinder- und Jugendhilfe in Elmshorn gestärkt. Sie bietet jungen Menschen geschützte Räume jenseits von Schule, Elternhaus und Verein, fördert Persönlichkeitsentwicklung, Beteiligung und demokratisches Miteinander.

Kinder- und jugendfreundliche Stadt

„Mit den Beschlüssen zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit bekennen wir uns klar zu Elmshorn als kinder- und jugendfreundlicher Stadt. Wir investieren in Beziehungen, in Teilhabe und in Chancen – und damit in die Zukunft unserer Stadtgesellschaft“, betont Erster Stadtrat Dirk Moritz.

Drei Säulen

Künftig ruht die städtische Offene Kinder- und Jugendarbeit auf drei Säulen:

  • dem Kinder- und Jugendhaus Krückaupark als zentralem Treffpunkt für 6- bis 27-Jährige mit offenen Angeboten, Ferienprogrammen, kreativen und sportlichen Aktivitäten sowie Beratung,
  • der Mobilen Spielplatzbetreuung (MobS), die mit dem Leitgedanken „Kurze Beine – kurze Wege“ Spiel- und Bewegungsangebote direkt in die Stadtteile bringt,
  • und dem neuen Jugendmobil, dass die bisherigen Angebote Streetwork, Jugendtreff „Steini“ und Freizeitkiste an der Friedrich-Ebert-Schule zu einer modernen mobilen Jugendarbeit bündelt.

Jugendmobil unterwegs

Das Jugendmobil wird künftig dort unterwegs sein, wo Jugendliche sich aufhalten – etwa an der Skateanlage, an Schulhöfen oder an zentralen Treffpunkten. Ein Bus in Sprinter-Größe dient als mobiler Treffpunkt, Rückzugsraum und pädagogische Plattform mit Sitzbereich, Spiel- und Sportmaterialien, Technik, Grillmöglichkeiten und Informationsangeboten. So reagiert die Stadt auf veränderte Freizeit- und Aufenthaltsorte junger Menschen und nutzt personelle Ressourcen vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gezielt.

Kinder- und Jugendbüro weiterentwickeln

Ein weiterer Baustein ist die Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendbüros in der Kirchenstraße 8. Es bleibt zentraler Anlaufpunkt für junge Menschen in der Innenstadt und wird als Ort der Beteiligung und des Schutzes weiter profiliert. Das Büro begleitet den Kinder- und Jugendbeirat, unterstützt Beteiligungsformate von der Spielplatzplanung bis zu Zukunftswerkstätten und entwickelt gemeinsam mit dem Beirat ein Jugendcafé mit Co-Working-Space.

Gruppenangebote

Mit der Mädchengruppe „Girls Connect“ und der Gruppe „PRISM“ für LSBTIQ*-Jugendliche entstehen zudem passgenaue Angebote für Zielgruppen, deren Bedürfnisse bislang noch nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Die gute Erreichbarkeit und Lage machen das Kinder- und Jugendbüro zugleich zu einem wichtigen Schutz- und Begegnungsort für junge Menschen, die im öffentlichen Raum häufig Diskriminierung oder Ausschlüsse erleben.

Präsenz im Stadtgebiet

Die mobile Jugendarbeit setzt auf aufsuchende Präsenz im gesamten Stadtgebiet – niedrigschwellig, freiwillig und mit Fokus auf Beziehungsarbeit, Prävention und Konfliktbearbeitung. Damit reagiert die Stadt unter anderem auf Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum, zum Beispiel an der Friedrich-Ebert-Schule, und auf rückläufige Nutzungszahlen klassischer, räumlich gebundener Angebote.

Breite Beteiligigung

Die Konzepte basieren auf einer breiten Daten- und Beteiligungsgrundlage: städtische Beteiligungsprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Schülervertretungen, Befragungen der Besucher*innen in den Jugendhäusern sowie eine repräsentative Bedarfsanalyse für den Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Pinneberg.

Verlässliche Anlaufstellen

„Offene Kinder- und Jugendarbeit heißt für uns: Wir sind dort, wo Kinder und Jugendliche sind“, sagt Jule Anhut, Teamleiterin des Kinder- und Jugendhauses Krückaupark. „Mit Jugendhaus, mobiler Spielplatzbetreuung, Kinder- und Jugendbüro und Jugendmobil schaffen wir verlässliche Anlaufstellen – vom Spielplatz über die Innenstadt bis zur Skateanlage. Kinder und Jugendliche finden hier offene Ohren, Unterstützung und Orte, an denen sie ihre Stadt aktiv mitgestalten können.“

Schrittweise Umsetzung

Mit der Beschlussfassung im Ausschuss ist der Weg geebnet, die neuen Konzeptionen schrittweise umzusetzen und Elmshorns Offene Kinder- und Jugendarbeit langfristig zukunftsfest aufzustellen.