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Datum: 03.12.2025

Grundstein für den Elmshorner Rathaus-Neubau gelegt

Eine Tageszeitung, eine supernormal-Postkarte, ein Foto des amtierenden Oberbürgermeisters und jede Form von Euro- beziehungsweise Cent-Münzen – das ist der Inhalt des Rohres, das Innenministerin Magdalena Finke und Oberbürgermeister Volker Hatje bei der Grundsteinlegung für das neue Elmshorner Rathaus am Dienstag, 2. Dezember 2025, im Fundament versenkten. „Es ist wirklich große Klasse, was hier entsteht“, attestiert Finke und ergänzt: „Ich würde mich freuen, wenn ich 2028 wiederkommen darf.“ Dann soll das neue Elmshorner Rathaus eröffnet werden. 

An dem Festakt ein Jahr nach dem Spatenstich nahmen auch die beiden Stadträte Dirk Moritz und Marius Munk, Bürgervorsteher Andreas Hahn, die Mitglieder des Ausschusses für Stadtumbau, der künftige Oberbürgermeister Erik Sachse, die Rathaus-Architekt*innen von Winking Froh, Vertreter*innen der BIG-BAU sowie Mitarbeitende der Stadtverwaltung teil. 

Zeit- und Kostenplan eingehalten

Der Neubau neben der Straße Vormstegen und dem Buttermarkt liegt voll im Zeit- und Kostenplan, betont Hatje und ergänzt: „Die Grundsteinlegung ist wirklich ein Meilenstein.“ Für 54 Millionen Euro entstehen über vier Geschosse und 10.157 Quadratmeter Bruttoraumfläche verteilt 190 Büroräume mit 338 Arbeitsplätzen, ein  moderner Empfangsbereich, ein neuer Saal für das Stadtverordneten-Kollegium sowie mehrere Besprechungs- und Sitzungsräume.  

Maximaler Fördersatz

Für das Großprojekt erhält die Stadt 25 Millionen Euro aus dem Städtebauförderungs-Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“, wobei Bund, Land und Stadt jeweils ein Drittel der Summe stellen. Es handelt sich um den maximal möglichen Fördersatz. Insgesamt fließen 60 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln in den Elmshorner Stadtumbau, so Ministerin Finke. Gemeinsam mit Hatje und Baustadtrat Marius Munk machte sie sich im Anschluss noch ein eigenes Bild vom Stadtumbaugebiet und erfuhr dabei mehr über die Knechtschen Hallen, das Kranhaus oder auch den geplanten Bahnhofsneubau. 

Belasteter Boden verhindert Tiefgarage

Weit fallen durfte das Rohr bei der Grundsteinlegung nicht: „Wegen der Milzbrandgefahr konnten wir kein tiefes Loch graben“, so Hatje. 3.600 Tonnen belasteter Boden mussten vor Beginn der eigentlichen Arbeiten abgetragen werden. Das Material lagert in blauen Fässern, die später in einer Spezialdeponie verbrannt und entsorgt werden. Unter anderem aufgrund des schwierigen und belasteten Baugrunds wurde auch auf eine Tiefgarage verzichtet. Die Stellplätze sollen in der Umgebung entstehen. 

Klimaneutrales Gebäude

Das hochmoderne Rathaus steht auf 331 Gründungspfählen. Sie wurden bis zum Herbst in den Untergrund eingebracht und dienen zum Großteil auch der Nutzung von Erdwärme. „Wir schaffen ein Gebäude, das fast klimaneutral ist“, hebt Hatje hervor. Dazu tragen unter anderem nachhaltige Baustoffe, eine herausragende Dämmung, eine Photovoltaik-Anlage auf einem Gründach sowie der Verzicht auf den Einsatz fossiler Energieträger während des späteren Betriebs bei. „Das Gebäude entsteht nach dem Gold-Standard der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen“, erklärt Hatje. Es  ist damit ein zentraler Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität, die sich die Stadt Elmshorn bis 2035 zum Ziel gesetzt hat.