Elmshorns Steindammpark soll inklusiv aufgewertet werden
Dafür haben Oberbürgermeister Erik Sachse, Landrätin Elfi Heesch und weitere PI.Rat-Vertreter der AWO und der Lebenshilfe am Mittwoch, 25. März 2026, in der Weißen Villa eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Diese soll den Weg für den Zugang zu Fördermitteln aus dem Fonds für Barrierefreiheit des Landes ebnen, in dem 500.000 Euro zur Verfügung stehen. Die Förderquote beträgt für anerkannte Projektmaßnahmen 70 Prozent.
Zuspruch aus Kiel
„Die Ausschüttung wäre ein riesiger Benefit“, sagt Oberbürgermeister Sachse. Die Staatskanzlei und die ebenfalls beteiligte Aktion Mensch haben in den Vorgesprächen signalisiert: „Es sieht sehr gut aus, wir dürfen groß denken.“ Nach der Freigabe hätte Elmshorn zwei Jahre Zeit, die genehmigten einzelnen Steindammpark-Projekte umzusetzen. Zum Teil soll es aber deutlich schneller gehen, erklärt Jörg Schmidt-Hilger, Leiter des zuständigen Amts für Stadtentwicklung und Umwelt.
Steindammpark für ALLE
Ziel ist ausdrücklich ein Steindammpark für ALLE – unabhängig von Alter, Herkunft oder Einschränkungen, betont Landrätin Heesch. „Inklusion bedeutet nicht nur Unterstützung, sondern auch Teilhabe“, sagt sie und ergänzt: „Ich finde es ganz enorm, was das Netzwerk PI.Rat unter Beteiligung der AWO und der Lebenshilfe hier geschafft hat.“ Das Netzwerk wurde vor drei Jahren im Kreis Pinneberg initiiert, der damit eine von fünf Modellregionen in Schleswig-Holstein bildet und in diesem Zuge bis zu eine Million Fördermittel vom Land abrufen kann.
Standard für neue Projekte
Elmshorns Baustadtrat Marius Munk stuft die Umgestaltung des 13 Hektar großen Steindammparks als Best-Practice-Beispiel auch für andere Kommunen ein. Sein Ziel: „Letztendlich sollte es in neuen Planungen normal sein, Räume für alle zu gestalten.“ Und da, wo dies in der Vergangenheit nicht erfolgt ist, sollte das nach Möglichkeit nachgeholt werden, so Munk.
Überblick: Das ist im Steindammpark geplant
- Integrative Leitelemente zur Orientierung an den Parkeingängen und Brücken
- Umfassende Beleuchtung mit insektenfreundlichen Leuchtmitteln für mehr Sicherheit und Orientierung
- Barrierefreie Gestaltung der Wege für sichere Befahrbarkeit
- Aufwertung der Skateranlage durch Instandsetzung der Asphaltoberfläche, eine verbesserte Zuwegung auch für mobilitätseingeschränkte Menschen und mehr Beleuchtung
- Barrierefreie WC-Anlage mit Euroschlüssel-System, Notentriegelung und Notsignal
- Barrierefreie Sitzplätze / Standflächen neben Bänken für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen
- Inklusive Spielplatz-Gestaltung an der Julius-Leber-Straße durch befahrbares Teppichvlies und barrierefreie Spielgeräte, wie ein bodengleiches Karussell, eine Nestschaukel oder einen integrativen Sandkasten
- Sechs inklusive Fitnessgeräte für alle Generationen
Das Netzwerk PI.Rat
Das Inklusionsnetzwerk PI.Rat setzt sich im Kreis Pinneberg für die Stärkung von Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe ein. Ziel des Netzwerks ist es, Menschen mit und ohne Behinderungen stärker miteinander zu vernetzen, Barrieren im Alltag sichtbar zu machen und zu beheben sowie konkrete Verbesserungen für eine inklusive Gesellschaft anzustoßen. Dabei bringt PI.Rat Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, sozialen Einrichtungen, Initiativen und der Zivilgesellschaft jeden Alters zusammen, um in partizipativen „Schatzgruppen“ gemeinsam Lösungen zu entwickeln.