Aus der Elmshorner Partnerstadt

Immer mehr Betriebe in Wittenberge

Wittenberge. Zum Jahreswechsel schreiben Bürgermeister Dr. Oliver Hermann und Wolfgang Strutz, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, der Elmshorner Partnerstadt Wittenberge in einem Grußwort an die Bürger unter anderem: Erinnern wir uns gemeinsam: die Innenstadt ist lebendiger geworden. Nicht nur dadurch, dass Autos die Bahnstraße durchgängig passieren können, auch der Einzelhandel hat investiert, wobei mit der Wiedereröffnung der Prignitzgalerie ein wichtiger Akzent gesetzt wurde.

Auf wirtschaftlichem Gebiet hat sich einiges getan: In das durch seine zweite Verkehrsanbindung aufgewertete Gewerbegebiet Nord ist Bewegung gekommen. Mit der Etablierung der Schacht GmbH und dem Frankiermaschinenhersteller Francotyp Postalia sind dort rund 100 neue Arbeitsplätze entstanden. Das zeugt von Dynamik, die auch im Industriegebiet Süd zu spüren ist. Die Prignitzer Chemie weihte eine weitere Produktionsanlage ein. Das Instandhaltungswerk der Bahn erweitert mit dem Bau einer neuen Logistikhalle seine Kapazitäten. Auch im stetig wachsenden Pflegebereich konnten ca. 30 Einstellungen erfolgen.

Dieter Reichhardt mit Eintragung ins Ehrenbuch ausgezeichne

Wittenberge. Dieter Reichhardt, künstlerischer Leiter des Shanty-Chores „De Buhnenkieker“ Wittenberge, wurde in diesem mit der Eintragung ins Ehrenbuch der Stadt Wittenberge ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgt auf Beschluss des Hauptausschusses der Stadtverordnetenversammlung (SVV) und wurde durch Lieselotte Hetze, stellvertretende Vorsitzende der SVV, und Bürgermeister Dr. Oliver Hermann vorgenommen.

Dieter Reichhardt hat sich durch sein großes Engagement im Shanty-Chor „De Buhnenkieker“ Wittenberge um das kulturelle Leben der Stadt Wittenberge verdient gemacht. Er gehört zu den Mitbegründern des Männerchores. Seit dessen Gründung 1995, zunächst als Chor der Marinekameradschaft, steht er als künstlerischer Leiter an der Spitze dieses Ensembles. Als musikalischer Leiter begleitet er die Sänger nicht nur virtuos auf dem Akkordeon und mit der Gitarre, sondern hat auch die anspruchsvolle Aufgabe des Arrangeurs übernommen. Damit hat der leidenschaftliche Amateurmusiker einen entscheidenden Anteil am langjährigen Erfolg des Chores. Mit ca. 40 Auftritten in diesem Jahr reicht das musikalische Einzugsgebiet des Shanty-Chores weit über Wittenberge hinaus. So repräsentierte der Chor die Region u. a. auf der „Grünen Woche“. Im Jahr 2013 sehen die Sänger ihrem 100. Auftritt entgegen. Für seine Verdienste ist Dieter Reichhardt 2010 mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Marinebundes geehrt worden.

40-Millionen-Euro-Investition

Wittenberge. Jetzt erfolgte der erste Spatenstich für das Dämmstoffwerk der österreichischen Firma Austrotherm in Elmshorns Partnerstadt Wittenberge. Austrotherm Geschäftsführer Gerald Prinzhorn begrüßte neben Bürgermeister Dr. Oliver Hermann auch Staatssekretär Henning Heidemanns und Landrat Hans Lange. „Mit dem neuen Werk sind wir deutlich näher am Markt und durch den Wegfall der langen Transportwege zudem schneller und flexibler beim Kunden. Außerdem ermöglicht es uns den Export nach Nordeuropa, Polen und die BENELUX-Länder“, so Prinzhorn. Henning Heidemanns, Staatssekretär im Wirtschafts- und Europaministerium von Brandenburg sagte: „Der österreichische Dämmstoffspezialist stärkt mit seinem Engagement den märkischen Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft. Die Ansiedlung von Austrotherm ist ein Beleg für die Attraktivität der Prignitz als Investitionsstandort.

Wittenberge etabliert sich nicht zuletzt durch den Hafen und die künftige Autobahnanbindung A 14 zunehmend auch als Logistik-Drehscheibe.“ Der Bürgermeister der Stadt Wittenberge Dr. Oliver Hermann begrüßt das geplante 40-Mio.- Euro-Investment: „Austrotherm setzt heute ein deutliches Signal. Im Industriegebiet Nord wird in ca. einem Jahr ein modernes Dämmstoffwerk die Produktion aufnehmen. Hier werden 70 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihren Arbeitsplatz haben; eine gute Entscheidung für den Standort Wittenberge und für das Unternehmen.“ In der ersten Ausbaustufe wird ein Produktionswerk für Austrotherm XPS gebaut. Am 114.000 qm großen Areal errichtet die Unger Steel Group als Generalunternehmer eine Produktionshalle mit Verwaltungsgebäude. Es sollen Ende 2013 die ersten rosafarbenen wasser- und druckresistenten XPS-Dämmstoff-Platten die Werkshalle verlassen. Diese werden in der Keller- und Flachdachdämmung sowie als Dämmung unter der Bodenplatte verwendet.

In Deutschland ist Austrotherm seit 2001 mit einer Vertriebsmannschaft vertreten und wird mit dem neuen Werk die Verfügbarkeit XPS-Platten speziell für hohe Druckbelastungen und Platten mit hoher Dämmdicke optimieren. Im Jahr 2011 erzielte Austrotherm mit 800 Mitarbeitern einen Umsatz von 226 Mio. Euro und verfügt in 11 Ländern über derzeit 18 Produktionsstandorte für EPS- und XPS-Dämmstoffe. Neben der Zentrale in Österreich und dem neuen Produktionsstandort in Deutschland ist der Dämmstoffpionier mit Unternehmen in Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Polen, Rumänien, Slowakei, Ungarn und der Türkei vertreten.


Autor: Ulrich Lhotzky-Knebusch, 20.12.2012