Mobilitätsstrategie
Mobilitätsplanung gestaltet die Fortbewegung in Städten und verbindet Verkehr, Stadtentwicklung, Umwelt und Lebensqualität. Angesichts von Klimawandel, wachsenden Städten und neuen Mobilitätsformen gewinnt sie zunehmend an Bedeutung und zielt auf eine sichere, effiziente und nachhaltige Nutzung aller Verkehrsmittel ab.
Die Stadt Elmshorn verfolgt diesen Ansatz aktiv, begleitet durch Öffentlichkeitsarbeit und die Teilnahme an der Europäischen Mobilitätswoche seit 2022. Fachliche Grundlage bilden Mobilitätskonzepte, Verkehrsmodelle und der Modal Split (Verkehrsmittelanteile in der Stadt), die gemeinsam fundierte Entscheidungen für eine nachhaltige und lebenswerte Stadt ermöglichen.
Mobilitätskonzept
Wie wollen wir in Zukunft in Elmshorn mobil sein?
Umweltfreundlicher, sicherer, gerechter, barrierefrei, digitaler, nutzerorientiert – die Anforderungen an die Mobilität der Zukunft sind vielfältig. Das Mobilitätskonzept Elmshorn wurde in den Jahren 2023 bis 2025 in einem breiten Dialogverfahren unter Beteiligung der Politik, von Verbänden und Institutionen sowie der Elmshorner Bevölkerung erarbeitet und legt die Grundlage für die zukünftige Planung und Organisation der städtischen Mobilität. Als integriertes Mobilitätskonzept wurden dabei alle Verkehrsarten betrachtet – der strategische Handlungsrahmen soll Lösungen aufzeigen, den Verkehr in Elmshorn nachhaltig weiterzuentwickeln.
Im September 2025 wurde das Mobilitätskonzept im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt und der Stadtverordnetenversammlung beraten und mehrheitlich beschlossen.
- Der zusammenfassende Bericht zum Mobilitätskonzept kann hier nachgelesen werden. Um die Inhalte und Dokumente übersichtlicher darzustellen sind im Folgenden die einzelnen Bestandteile aufgeführt und der jeweilige Teilbericht zum Download verlinkt:
- PDF-Datei: (2.5 MB)
- Ergänzt wurde das Mobilitätskonzept um ein Teilkonzept Radverkehr sowie eine Fußverkehrsstrategie für die Stadt Elmshorn, welche sich gesondert mit der Fortschreibung des Veloroutenkonzeptes 2010 und passenden Maßnahmen für den Radverkehr sowie Qualitätsstandards für den Fußverkehr befasst.
- PDF-Datei: (18.6 MB)
- PDF-Datei: (1.3 MB)
Wo stehen wir? – Die Bestandsanalyse zur Mobilität in Elmshorn
Zu Beginn des Prozesses wurde die Ist-Situation bezogen auf zehn Themenfelder wie zum Beispiel einzelne Verkehrsarten, Raumstruktur, Verkehrssicherheit, Stadt-Umland-Mobilität und Inter-/Multimodalität untersucht. Zudem wurden Hinweise aus einer vorgeschalteten Online-Beteiligung gesammelt, Mobilitätsangebot und -ausprägungen sowie vorhandene Daten analysiert. Daraus wurden Schwächen und Stärken abgeleitet. Diese Analyse des Status Quo bildet die Grundlage für die Feststellung von Handlungsbedarfen und für die weitere Erarbeitung des Mobilitätskonzepts. Außerdem wurde ergänzend zum Mobilitätskonzept im Herbst 2024 erstmalig in Elmshorn eine repräsentative Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten (Modal-Split-Erhebung) durchgeführt.
Hier kann die umfassende Bestandsanalyse (Stand 2024) eingesehen werden:
- PDF-Datei: (20.3 MB)
Hier kann der Ergebnisbericht der Modal-Split-Erhebung (Stand 2024) eingesehen werden:
- PDF-Datei: (7.4 MB)
Wie soll die zukünftige Mobilität in Elmshorn aussehen? – Das Leitbild Mobilität in Elmshorn 2035
Künftig soll sich die Verkehrs- und Stadtplanung an einem Leitbild mit übergeordneten Zielen orientieren. Neben der Bestandsanalyse und den Beteiligungsergebnissen werden dabei auch übergeordnete Gesetze, Verordnungen und Zielsetzungen auf EU-, Bundes-, und Landesebene berücksichtigt.
Hier können das Leitbild und 9 Oberziele eingesehen werden:
- PDF-Datei: (541 kB)
Wie erreichen wir die Ziele – Die Maßnahmen im Überblick
Aufbauend auf der Stärken- und Schwächenanalyse und dem Zielkonzept wurde die Handlungsstrategie gebildet. Sie beinhaltet 26 Einzelmaßnahmen und Strategien, deren Inhalte und Umsetzungsstand auf 26 einzelnen Steckbriefen festgehalten sind.
Dazu wurden die Maßnahmen jeweils hinsichtlich der Priorität, Kostenklasse und dem Umsetzungs-Zeithorizont klassifiziert. In vielen Fällen bedarf es vertiefender Detailplanungen und weiterer Konkretisierungen, um die Maßnahmen und Strategien in unmittelbar umsetzbare Projekte zu überführen. Hier können die 26 Maßnahmensteckbriefe eingesehen werden:
- PDF-Datei: (8.8 MB)
Mobilität(skonzept) in der Diskussion – Die Ergebnisse der Beteiligung
Die Erarbeitung des Mobilitätskonzepts Elmshorn fand unter breiter Einbeziehung der Öffentlichkeit statt. Über folgende Formate wurden interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Akteure aus Elmshorn beteiligt:
- Zwei Online-Beteiligungen: zum Status Quo und zur Bewertung der Maßnahmen
- Mobilitätsbeirat mit Politik und weiteren Akteuren aus Elmshorn
- Workshops mit Akteuren, zum Beispiel AG Radverkehr
- Abstimmungen mit der Polizei und der SVG (Aufgabenträger ÖPNV)
- Auftaktveranstaltung am Alten Markt
- Stadtteilspaziergang
- Planungsradtour
- Infostände im September 2024 und September 2025 am Alten Markt
Die Dokumentation der Beteiligungsergebnisse kann hier eingesehen werden:
- PDF-Datei: (1.5 MB)
- PDF-Datei: (5.1 MB)
Kontakt für weitere Fragen
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- Telefon: +49 4121 231 653
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Dokumentationen der Beteiligungsergebnisse:
- PDF-Datei: (1.5 MB)
- PDF-Datei: (5.1 MB)
Europäische Mobilitätswoche (EMW)
Die Europäische Mobilitätswoche (EMW) ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Jedes Jahr, immer vom 16. bis 22. September, werden innovative Mobilitätslösungen ausprobiert oder mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität in den Kommunen geworben.
So werden beispielsweise Parkplätze und Straßenraum umgenutzt, neue Fuß‐ und Radwege eingeweiht, Elektro‐Fahrzeuge getestet, Schulwettbewerbe ins Leben gerufen und Aktionen für mehr Klimaschutz im Verkehr umgesetzt. Dadurch zeigen Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger, dass nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und praktisch gelebt werden kann.
Die Europäische Mobilitätswoche: Was ist das?
Die Europäische Mobilitätswoche (EMW) ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Seit 2002 bietet sie Kommunen aus ganz Europa die perfekte Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näherzubringen.
Jedes Jahr, immer vom 16. bis 22. September, werden im Rahmen der Europäische Mobilitätswoche innovative Verkehrslösungen ausprobiert oder mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität in den Kommunen geworben: So werden beispielsweise Parkplätze und Straßenraum umgenutzt, neue Fuß- und Radwege eingeweiht, Elektro-Fahrzeuge getestet, Schulwettbewerbe ins Leben gerufen und Aktionen für mehr Klimaschutz im Verkehr durchgeführt.
Umweltbundesamt
Mehr Informationen zur Europäischen Mobilitätswochen finden Sie auf der Internetseite des Umweltbundeamtes unter dem folgenen Link:
https://www.umweltbundesamt.de/europaeische-mobilitaetswoche
Rückblick auf die Europäische Mobilitätswoche 2025
Von Kasperletheater, über Planungsradtouren und Filme, bis zum Stadtteilspaziergang unter Augenbinde: Die Europäische Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September 2025 hat das Thema Mobilität aus unterschiedlichster Perspektive beleuchtet. Zahlreiche Elmshornerinnen und Elmshorner nahmen die Gelegenheit wahr, sich aktiv an der Gestaltung von Mobilität in ihrer Stadt zu beteiligen.
Spaziergang unter Augenbinde
Den Auftakt machte am 16. September der Stadtteilspaziergang unter Augenbinde. „Das hat uns echt ein bisschen die Augen geöffnet“, zog Ellen Unger vom Amt für Stadtentwicklung und Umwelt nach dem Perspektivwechsel mit dem Hamburger Mobilitätstrainer Oliver Simon Bilanz. Die Organisatorin der Europäischen Mobilitätswoche in Elmshorn streifte auch selbst die Augenbinde über und nutzte den Langstock zur Orientierung. So erhielt sie einen kleinen Einblick in die Welt blinder und sehbehinderter Menschen wie Ursula Kleinert, die nur noch über ein sehr begrenztes Sichtfeld verfügt. „Vor jedem Hut ab, der so einen Test macht“, sagt Kleinert. „Autofahrer nehmen im Allgemeinen Rücksicht – wir als Blinde fürchten uns in erster Linie vor den Fahrradfahrern“, so die Betroffene. Stellvertretend für die rund 330.000 gesetzlich Blinden und stark Sehbehinderten in Deutschland betont sie: „Wir brauchen Hilfen in der Orientierung!“
Planungsradtour und Spielstraße
Einen Tag später stand bei einer rund neun Kilometer langen Planungsradtour der AG Radverkehr die Stärkung des Fahrradverkehrs in Elmshorn im Mittelpunkt. Hier wurden geplante Maßnahmen erläutert und rege diskutiert.
Zudem verwandelte sich am Dienstag von 15 bis 18 Uhr die Jürgenstraße in eine temporäre Spielstraße. Der Kinderschutzbund Elmshorn veranstaltet dieses Format schon seit Jahren in den Sommermonaten mit großem Erfolg. Die Straße gehörte ohne Fahrzeugverkehr bei vielen spannenden Spielen und besonderen Aktionen ganz den Kindern.
Film „A human Ride“
Der Film „A human Ride“ wurde am 18. September in der AWO Begegnungsstätte Klostersande gezeigt. Darin macht sich Regisseur Kristian Gründling auf die Suche nach der Bedeutung von Mobilität für Menschen. Auf Straßen, in Bahnhöfen, in Züge, in Parks, auf Tankstellen, in Garagen, in Forschungseinrichtungen, in der Stadt und auf dem Land fängt er ganz persönliche Perspektiven der Alltagsmobilität ein.Ein Film voller berührender Geschichten: Über Migrantinnen, die Fahrrad fahren lernen, einen Rollstuhlfahrer, der überwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist bis hin zu einem 92-jährigen, der eine erneute Führerscheinprüfung macht.
Im Anschluss an die Vorführung sprach das Publikum mit Prof. Dr. Carsten Gertz von der TU HH (Institut für Verkehrsplanung und Logistik) über den Film, das Grundbedürfnis Mobilität und aktuelle Trends und Fragen. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Die offene und freundliche Atmosphäre der AWO-Begegnungsstätte, die angeregte Diskussion und der Film mit der gelungenen Mischung aus emotionalen Erlebnissen und fundierten Expert*innenmeinungen zur Mobilität ergaben einen erfolgreichen Abend.
Veranstalter waren die AG Infrastrukturgruppe Klostersande und das Amt für Stadtentwicklung und Umwelt.
Fahrraddemo
Zur Fahrraddemo luden am 19.09. Fridays for Future Elmshorn, Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC) und die Fahrradgruppe Rückenwind ein. Um 15 Uhr ging es mit einigen Reden am Alten Markt los. Langsam füllten sich dabei die Reihen und die Demo startete unter dem Motto: „Mehr Sicherheit fürs Rad“mit rund 40 Teilnehmer*innen. Unterwegs schlossen sich noch einige Radler*innen dem Tross an, der auf einer rund zehn Kilometer langen Tour durch Elmshorn fuhr. Die Demo verlief sehr friedlich, die Polizei sicherte umfassend die Kreuzungen für die als geschlossenen Verband fahrende Gruppe.
„Mobilitätstag“
Der Samstag, 20. September, stand ganz im Zeichen der Kinder, des Fahrrads und der E-Mobilität. Parallel zum Kinderfest am Weltkindertag fand am Alten Markt ein Verkehrskasperletheater statt, sodass hier organsiert vom Kinderschutzbund Elmshorn ein buntes Programm für die Kleinsten geboten wurde. Das Amt für Stadtentwicklung und Umwelt informierte in der Zwischenzeit auf dem Alten Markt über das neue Mobilitätskonzept und den in Erarbeitung befindlichen Masterplan Klimaschutz und stand für Diskussion und Fragen zur Verfügung. Es ergaben sich viele konstruktive und spannende Gespräche.
Ebenfalls am Samstagvormittag von 11 bis 15 Uhr präsentierten die Stadtwerke Elmshorn auf dem Parkplatz Probstenfeld / Jim Coffey moderne E-Mobilität zum Anfassen. Interessierte konnten Ladesäulen testen und sich vor Ort über Technik, Ladeinfrastruktur und Alltagstauglichkeit informieren. Die Gespräche zu unterschiedlichsten Facetten der E-Mobilität waren durchweg positiv und haben gezeigt, dass das Thema die Menschen bewegt. Wiederholt wurde von E-Mobilist*innen bescheinigt, dass Elmshorn bezüglich der Ladeinfrastruktur bereits gut aufgestellt ist.
Auf dem Wochenmarkt am Südufer organisierte das Amt für Tiefbau und Verkehr erfolgreich einen Fahrradmarkt für Gebrauchträder. Zusätzlich informierte ein Team über die Regeln im Straßenverkehr und der ADFC Pinneberg bot eine Fahrradcodierung an.
Stadtteildialog
Am Montag, 22.09., von 15 bis 17 Uhr fand ein Stadtteildialog in Klostersande an der Meteorstraße / Ecke Eichstraße statt. Zum Thema „Mehr Grün und Bänke im öffentlichen Raum. Parklets und mehr...“ haben städtische Mitarbeiter*innen mit Bürger*innen diskutiert und Ideen aufgegriffen. Viel wurde über die Gestaltung des Reinhold-Jürgensen-Platzes mit einem Parklet gesprochen. Einheitlicher Tenor der Befragten: „Ja, die Bank bei der Apotheke soll bleiben!“
Für die Grünfläche wurden ebenfalls viele Ideen geäußert: „Streicht doch das Trafohaus weiß an und lasst dann Künstler etwas Schönes auf der Fläche gestalten!“, „Mehr Sitzgelegenheiten in der Grünfläche wären schön - und könnte man dort nicht auch einige Fahrradständer neben der Bushaltestelle auf den Rasen (den dann ein bisschen befestigen) aufstellen?“, „Die Fahrradständer (Felgenkiller) bei der Bushaltestelle auf der anderen Seite müssen aber weg, wenn dort Räder stehen, kommt man mit dem Rollator kaum durch!“
Insgesamt war das ein guter Austausch und die Anregungen wurden aufgenommen. Die Bank mit Hochbeeten, die zunächst versuchsweise aufgestellt wurde, soll zum Beispiel am Standort bleiben.
Wandelorte
Unter dem Dach des in diesem Frühjahr neu gegründeten landesweiten Mobilitätsnetzwerks für Kommunen in Schleswig-Holstein „move.SH“ fand erstmals eine gemeinsame Aktion zur Europäischen Mobilitätswoche statt. Die gemeinsame Aktion von insgesamt 18 Kommunen aus ganz Schleswig-Holstein stand unter dem Motto „Wandelorte“: Mit einer überdimensionalen Pinnnadel markierten die Verantwortlichen auch in Elmshorn Orte auf Fotos, an denen ein Wandel stattgefunden hat – Orte, an denen sich die Mobilität zum Besseren gewandelt hat. Vor Ort machten aufgesprühte Pinnnadelsymbole zusätzlich darauf aufmerksam.
Zu den markierten Orten zählten unter anderem:
- Neue Radstellanlagen am Holstenplatz
- Express-Buslinie X95 von Elmshorn über Pinneberg zum Hamburger Flughafen
- Fußgängerampel in der Gärtnerstraße
- Parklet in der Mühlenstraße
- Bike-and-Ride-Anlage am Bauerweg
- Sanierte Hamburger Straße
- Bedarfsampel im Zuge der Veloroute 3 an der Wittenberger Straße
- Sanierter Geelbeksdamm
- Straßenunabhängiger Geh- und Radweg parallel zur Kaltenweide
- Fahrradschutzstreifen Ansgarstraße / Hebbelstraße
- Kreuzungsmarkierung Wasserstraße / Ansgarstraße
- Automatisierte Grünphase der Fuß- und Radverkehrsampel Westerstraße / Hafenspange
- Anbindung des Geh- und Radwegs am Käthe-Kollwitz-Platz
- Straßenunabhängiger Geh- und Radweg Peter-Meyn-Straße
- Fahrradschutzstreifen und Minikreisel Hans-Böckler-Straße
- Parklet in der Meteorstraße
Faltblatt Programm Europäische Mobilitätswoche 2025
- PDF-Datei: (1.7 MB)
Rückblick auf die Europäische Mobilitätswoche 2023
- PDF-Datei: (1.5 MB)
Rückblick auf die Europäische Mobilitätswoche 2022
Im September 2022 hat die Stadt Elmshorn zum ersten Mal an der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) teilgenommen.
Unter dem Motto: Nachhaltige Mobilität ist möglich und kann Spaß machen, konnte mit der Unterstützung vieler Akteur*innen (z. B. Kinderschutzbund Elmshorn, ADFC, Kidical Mass, AWO Begegnungsstätte Klostersande) trotz einer kurzen Vorbereitungszeit ein buntes Programm zusammengestellt werden
- PDF-Datei: (1 MB)
Impressionen EMW 2022
Verkehrsmittelwahl - Modal Split
Im Herbst 2024 hat die Stadt Elmshorn erstmals eine repräsentative Umfrage zur Mobilität in Elmshorn durchgeführt. Dafür wurden 5.000 zufällig ausgewählte Haushalte angeschrieben. Für eine repräsentative und statistisch sichere Stichprobe sollten Antworten von mindestens 1.000 Personen vorliegen - ein Ziel, das übertroffen werden konnte: Rund 800 Haushalte mit fast 1.600 Personen machten mit.
Sie beantworteten Fragen zur Verkehrsmittelwahl, zu ihren Wegen an ausgewählten Stichtagen und zur Verfügbarkeit von Verkehrsmitteln. Außerdem wurden noch Zusatzfragen gestellt, zum Beispiel zur Zufriedenheit mit der verkehrlichen Infrastruktur und zur Teilnahmebereitschaft an Sharing-Angeboten.
Übersicht genutzte Verkehrsmittel
Nach der Erhebung ist der Modal Split in Elmshorn in der Verkehrsmittelverteilung aller außerhäuslichen Wege (Gesamtverkehr) wie folgt:
Etwa 50 Prozent macht der MIV (motorisierter Individualverkehr) aus. 39 Prozent der Wege werden zu Fuß (13 Prozent) und mit dem Fahrrad (26 Prozent) zurückgelegt. Das Verhältnis MIV zum Umweltverbund liegt bei 50 Prozent zu 50 Prozent (unter Umweltverbund werden alle umweltfreundlichen Verkehrsmittel: Fuß, Rad und ÖV zusammengefasst).
Im Vergleich mit den vorliegenden Ergebnissen aus benachbarten Kommunen beziehungsweise Verbundgebieten ist auffällig, dass Elmshorn zwar einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Radverkehr aufweist, demgegenüber aber einen unterdurchschnittlichen Fußverkehrsanteil hat.
Der hohe Radverkehrsanteil wird besonders in der Betrachtung der Binnenverkehre (das heißt nur Wege innerhalb der Stadt Elmshorn) deutlich. Dort beträgt der Radverkehrsanteil beachtliche 35 Prozent, der Anteil an motorisiertem Individualverkehr wurde mit 43 Prozent ermittelt.
Verkehrsmittel nach Weglänge
Wie sich der Modal Split in der Gesamtbetrachtung bei unterschiedlichen Weglängen aufteilt kann der nachfolgenden Abbildung entnommen werden:
Es zeigt sich, dass insbesondere im direkten Nahbereich und bei Weglängen bis fünf Kilometer noch mögliches Verlagerungspotential auf umweltfreundliche Verkehrsmittel vorhanden ist.
Detaillierter Ergebnisbericht
Weitere Ergebnisse der Erhebung, die nach verschiedenen Merkmalen ausgewertet wurde, können im Detail dem Ergebnisbericht entnommen werden:
- PDF-Datei: (7.4 MB)
Unterstützung für die Planung
Vielen Dank an dieser Stelle an alle Teilnehmenden der Umfrage! Ihre Hinweise und Anregungen fließen in das Handlungskonzept des Mobilitätskonzeptes ein. Die erfasste Datengrundlage hilft der Verwaltung und der Politik, die derzeitige Situation zu beurteilen und die zukünftige Mobilitätsplanung in der Stadt Elmshorn zu verbessern.
Der fertige Endbericht zum Mobilitätskonzept geht im Anschluss in die politische Beratung und Abstimmung. Die Ausschusssitzungen dazu werden öffentlich sein.
Auch für das gesamtstädtische Verkehrsmodell und künftige Prognosefälle liefert die Auswertung wertvolle Parameter für die Analyse und Häufigkeit von Verkehrsbeziehungen und die Verkehrsmittelwahl.