Weltseniorentag - immer am 1. Oktober
Zum Weltseniorentag möchten wir die Aufmerksamkeit auf die Elmshorner Senior*innen lenken und ihnen Wertschätzung schenken für das, was sie im Arbeitsleben für die Gesellschaft geleistet haben und vielfach im Ehrenamt noch leisten«, so Gerda Jensen vom Seniorenrat.
Rückblick Weltseniorentag 2026
Überraschung zum 40. Jubiläum des Seniorenrats
Am Weltseniorentag am Donnerstag, 1. Oktober 2026, haben Erster Stadtrat Michael Leeske und sein Team vom Amt für Soziales die Mitglieder des Seniorenrats der Stadt Elmshorn überrascht. Sie fuhren verzierten Kuchen, ein extra angefertigtes Büchlein mit Dankesworten von 40 Elmshorner Persönlichkeiten, Blumen und jede Menge wertschätzende Worte auf. Anlass: das 40. Jubiläum des Seniorenrats in diesem Jahr. „Wir freuen uns, dass wir in der Art hier gewürdigt werden“, so ein sichtlich gerührter Seniorenrats- Vorsitzender Detlev Hantel stellvertretend für alle Mitglieder.
„Unser Seniorenrat ist eine ziemlich starke Truppe. Wir als Stadt sind sehr dankbar, dass wir Sie haben und Sie so engagiert sind“, sagte Stadtrat Leeske. „Sie sind überall in Elmshorn präsent.“
Gast-Referentin Elke Schilling
Auch am Weltseniorentag mischten die Mitglieder kräftig mit. Unter anderem bei der Elmshorner Auftaktveranstaltung im Rathaus mit Bundesverdienstkreuz-Trägerin Elke Schilling.
Die Wahl-Berlinerin betreibt mit ihrem Verein Silbernetz e. V. eine bundesweite Telefonhotline für einsame Menschen ab 60 Jahren. Schilling: „Ein Gespräch kann Erleichterung verschaffen – und das Gefühl, wieder dazuzugehören.“ Ihre Erfahrungen hat sie auch im Buch „Die meisten wollen einfach mal reden – Strategien gegen Einsamkeit im Alter“ niedergeschrieben.
Einsamkeit im Alter
„Jeder Dritte über 60 fühlt sich einsam. Da sollten wir drüber reden, nur so können wir was verändern“, sagt Schilling, die ein strukturelles Problem erkannt hat. „Es gibt gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die werden aber nicht so gerne thematisiert“, kritisiert sie. Für die Älteren gipfele das in Sätzen wie „Mich sieht keiner mehr“. „Am Telefon erzählen sie uns zum Beispiel: Wenn ich zusammen mit meiner Tochter zum Arzt gehe, spricht der nur mit ihr, aber nicht mit mir über mich“, so Schilling.
Begeisterung
Sie zeigte sich begeistert von den vielen Veranstaltungen zum Weltseniorentag in Elmshorn. „Elmshorn ist im Moment die einzige Stadt in Deutschland, die diesen Weltseniorentag angemessen begeht“, so Schilling.
Rückblick Weltseniorentag 2025
Weltseniorentag: Ältere sind für Elmshorn unverzichtbar
Bei der Auftaktveranstaltung zum Weltseniorentag am Mittwoch, 1. Oktober 2025, im Rathaus wurde einmal mehr deutlich: Ältere Menschen bergen ein riesiges Potenzial für Elmshorn. Sie sind unverzichtbar für die Stadt. „Der Tenor des Tages soll es sein, die Leistungen der Älteren in unseren Reihen und den Gewinn, den sie für das gesellschaftliche Zusammenleben darstellen, zu würdigen – treffender hätte man es gar nicht ausdrücken können“, so Erster Stadtrat Dirk Moritz in seiner Begrüßung der rund 60 Gäste.
Allein in Elmshorn leben rund 14.000 Menschen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben und damit offiziell als Seniorin oder Senior gelten. Das sind rund 25 Prozent der Bevölkerung. „Das ist aus meiner Sicht ein erfreuliches Potenzial“, sagt Moritz. Vor diesem Hintergrund will er Elmshorns Weg zur alters- und generationenfreundlichen Stadt auch künftig weitergehen. „Wir werden dranbleiben – auch mit Ihrer Unterstützung und Ihrem Mittun“, verspricht der Erste Stadtrat, der in diesem Zusammenhang auch an die Seniorenratswahl im kommenden Jahr erinnerte.
Gastrednerin fordert mehr Beteiligung ein
Dann haben Elmshorns Seniorinnen und Senioren die Chance, sich aktiv einzubringen und ihre Stadt mitzugestalten – auch, indem sie sich zur Wahl stellen. „Wir können nur gehört werden, wenn wir unsere demokratischen Mittel ausschöpfen“, so Gastrednerin Heidi M. Lyck in ihrem Impulsvortrag „Da geht noch was – Potenziale, Chance und Möglichkeiten älterer Menschen“. „In der Regel entscheiden Jüngere für uns Ältere in den Gremien“, sagt die ehemalige Leiterin der kommunalen Altenhilfe in Flensburg. Sie fordert von allen Seiten mehr Beteiligung ein.
Viele Ältere sind ehrenamtlich aktiv
Ältere haben viel zu bieten, betont Lyck: „Wir haben Zeit, wir vermitteln Stabilität und Werte, zeigen Ethik und Verantwortung, bieten Orientierung und Unterstützung in Beruf und Ehrenamt, liefern historisches Wissen und sind die Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart.“ Und Lyck hebt hervor: „Wir sind eine Marktmacht. Wir sind Wählerinnen und Wähler. Wir sind so wichtig für die Zivilgesellschaft und das Ehrenamt.“
Lob für Elmshorn
Elmshorn lobt Lyck: „Ihre Stadt ist ziemlich gut aufgestellt, Sie haben eine Menge hier, wo man sich einbringen kann.“ Ein paar Beispiele dafür lieferten Christel Heidemann-Schmidt vom Verein Mentor – Die Leselernhelfer, Heidi Brandt vom Seniorenrat und der Ehrenvorsitzende des Deutschen Volkshochschulverbandes Ernst-Dieter Rossmann, die ihre Erfahrungen in Kurzinterviews weitergaben. Wer sich gerne engagieren möchte, aber noch nicht weiß, in welchem Bereich er beziehungsweise sie gut aufgehoben ist, kann sich zum Beispiel an den Verein engagiert in Elmshorn mit Sitz in der Marktpassage wenden.
Weltseniorentag bot viel Programm
Erstmals hat die Stadtverwaltung den Seniorenrat bei der Organisation des Tages unterstützt. Nach der Auftaktveranstaltung im Rathaus gab es weitere Spiel- und Bewegungsangebote sowie Bingo- und Klönschnackrunden im AWO Stadtteil-Treffpunkt Klostersande, DRK Veranstaltungszentrum und Haus der Begegnung. Unter der Woche beteiligten sich auch das Cineplex-Kino, die Alzheimer Gesellschaft, der FTSV Fortuna und die Stadtbücherei mit Angeboten.
Musik, Verpflegung
Für die musikalische Umrahmung bei der Auftaktveranstaltung sorgte das Gitarrenduo Rock on Wood. In der Pause versorgten Auszubildende der Stadt die Gäste mit Erfrischungsgetränken und der Seniorenrat hatte Bilder ausgestellt.
Ideensammlung „Engagement“
Außerdem konnten die Gäste einen Ideenbaum nutzen, um ihre Vorschläge und Anliegen dort anzupinnen und mitzuteilen, in welchen Bereichen sie sich aktiv für andere einsetzen. Viele haben mitgemacht, und es entstand ein schöner Eindruck von der Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements in Elmshorn.
Die Beiträge im Einzelnen
- Mitarbeit im Seniorenbeirat (zwei Mal)
- Afghanischen Frauen bei der Berufsausbildung helfen (jetzt in Schule/Kindergarten tätig), Freundschaften entstehen
- Wir betreuen eine syrische Familie (beide Kinder studieren bzw. haben den Bachelor-Abschluss gemacht)
- Betreuung von Migrant*innen
- Mit ausländischen Mitbürger*innen Ausflüge machen (Kalkgrube, Spiekerhörn, Kronsnest-Fähre)
- Arbeit bei der Tafel
- Arztbegleitung
- Telefonseelsorge
- Mitarbeit im Internet-Café
- Ich hole jeden Tag meine Enkelkinder aus dem Kindergarten ab
- Lesementor (zwei Mal)
- Ich leite und arbeite in der Kreisverkehrswacht Pinneberg
- Leseclub „Mit Freunden lesen“ in der Grünen Villa Agnes-Karll Allee 15
- Grüne Dame im Krankenhaus
- Hausaufgabenhilfe im Stadtteiltreffpunkt
- Kunst – Sport - und Bildungsprojekte im „Youth Club FFE“
- Platzwart im Sportverein
- Förderverein VHS/Stadtbücherei
- Kommunalpolitik
- Bürgerliches Mitglied in der Kommunalpolitik