Dampflokomotiven wieder da
Wittenberge. Im Mai 1987 endete im Bahnbetriebswerk (Bw) Wittenberge, der Partnerstadt von Elmshorn, die Dampflokzeit. 25 Jahre später kehren die Dampflokomotiven wieder an die Elbe zurück. Die Fahrzeugsammlung der Dampflokfreunde Salzwedel e.V. ist in den vergangenen Tagen in ihr neues Domizil umgezogen. Am 27. und 28 Oktober 2012 öffnet das Eisenbahnmuseum im restaurierten historischen Ringlokschuppen 2 erstmals seine Tore. In Wittenberge erwartet die Besucher eine Ausstellung historischer Dampf- und Diesellokomotivensowie sonstiger Schienenfahrzeuge. Des Weiteren bieten die Eisenbahnfreunde Mitfahrten auf einer Dampflok sowie Führungen durch das ehemalige Bw Wittenberge an. Außerdem besteht die Möglichkeit, das historische Stellwerk "Wm" zu besichtigen. Die Besucher können Souvenirs erwerben.
In dem 1889 durch die Königlich-Preußische Eisenbahnverwaltung, Direktion Altona, erbauten Ringlokschuppen II des ehemaligen Bahnbetriebswerkes wird Eisenbahnhistorie lebendig. Die Vereine Historischer Lokschuppen Wittenberge e. V. und die eisenbahnbegeisterten Mitglieder des Vereins Dampflokfreunde Salzwedel e. V. präsentieren hier interessierten Besuchern historische Eisenbahntechnik in Aktion. Das Museum wird ehrenamtlich betrieben. Diese durch die Stadt Wittenberge mit Fördermitteln des Landes Brandenburg und der Europäischen Union aufwendig sanierte historische Anlage ist eines der ältesten noch betriebenen Bahnbetriebswerke in Norddeutschland und besitzt als Ensemble Einmaligkeit in dieser Region.
Sein Ursprung liegt im Jahr 1846, dem Jahr in dem die Berlin-Hamburger-Eisenbahn in Betrieb genommen wurde. Der Lokschuppen III aus jenem Jahr wird derzeit durch die Schienenfahrzeugbau Wittenberge GmbH saniert und genutzt. Einmaligkeit in ganz Deutschland besitzen der große Wasserturm, Baujahr 1873, errichtet durch die Berlin-Hamburger-Eisenbahngesellschaft, sowie ein kleiner Wasserturm von 1898. Dieser preußische Typenbau ist der letzte seiner Art in Deutschland. Für das Umfeld des Lokschuppens gibt es jetzt schon Pläne: so soll einer der ehemals vier Wasserkräne perspektivisch auch wieder für die Dampflokversorgung in Betrieb genommen werden.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.dampflok-wittenberge.de
Wittenberge: TGW ist ausgezeichnet
Bundesverband zertifizierte Innovationszentrum
Wittenberge. 32 von den 158 Mitgliedern im Bundesverband der Technologie- und Gründerzentren (ADT) dürfen sich „Anerkanntes Innovationszentrum“ nennen. Das Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz (TGW) gehört seit neuestem dazu. Die Mitgliedschaft im Bundesverband wie auch die Prüfung, die der Prädikatsverleihung vorausgehen, sind freiwillig. Das TGW, dessen alleiniger Gesellschafter die Stadt Wittenberge, die Elmshorner Partnerstadt, ist, hat es gewagt, sich dem Auditierungsprozess – so der fachlich korrekte Name – zu unterwerfen und darf sich nun als Prädikats-TGW bezeichnen. „Wir sind auf dieses Ergebnis sehr stolz, zeugt es doch von der guten Arbeit aller, die hier geleistet wird“, sagt TGW-Chefin Annett Jura. Künftig könne das Technologiezentrum bei der Bewerbung um Projekte auf diese Qualitätsauszeichnung verweisen. Das falle ins Gewicht.
Solarkraftwerk eingeweiht
Wittenberge. Auf einer Konversionsfläche ist ein Solarkraftwerk mit einer projektierten Leistung von 3,9 MW in Betrieb gegangen. Dieses Projekt haben die Stadt Wittenberge und die DB AG in Kooperation entwickelt. Bürgermeister Dr. Oliver Hermann: „Ich bin froh, dass diese problematische Fläche eine sinnvolle Nutzung erfährt. Darüber hinaus zeigt es, dass Wittenberge beim Thema erneuerbare Energien gut aufgestellt ist.“ Die Fläche an der Lüneburger Straße, die sich zu einem Drittel in Eigentum der Stadt Wittenberge, zu zwei Dritteln in dem der Deutschen Bahn befindet, ist auf 8,7 ha mit 16.324 Solarmodulen bestückt. Die größte freistehende Photovoltaikanlage in der Stadt verfügt über eine Gesamtmodulfläche von 26.250 m². Um dieses Projekt der Nutzung von Strom aus Sonnenergie umzusetzen, bedurfte es einer Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Wittenberge mit dem Ausweis als Sondernutzungsfläche für Photovoltaik. Seit ca. 1940 wurde die hier befindliche Sandgrube für die Ablagerung von Abfällen, bis 1979 auch von Aschen, Schlacken, Baustoffen und Bauschutt genutzt. Später erfolgte die Verfüllung in 3 bis 4 m Höhe und die Abdeckung mit Sand.